Die Kunsthalle zu Kiel ist eine für Schleswig-Holstein und darüber hinaus einzigartige Einrichtung in besonderer Lage an der Kieler Förde. Sie gehört zur Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ist außerdem Sitz des 1843 gegründeten Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins. Ihre Sammlung zeichnet sich unter anderem durch Schwerpunkte in der Kunst des 19. Jahrhunderts, im Expressionismus und in der internationalen Gegenwartskunst aus. Die Kunsthalle bietet eine rege Sonderausstellungstätigkeit. Seit dem 25. September 2023 ist das Haus sanierungsbedingt geschlossen.
An ihrem heutigen Standort verdankt sich die Kunsthalle dem Vermächtnis von Charlotte Hegewisch, genannte Lotte Hegewisch (Kiel, 1822-1903). Das Haus beherbergt unter eigener Leitung auch die Antikensammlung.
Die Kunsthalle lockt allerdings nicht nur durch ihre Ausstellungen in ihr Haus, sondern bietet auch eine Plattform zum Austausch für alle Altersklassen. In Malkursen und Workshops werden schon die kleinen Gäste spielerisch an Kunst herangeführt. Führungen, Konzerte und Lesungen im Museum prägen das kulturelle Angebot der Stadt wesentlich mit.
Nach der schweren Zerstörung des Gebäudes im 2. Weltkrieg und dem Wiederaufbau 1958, wurde 1986 ein Erweiterungsbau von Diethelm Hoffmann geschaffen, der neben weiterer Ausstellungsfläche unter anderem die Einrichtung der Malklasse, des Videostudios und der Fachbibliothek ermöglicht hat. Ein neuer Eingangsbereich des Architekturbüros Sunder-Plassmann öffnet die Kunsthalle seit 2012 zur Kieler Förde hin.