Neues Museum

Luitpoldstrasse 5, 90402 Nürnberg, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Luitpoldstrasse 5
PLZ/Ort
90402 Nürnberg
Land
Deutschland
Telefon
(0911) 240 20 69
Fax
(0911) 240 20 29

Web
http://www.nmn.de

Beschreibung

Im Zentrum Nürnbergs nimmt das Neue Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg eine bedeutende Rolle für Gegenwartskunst und Design im staatlichen Museumsverbund des Freistaats Bayern ein.

Das Museum liegt am Klarissenplatz und wurde nach einem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung Ende der 1990er Jahre gebaut; die Bauarbeiten fanden in den späten 1990er Jahren statt, eröffnet wurde das Haus im April 2000. Architektur und Platzbezug verbinden zeitgenössische Baugestalt mit dem historischen Stadtkern; in das Gebäude integriert ist eine textuelle künstlerische Arbeit, die das Verhältnis von Kunstwerk und Betrachter thematisiert und an lokalen Geistesgrößen anknüpft.

Die künstlerische Sammlung fußt auf der seit 1967 entstandenen städtischen Sammlung internationaler zeitgenössischer Kunst und wurde seither durch Stiftungen, Leihgaben und gezielte Ankäufe ausgebaut. Die Ausstellungskonzeption zeigt in selektiven Schlaglichtern Stationen der internationalen Kunstgeschichte von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Im Designbereich kooperiert das Museum mit Die Neue Sammlung in München und präsentiert daraus ausgewählte Objekte der internationalen Designgeschichte seit 1945.

Das Haus verfügt über rund 4.500 Werke (inklusive Leihgaben und Schenkungen) und verzeichnete in den ersten zwei Jahrzehnten seines Bestehens nahezu 1,5 Millionen Besucher. Zu den vertretenen Künstlern zählen unter anderem Andy Warhol, Joseph Beuys und Neo Rauch; als bedeutendes Sammlungsstück gilt Richard Lindners Gemälde „Telephone“ (1966). Das Museum betreut zudem den künstlerischen Nachlass eines Malers und pflegt langfristige Leihgaben aus privaten Sammlungen.

Zu den Neuerwerbungen und Schenkungen gehören eine monumentale Skulptur von Tony Cragg im Foyer, Arbeiten von Thomas Ruff sowie ein großformatiges Triptychon, das kurz vor dem Tod seines Schenkers an das Museum kam. Erwerbungen und Leihgaben erweiterten den Bestand beständig; eine bedeutende Dauerleihgabe aus dem Jahr 2013 brachte 69 Werke, darunter 28 Bilder von Gerhard Richter, und machte das Haus zur drittgrößten Richter-Sammlung weltweit. Ebenfalls gezeigt und angekauft wurde die begehbare Wasserinstallation „Hexagonal Water Pavilion“ von Jeppe Hein, die mehrfach auf dem Klarissenplatz und an weiteren städtischen Orten präsentiert wurde.

Unweit des Hauses liegt ein städtischer Skulpturengarten im Zwinger zwischen Sterntor und Frauentor, eröffnet 2004, mit neun vor Ort installierten Arbeiten verschiedener Künstler, die im Außenraum zwischen alten Bäumen und Mauern zu sehen sind.

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