Die Walpurgishalle ist ein tempelartiger Bau im altgermanischen Stil. Sie thront hoch über dem Bodetal, auf dem sagenumwobenen Hexentanzplatz. Sie erreichen sie entweder nach einer kleinen Wanderung, mit dem Auto, Bus oder mit der Seilbahn – inklusive atemberaubendem Ausblick.
Am Giebel des eindrucksvollen Gebäudes schaut der Göttervater Wotan – auch bekannt als Odin – mit einem Auge auf die Besucher herab. Erfahren Sie bei einer Führung mehr über Wotan Sage oder leihen Sie sich den Audio-Guide vor Ort aus und erkunden Sie die altehrwürdigen Hallen auf eigene Faust.
Errichtet wurde die Walpurgishalle nach der Vision von Harzmaler Hermann Hendrich (1854-1931), der sich der Darstellung deutscher Sagen und Märchen verschrieben hatte. Er wollte einen Ort schaffen, um seinen Gemäldezyklus zur Walpurgisnacht nach Goethes "Faust" zu präsentieren. Dieser Ort sollte keine einfache Galerie sein, sondern selbst ein Kunstwerk im altgermanischen Stil, das die mystische Atmosphäre des Harzes einfing.
Hendrich trat mit seiner Idee an den renommierten Berliner Architekten Bernhard Sehring heran, der besonders für seine Bauten im Jugendstil und das „Theater des Westens“ bekannt ist. Er lieferte einen Entwurf im charakteristischen, blockhausartigen germanischen Stil, der perfekt zu Hendrichs Vorstellungen passte.
Zur Eröffnung – die passenderweise unter tosendem Gewitter stattfand – 1901 stiftete Hendrich seine fünf großformatigen Gemälde als Herzstück der Ausstellung. Diese zeigen Szenen (Irrlichttanz, Mammonshöhle, Hexentanz, Windsbraut und Gretchentragödie) aus der Walpurgisnacht und hängen bis heute in der Walpurgishalle.