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Neu: Physharmonika von Adolf Wagner, Stuttgart vor 1900?

06. Dec 2020
Musikhistorische Sammlung Jehle

Am linken Rand des gelblichen Bretts unter der Abdeckung senkrecht groß und schwarz „1882“ (Jahreszahl oder Seriennummer?), am hinteren Rand dieses Bretts mittig ein stark verblaßter ehemals wohl schwarzer Stempel o. Ä., lesbar noch „Stuttgart [?] / Central Pianoforte &[?] Harmonium / [Firmenlogo] / Magazin / Adolf Wagner“. Höhe bei geschlossenem Deckel 82,5 cm, Breite 62 cm, Tiefe 32 cm

Aus dem Korpus kommt unten mittig vorn und hinten je ein Messingstift heraus, am unteren Ende des Stifts ein Gewinde, daran ist – sozusagen zwischen den Stiften – eine Holzleiste befestigt, die in der Mitte eine Öse hat, in der Öse steckt eine Messingstange, die unten in der Öse des Pedals steckt: tritt man das Pedal, zieht man innen die beiden Blasebalge (einer vorn, einer hinten quer) herunter, mit einer Stahl­feder ziehen sie sich wieder nach oben.

Über Adolf Wagner läßt sich online nicht allzu viel erfahren, immerhin so viel: er gründete seine Firma in Stuttgart im Jahr 1869 und baute bis „ca. 1903“, er war verheiratet mit „Mrs. Steinbrück“ mit Querverweis auf Johann Christoph Steinbrück, der ab 1782 in Gotha Klaviere baute; außerdem heißt es: „Von dit pianomerk sijn bouwjaren en seriennummers niet bekend uit Duitse productie“ (jvanmedevoort. nl./piano ...).

Inv. M.I.Ha.17

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