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DIE PREISTRÄGERIN 2019 STEHT FEST!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 10. Oct 2019

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis 2019 geht an Anke Ortlieb aus Rehna (Nordwestmecklenburg). Ausgezeichnet wird die Neuerscheinung "Mäh! Maa! Möh! Versteihst?". Das im Demmler-Verlag Ribnitz-Damgarten gerade herausgekommene Kinderbuch richtet sich an Kinder ab 9 Jahren.

Das Buch nimmt seine jungen Leser ernst, ist humorvoll, steckt voller Phantasie, dabei im besten Sinne modern. Neben dem Plot beeindruckte die Jury die Sprache: Der Text überzeugte vollständig. Zusätzlich zum plattdeutschen Text enthält das Buch auch eine hochdeutsche Übersetzung. Bei zahlreichen Einsendungen und Vorschlägen aus ganz Norddeutschland sah die Jury in Anke Ortliebs Buch eine herausragende Einladung zum Kennen- und Liebenlernen des Plattdeutschen.

Anke Ortlieb lernte Plattdeutsch schon als Kind von ihrer Mutter. Als Deutschlehrerin unterrichtet sie Niederdeutsch in der Schule. Dabei fiel ihr auf, dass es leider noch zu wenig moderne Bücher für Kinder und Jugendliche in niederdeutscher Sprache gibt.

Die Autorin, Jahrgang 1971, lebte mit ihrer Familie viele Jahre in einem alten mecklenburgischen Pfarrhaus mit einem riesigen Garten. Und natürlich hatten dort auch Schafe ihr Zuhause, denn jemand musste ja den Rasen kurz halten. Rosa, Moppel und Fuch hat es also wirklich gegeben. Fuch wurde als Lämmchen mit der Flasche großgezogen. Er begleitete die Autorin auf vielen Spaziergängen und war das freundlichste und zahmste Schaf, das man sich nur vorstellen kann.
Moppel war genauso verfressen, wie sie im Buch beschrieben wird. Und Rosa respektierte tatsächlich keinen Zaun.

Rosa, Moppel und Fuch sind drei pfiffige und mutige Schafe auf der Suche nach jemandem, der sie versteht und der Platt redet. Denn Hochdeutsch ist eine Fremdsprache für die drei. Daran ist Heini Schuld, ihr alter Bauer, bei dem sie ein wirklich gutes Leben haben. Aber auf einmal ist Heini weg und das gute Schafsleben ist vorbei. Als dann auch noch der Schlachter auf den Hof kommt, ist es Zeit auszubrechen und ein neues Zuhause zu suchen.

„Mäh! Maa! Möh! - Versteihst?" ist im Mecklenburg-Vorpommern-Platt - nach der Orthografie von Renate Herrmann-Winter - geschrieben, lektoriert von Ulrike Stern und zauberhaft illustriert von der Autorin selbst.

Der mit 2.000 Euro dotierte Fritz-Reuter-Literaturpreis wird seit 1999 jährlich vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Stadt Stavenhagen vergeben - 2019 zum 21. Mal. Gegenstand des Würdigung sind neue Literatur in niederdeutscher Sprache (Lyrik/ Prosa), sprach- bzw.

literaturwissenschaftliche Arbeiten sowie die Förderung des Niederdeutschen. Finanziert wird der Preis zu gleichen Teilen durch die Reuterstadt Stavenhagen und die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin.

Verliehen wird der Preis traditionell am 7. November, dem Geburtstag Fritz Reuters, im Schloss seiner Heimatstadt Stavenhagen.

Bisherige Preisträger waren u.a. Johann Diedrich Bellmann (1999), Jürgen Grambow (2000), Wolfgang Mahnke (2003), Arnold Hückstädt (2004), Lisa Milbret (2006), das Redaktionskollegium der Zeitschrift Quickborn (2007), Manfred Brümmer (2010), der Bund Niederdeutscher Autoren e.V. (2011), Jens Jacobsen und Frerk Möller (2013), Siegfried A. Neumann (2015), zuletzt Hartwig Suhrbier (2017) und Helmut Hillmann (2018).

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Ausstellungseröffnung „marsiske – serielle Versuche“

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 05. Sep 2019

„Was für ein schöner Tag in Stavenhagen, die Ausstellung in der Kirche und im Museum, es war ein großes Fest, vielen Dank dafür!“, so oder so ähnlich konnte man es am Sonntag, dem 25. August, immer wieder aus vieler Munde hören. Beginnend mit einem gut besuchten Gottesdienst, der ganz auf die „Apostel im Gestühl“, eine Bilderinstallation Klaus Marsiskes im Chorgestühl, bezogen war. Die Bildobjekte des Greifswalder Künstlers in der Reuterstädter Doppel-Ausstellung sind allesamt „serielle Versuche“, Reihungen, Fortsetzungen, Variationen – die archetypischen Porträts, die quasi mitten unter uns Platz genommen haben und ein Wechselspiel mit den Besuchern wie mit den Aposteldarstellungen an der Orgelempore aufnahmen, ebenso die großformatigen Werke, die Graphikblätter und Fabelwesen im Museum. Die musikalische Gestaltung lag beim in großer Besetzung auftretenden Bläserkreis M-V unter der Leitung von Martin Huss, der die Stavenhagener und Gäste aus nah und fern mit breiter Repertoireauswahl aus der Kirche schließlich in die Stadt, ins Museum und auf den Museumshof begleitete.

Mit deutlich über einhundert Besuchern war die Ausstellungseröffnung im Fritz-Reuter-Literaturmuseum so gut besucht wie selten. Trotz anfänglich dichtem Gedränge leerte sich der Ausstellungsraum nur langsam. Viele der Besucher suchten den direkten Austausch mit anderen Gästen, mit Klaus Marsiske, oder das Zwiegespräch mit dessen Werken. Marsiske hatte sich anfangs auf wenige Worte beschränkt, kurz auf Zahlensymbolik in dwen Bildern Bezug genommen, wollte die namenlosen Ergebnisse eines teils langwierigen Entstehungsprozesses ganz für sich stehen lassen, passend zu seiner Arbeitsweise, die Versuch und Irrtum, Veränderungen oder Umdeutungen zulässt. Schließlich aber erlebte man ihn ausdauernd im offenen Gespräch. So blieben Museumshof, wo Speis und Trank geboten wurde, und der Sonderausstellungsraum auf Stunden gut gefüllt.

Die Ausstellung „marsiske – serielle Versuche“ wird bis zum 13. Oktober gezeigt.

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Das war die Museumshoffete 2019!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Aug 2019

Die zweite Augusthälfte machte den Museumshof zu einem vielfach genutzten Veranstaltungsort. Den Anfang machte am 16. August die abermals ausverkaufte Museumshoffete.
ÄtenDrinkenVertellenVerpusten, für alles war aufgrund Tatkraft und Engagement des Fördervereins und der Mitarbeiter von Museum und Stadtbauhof gesorgt. Auch das Wetter erwies sich als sommerlich. Und so stand auch dem Kulturerlebnis nichts im Wege. Mit Petra Schwaan-Nandke war eine vielseitige Künstlerin gewonnen, die für die Bühne geboren zu sein scheint. Beim Stand-Up-Programm der Schauspielerin, Rezitatorin und Autorin, die nun auch noch „Theaterdirektorin“ ist, blieb dann auch kaum ein Auge trocken. Sogar das Buffet mußte ein paar Minuten warten …

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70 Jahre Reuterstadt - 70 Jahre Reuter-Museum

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 01. Aug 2019

Der 75. Todestag Fritz Reuters am 12. Juli 1949 hatte den äußeren Anlass gegeben: Die Landesregierung verlieh Stavenhagen den Titel "Reuterstadt" und zugleich wurde ein Reuter-Museum gegründet, dem damals sogleich das berühmte Reuter-Porträt von Theodor Schloepke zum Geschenk gemacht wurde.

Grund genug also, zum diesjährigen 145. Todestag Fritz Reuters auch auf Reuterstadt- und Museums- "Geburtstag" zu blicken - und anzustoßen. Zumal wieder ein "Geschenk" ins Haus stand. Der Einladung zum festlichen Empfang am 12. Juli 2019 waren viele Einwohner der Reuterstadt, Vertreter von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Handwerk aus Stavenhagen und dem Landkreis, Reuter-Freunde aus Nah und Fern, ehemalige Mitarbeiter und aktive Museumskollegen aus der Umgebung und auch die Presse gefolgt.Besondere Glückwünsche überbrachte der Bürgermeister der Bergringstadt Teterow.

Den Reden, Glückwünschen und Dankesworten ging nicht allein die Reuterehrung am Denkmal des Dichters durch Stadtpräsidenten Klaus Salewski und die erste Stellvertreterin des Bürgermeisters Berit Neumann voraus, sondern auch eine große, gut besuchte Plattdeutsch-Lesung des Bundes Niederdeutscher Autoren in den Räumen des Museums. Die Bühne für die eigentliche "Geburtstagsfeier" bot der passend geschmückte Museumshof. Prägnant vorgetragene Reden gaben launig Rück- oder Ausblicke. Den Abschluss bildete die Präsentation einer Neuerwerbung des Museums. Mit Unterstützung der Gut Schwichtenberg GmbH & Co KG, der Wohnungsverwaltung GmbH Stavenhagen, der Wärmeversorgung GmbH Stavenhagen, der LKW-Center-Petersen GmbH Stavenhagen und der Reuterstadt war es möglich, eine einzigartige Porträtbüste des Dichters aus einer privaten Sammlung im Rheinland für Stavenhagen zu erwerben.

Musikalisch unterhalten von Saxophonist Holm Heinke ließen viele Gäste den Abend bei anregenden Gesprächen - und in Erwartung der Feierlichkeiten in fünf Jahren - ausklingen.

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