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AUSSTELLUNGEN LEIDER WIEDER GESCHLOSSEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 20. Apr 2021

Pandemiebedingt ist das Fritz-Reuter-Literaturmuseum bis auf weiteres erneut geschlossen. Das Museumsteam bleibt aber von Montag bis Freitag zwischen 10 und 17 Uhr telefonisch und per Mail erreichbar.

Trotz verschlossener Tür tut sich im Museum so einiges. Wir räumen um und auf, renovieren, entwickeln Produkte für den Museumsshop, lernen mehr über digitale Möglichkeiten – und hoffen, bald wieder „normalen“ Museumsbetrieb zu haben und Gäste begrüßen zu können.

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EINGRESCHRÄNKTE ÖFFNUNG DES MUSEUMS UND DER TOURISTINFORMATION

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Apr 2021

Entsprechend der Bund-Länder-Beschlüsse ist auch das Fritz-Reuter-Literaturmuseum pandemiebedingt derzeit für den Besucherverkehr nur eingeschränkt geöffnet. Veranstaltungen finden nicht statt. Die MitarbeiterInnen bleiben telefonisch (montags bis freitags zwischen 10 und 17 Uhr) und per E-Mail erreichbar. Dies gilt auch für die Touristinformation.

Wir hoffen, Sie bald wieder im FRLM begrüßen zu dürfen. Momentan können Sie mit uns einen Besichtungstermin vereinbaren und mit aktuellem COVID-19-Test alle Ausstellungen ansehen und die Touristinformation oder den Museumsshop besuchen. Eine Finissage der Sonderausstellung „Das, was wir sehen in Zeit und Raum, ist nur ein Traum in einem Traum“ mit Zeichnungen und Malerei von Peter Wall aus Seedorf soll es geben, sobald Museum und Sonderausstellung wieder eine Zeitlang dauerhaft geöffnet waren. Ein Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

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ERSTE BESUCHER NACH DEM LOCKDOWN MIT BLUMEN EMPFANGEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 18. Mar 2021

Nach so langer Schließzeit war es für die Mitarbeiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums wie bei einer Neueröffnung. Weil es immerhin viereinhalb Monate geschlossen war, bekamen die ersten Besucher einen Blumenstrauß von Marit Haferkorn, stellvertretende Leiterin überreicht.

Das waren Ulrich Ganschow aus Stavenhagen mit seinem achtjährigen Enkel Carlo Spradau. „Er geht in Jürgenstorf zur Schule und hat dort Plattdeutsch“, sagte Ganschow. Deswegen sei er interessiert gewesen. Beide hätten sich schon länger für einen Museumsbesuch verabredet. Doch bis sie tatsächlich durch die Ausstellung über das Leben und die Literatur von Fritz Reuter streifen konnten, mussten sie wegen der Corona-Beschränkungen einige Monate warten.

„Es war höchste Zeit, dass wir wieder öffnen“, sagte auch Marit Haferkorn. Am ersten Tag fanden zwar nur vier Besucher den Weg in das Museum am Stavenhagener Markt. Doch der Besucherbetrieb müsse nach einer so langen Zeit erst wieder anlaufen, meinte sie. Ohne Touristen im Land sei das aber gar nicht so einfach. So waren die ersten Interessierten auch aus der Reuterstadt selbst. Man hofft natürlich auf mehr. Auf Busse und Touristen-PKW mit eher fremden Kennzeichen.

Die Besucher schauten sich die Dauerausstellung und auch die Sonderschau mit Ölmalerei und Zeichnungen von Peter Wall aus Seedorf am Malchiner See an. Letztere war eigentlich nie eröffnet worden, berichtete Marit Haferkorn. Denn nach dem geplanten Eröffnungstermin am 1. November musste das Museum geschlossen werden. Deswegen habe man den Termin abgesagt. Die zumeist surrealen Arbeiten des freiberuflichen Malers und Illustrators unter dem Motto „Das, was wir sehen in Zeit und Raum, ist nur ein Traum in einem Traum“ werden noch ein paar Wochen zu sehen sein. Im Museum denkt man aber schon darüber nach, wenigstens zum Abschluss der Ausstellung eine Finissage zu veranstalten.

Kontakt zum Autor
e.kruse@nordkurier.de

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Reuterstädter Literaturtage boten Vielfalt und Klasse

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Oct 2020

Ja, die Bedingungen waren erschwert und durchaus immer noch ungewohnt für Veranstalter, Gäste und Publikum. Rückblickend aber hat es sich gelohnt.

Die Gäste kamen gern nach Stavenhagen und lockten Publikum aus Berlin, Rostock, Greifswald, Demmin, Neubrandenburg oder Neustrelitz, vor allem aber die Stavenhagener selbst. Auch bei eingehaltenen Corona-Regeln sprang der Funke ausnahmslos über, ein Knistern, Rührung oder Staunen lagen in der Luft.

Beim Auftakt mit Cornelia Nenz und Christian Peplow, als mit Händen greifbar wurde, warum Alwine Wuthenow in die vorderste Reihe der Niederdeutsch-Dichter gehört.

Als Oliver Hohlfeld und Sophie Dietel im Museum ganz ernsthaft über die Bedeutung von Kultur und ihre Bedrohung sprachen und die Zuhörer auf eine absurd-komische Reise in Landes- und Kommunalpolitik, vor allem aber in die Institution Theater mitnahmen.

Als Gunnar Decker im Schloss DDR-Literatur, Weltpolitik und persönliche Erinnerung brillant verflocht.

Und als es in der Stadtkirche schnurrte, flötete, fauchte und raunte, dass es nur so eine Freude war, als es äußerlich kalt und durch Christians Steyers Vortragskunst innerlich warm wurde.

Mit den wendungs- und pointenreichen plattdeutschen Geschichten von Edeltraut Richter, von ihr selbst so schnörkellos vorgetragen.

Und als Irmtraud Gutschke uns in Aitmatows Träume mitnahm und großes Weltempfinden den Saal füllte.

Wiederbegegnungen und Neues, gleich zwei Buchpremieren, darunter eine des Aufbau-Verlages. Und immer wieder lag der Begriff Heimat in der Luft, alles andere als verstaubt und abgelegt. Und auch die Wende, ihre geistigen Grundlagen und die Vereinigung waren passend zu „30 Jahre Deutsche Einheit“. Anlass für kluge Sätze, Fragen und Gespräche, die nachhallen.

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22. Fritz-Reuter-Literaturpreis an Gisbert Strotdrees vergeben!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 15. Oct 2020

22. Fritz-Reuter-Literaturpreis: Auszeichnung für ein faszinierendes Buch: IM ANFANG WAR DIE WOORT

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis 2020 geht an Gisbert Strotdrees aus Münster in Westfalen. Ausgezeichnet wird der Autor für sein Buch "Im Anfang war die Woort. Flurnamen in Westfalen" (= Westfälische Beiträge zur niederdeutschen Philologie, Bd. 16), das 2017 und in unveränderter Neuauflage 2018 erschien. In seinem Buch, dessen Beiträge zu großen Teilen auf einer Zeitungsserie des Autors basieren, hat Gisbert Strotdrees die Erkenntnisse des wissenschaftlichen Langzeitprojekts "Westfälischer Flurnamenatlas" für ein breites Publikum aufbereitet.

Sprachgeschichte, Sprachgeographie, Siedlungsgeschichte und Landwirtschaftsgeschichte werden zu einer hochinteressanten Lektüre für "jedermann" verwoben. Strotdrees "verdichtet" und "übersetzt" sprachwissenschaftliche Grundlagenforschung so hervorragend, daß Zusammenhänge, Besonderheiten und Entwicklungslinien von Sprache und Landschaft klar vor Augen treten. Sprachlich und fachlich überzeugend schafft er etwas, das nach einhelliger Meinung der Jury beispielgebend für viele weitere Regionen ist. In Text und Bild bietet das Buch einen ungewohnt faszinierenden Blick auf die Geschichte der Landschaft und der Menschen und der niederdeutschen Sprache.

Die vermeintliche Spezialdisziplin Flurnamenforschung erweist sich bei Gisbert Strotdrees als ein übergreifendes, uns alle interessierende und berührendes Forschungsgebiet. Flurnamen wie Woort, Esch, Geist, Kamp, Brink oder Kopp, zumeist mündlich durch die Jahrhunderte gereicht und heute nicht selten Rätsel aufgebend, sind ganz gegenwärtig. Die Arbeit zeigt exemplarisch wie aus Wörtern Namen werden und über Generationen, häufig über Jahrhunderte, in der naturräumlichen Umgebung des Menschen gespeichert werden. Strotdrees macht Lust, genauer hinzusehen.

"Am Anfang war die Woort" ist nicht nur eine umfassend volkskundliche Arbeit. Strotdrees' Buch zeigt wie nebenbei, dass wir auch heute ganz unmittelbar vom Niederdeutschen umgeben sind - häufig ohne es zu merken.

Insofern ist das buch eine Reise in den niederdeutschen Sprachkosmos, auch in (scheinbar) untergegangene Sprachwelten. Das Buch zeigt - ganz aktuell - den Wandel von Natur und Landschaft und deren Wahrnehmung durch eine niederdeutsch sprechende, weitgehend ländlich-bäuerliche Bevölkerung. Es sind häufig die einzigen sprachlichen - und zumeist niederdeutschen - Zeugnisse, die diese Bevölkerungsmehrheit verbreitet und hinterlassen hat. Gisbert Strotdrees macht sie lesbar.

Unter den Einsendungen und Vorschlägen aus ganz Norddeutschland sah die Jury in diesem Buch eine herausragende Vermittlungsarbeit und eine neuerliche Einladung zum Kennen- und Liebenlernen des Plattdeutschen.

Der mit 2.000 Euro dotierte Fritz-Reuter-Literaturpreis wird seit 1999 jährlich vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Stadt Stavenhagen vergeben - 2020 zum 22. Mal. Gegenstand des Würdigung sind neue Literatur in niederdeutscher Sprache (Lyrik/ Prosa), sprach- bzw. literaturwissenschaftliche Arbeiten sowie die Förderung des Niederdeutschen. Finanziert wird der Preis zu gleichen Teilen durch die Reuterstadt Stavenhagen und die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin.

Verliehen wird der Preis traditionell am 7. November, dem Geburtstag Fritz Reuters, im Schloss seiner Heimatstadt Stavenhagen.

Bisherige Preisträger waren u.a. Johann Diedrich Bellmann (1999), Jürgen Grambow (2000), Wolfgang Mahnke (2003), Arnold Hückstädt (2004), Lisa Milbret (2006), das Redaktionskollegium der Zeitschrift Quickborn (2007), Manfred Brümmer (2010), der Bund Niederdeutscher Autoren e.V. (2011), Jens Jacobsen und Frerk Möller (2013), Siegfried A. Neumann (2015), ebenso Hartwig Suhrbier (2017) und zuletzt Anke Ortlieb (2019).

Gisbert Strotdrees, geboren 1960 in Harsewinkel, absolvierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Bielefeld ein Lehramtsstudium mit den Fächern Geschichtswissenschaft, Germanistik und Pädagogik, das er 1986 mit der Ersten Staatsprüfung für Lehramt (Sekundarstufen I und II) abschloss. Seit 1988 arbeitet er als Redakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben in Münster für die Themenfelder Kultur, Freizeit, Agrar- und Landesgeschichte sowie Familie / Soziales.

Zahlreiche Buchveröffentlichungen des mehrfach ausgezeichneten Journalisten und Historikers, die meisten im Landwirtschaftsverlag Münster, beschäftigen sich mit der Alltagskultur, Agrargeschichte und Sozialgeschichte Westfalens und Nordwestdeutschlands. Sein Publikationsverzeichnis umfasst ebenso Arbeiten zur Migrationsgeschichte wie Biografienbände (z.B. "Es gab nicht nur die Droste. Sechzig Lebensbilder westfälischer Frauen", 1992, und "Ein Mann im Widerspruch. Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst", 1995).

Zwischen 2001 und 2008 veröffentlichte er drei Kinderbücher, die auf eingängige Weise das Leben auf dem Land und moderne Landtechnik erläutern und teils vielfache Übersetzungen erfuhren.

Seit 2001 ist der Preisträger Mitglied der Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen. Er hält regelmäßig Vorträge und nimmt seit 2003 Lehraufträge „Journalismus und Wissenschaft (Geschichte/Alltagskulturforschung)“ am Historischen Seminar – Abteilung für westfälische Landesgeschichte – der Universität Münster wahr.

Gisbert Strotdrees lebt mit seiner Familie in Münster-Hiltrup.

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Berührender Auftakt der Literaturtage

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 03. Oct 2020

Gäste und Veranstalter waren sich einig: berührend und poetisch war das Programm, mit dem am 16. September – an ihrem 200. Geburtstag – der plattdeutschen Dichterin Alwine Wuthenow (1820 – 1908) gedacht wurde.

Cornelia Nenz und Christian Peplow verstanden es, Werke und Leben der Vielgelobten zu verweben und für die Zuhörer in Schwingung zu bringen.

Mit ihrer Interpretation der Gedichte Wuthenows und einer sehr persönlichen Vorstellung der Dichterin wurde überdeutlich, warum ihr ein Ehrenplatz in der niederdeutschen Literaturgeschichte gebührt.

Übrigens: Bücher mit den Gedichten oder auch Briefe Alwine Wuthenows können im Fritz-Reuter-Literaturmuseum erworben werden.

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Sonderausstellung mit Grüßen aus der Stille

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 02. Oct 2020

Hörst Du es auch? Hören Sie es auch? Sehen und spüren Sie es? Die Bilder von Christine Meyer laden tatsächlich nicht nur zum Sehen, sondern auch zum „Hören“ und „Fühlen“, zum Nachspüren ein. Sie haben in ihrer Zartheit eine Kraft, der man sich nicht ohne weiteres entziehen kann.

So erging es bisher wohl allen Besuchern und besonders den Gästen der Ausstellungseröffnung am 13. September.

Die Ausstellung im Fritz-Reuter-Literaturmuseum präsentiert Bilder, die seit 2016 entstanden, einige erst in den letzten Monaten. Christine Meyer hat unübersehbar eine eigene „Handschrift“ entwickelt – dabei begegnen wir keinem Einerlei, sondern großer Vielfalt in Technik und Thematik.

Die Ausstellung ist noch bis zu 25. Oktober im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu sehen.

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Eine Wanderung zwischen Gestern und Heute ins Stavenhagener Stadtholz

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 28. Aug 2020

Am 23. August konnte die Buchpremiere für das kikut-Wanderbüchlein „Von der Reuterstadt Stavenhagen nach Ivenack“ nachgeholt werden. Das interessierte Publikum – aus Stavenhagen, der nähren und weiteren Umgebung – ging mit den Autoren Michael Häcker und Manfred Piontek „auf Schuster Rappen“ ganz real auf Wanderschaft vom Reuterdenkmal bis in die Krähenberge und tauchte dabei vor allem in geschichtliche und geologische Fragestellungen ein. Dem Premierenspaziergang sollen (auch für feste Gruppen) weitere Termine folgen. Das Büchlein kann für 4,50 € im Museum erworben werden.

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Ingrid und Ulf Annel zu Gast in Stavenhagen

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

Nein, eine Museumshoffete konnte es nicht sein. Und doch war es mehr als ein Ersatz für die sommerliche Kultveranstaltung.

Selbst bei, wegen Abstands- und Hygieneregeln reduzierter Gästezahl – gekommen waren am 7. August ein gutes Drittel sonstiger Besucher – wäre der Museumshof zu klein gewesen. Alternativ zeigte der Schlosshof seine Klasse. Bei hochsommerlichen Temperaturen, leichtem Wind, der die Besucher erfrischte (und das Abbild des an diesem Abend im Mittelpunkt stehenden Dichters zu Fall brachte) und ausreichendem Schatten konnte das unterhaltsame Anekdotenprogramm mit dem Erfurter Autorenpaar Ingrid und Ulf Annel „über die Bühne gehen“.

Der „schillernde Friedrich“ stand den Zuhörern dabei weniger als Dichterheroe, denn als Mensch vor Augen: Mit den nötigen Beschränkungen mag es sich gänzlich „anders“ und ungewohnt „anfühlen“, aber die Veranstaltung lieferte mehr als ein virtueller Stream es vermag. So bleibt der Austausch zwischen Künstlern und Publikum wichtig, ebenso das einende Erlebnis, ein wichtiges Band auch zwischen den Mitgliedern des Fördervereins Reutermuseen e.V.

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„Liquid Soul“ in der Stavenhagener Stadtkirche

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

„Musik, die auszog, das Staunen zu lehren:“ So urteilte die Weltmusikzeitschrift Folker über die ungewöhnlichen Klänge des Duos Liquid Soul. Liquid Soul – das sind Gert Anklam und Beate Gatscha aus Berlin.

In der unter Corona-Regeln gut gefüllten Stadtkirche gab das Duo nach der musikalischen Umrahmung der Vernissage zur Sonderausstellung der Potsdamer Künstlerin Barbara Illmer am 2. August ein kleines Konzert in der Stavenhagener Stadtkirche. Erneut ging von der Kunst an jenem Sonntag eine spürbare, sich übertragende Faszination aus. Ähnlich bescheiden wie Barbara Illmer hätten auch die Musiker Beate Gatscha und Gert Anklam allein die Musik sprechen lassen können. Allein, die einzigartigen Instrumente drängten nach Erklärung, und auch in spontan auftretende „Verbindungen“ zwischen der Musik und den im Museum ausgestellten Objekten, also zwischen den Künstlern, wurden die Zuhörer einbezogen.

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„Verschlossene Werte“ – Eröffnung der Sonderausstellung von Barbara Illmer

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

Am 2. August eröffnete das Fritz-Reuter-Literaturmuseum die erste Sonderausstellung seit Beginn der Corona- Einschränkungen. Dabei lassen sich mit den Fragen, die die Potsdamer Künstlerin Barbara Illmer beschäftigen, vielfältige aktuelle – eigentlich allgemeingültige – Bezüge herstellen.

Mehr als zwei Dutzend interessierter Gäste hatten sich, trotzbedrohlichen Sturms und Regens, der erst pünktlich zur Vernissage aufhörte, eingefunden. Sokonnten die Eröffnungsreden vor den weit geöffneten Türen des Hauses auf dem Markt gehalten werden. Der Eintritt in die Ausstellung – in der Art einer Kunst- und Wunderkammer – war vorab und im Anschluss nur in kleinen Gruppen möglich. Die Kunstwissenschaftlerin und Galeristin Gabriele Ivan gelang der Spagat, vor dem Haus „durch die Ausstellung zu führen“. Ihre mit „Naturwunder – Kunstwunder“ betitelte Einführung war eine einprägsame Erklär- und Deutungshilfe, die die Arbeit der Objektkünstlerin in den historischen Rahmen und gegenwärtige Kunsttendenzen einordnete und eine „Sehhilfe“ für die Tiefen der einzelnen Objekte bot.

Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte das Duo „Liquid Soul“ aus Berlin, die im Anschluss noch ein kleines Konzert in der Stadtkirche gaben.

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Von der Reuterstadt Stavenhagen nach Ivenack - Das neue Kikut Sonderheft ist da!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 24. Jul 2020

Wir wollen Sie einladen zu einer Wanderung, die Grenzen überschreitet.
Nicht, dass sie Sie an körperliche Grenzen bringen würde. Aber Sie überwinden Grenzen anderer Art: Sie spazieren ganz gegenwärtig und werfen zugleich immer wieder Blicke in die Vergangenheit. Auch Stadt- und Gemeindegrenzen sind natürlich keine Hürde.
Es gefällt, wie selbstverständlich uns die Autoren Michael Häcker und Manfred Piontek vor Augen führen, dass die Stadt Stavenhagen, der Ivenacker Tiergarten mit seinen uralten Eichen und auch die Gemeinde Ivenack eng miteinander verbunden sind. Etwas, das übrigens auch Fritz Reuter schon wusste. Ganz unaufdringlich kommt er immer wieder zu Wort, während wir im Plauderton spazieren. Dabei wird es durchaus auch sagenhaft, aber vor allem faktenreich. Und so dürfen wir Ihnen versprechen, dass alle Leser, jung oder alt, auf unterhaltsame Art viel Interessantes und Neues erfahren. Manch knifflige Frage zur Geschichte der Reuterstadt wird hier wie nebenbei beantwortet.
Handlich, reich illustriert und mit aussagekräftigem Kartenmaterial versehen – so kann die neueste Publikation aus dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum mit Gewinn im heimischen Lesesessel, im Hotel- oder Ferienzimmer und ebenso beim Spaziergang durch unsere herrliche Natur- und Kulturlandschaft gelesen werden.
Erhältlich ist die Broschüre für nur 4,50 Euro im Fritz-Reuter-Literaturmuseum, in der Stadtinformation sowie in der Stadtbibliothek Stavenhagen.

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Wiedergefunden – Wedderfunn`n

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 01. Jul 2020

Erwartungsvoll war die Stimmung am 24. Juni – als mit der ersten Mittwochslesung 2020 zur ersten Veranstaltung nach dreieinhalb Monaten eingeladen werden konnte.

Auch der Wettergott hatte ein Einsehen. Fast war es schon zu heiß, aber das hielt die Freunde des Plattdeutschen und Kenner der Lesekünste von Christian Voß nicht ab. Mit dem nötigen Abstand wurde der Museumshof zur nachmittäglichen Lesebühne. Der Pastor i. R. las die Novelle „Wedderfunn`n“ von Felix Stillfried. Ein Titel mit aktueller Symbolik, vor allen aber ein Werk, dass mit viel Sprachgefühl und feinfühliger Komposition nie kitschig daherkommt und beim Leser bzw. Hörer tiefe Rührung hervorrufen kann. So entstanden auch „Bilder“, die mehrfach an Reuter erinnern.

Als „Zugabe“ zum Wiedersehen bekam das Publikum von Christian Voß noch mehrere an Tarnow erinnernde Stillfried- Riemels und eigene kleine Dichtung „geschenkt“.

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Es ist wieder geöffnet!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 31. May 2020

Unter Corona- Bedingungen waren es erstaunlich viele Besucher, die am Internationalen Museumstag – zumeist aus der näheren und weiteren Umgebung – in das Fritz-Reuter-Literaturmuseum kamen. Rechtzeitig wurden die notwendigen Auflagen umgesetzt, und die Besucher hielten sich mit viel Verständnis an die Regeln. Dabei bekam auch die Sonderausstellung über Daniel Sanders endlich die verdiente Aufmerksamkeit. Noch sind alle bisher geplanten Veranstaltungen ausgesetzt, wir prüfen aber erste Ideen für Umsetzversuche unter Corona- Bedingungen.

Der eigentliche „Star“ aber war die Museumstür, die kurz nach zehn Uhr übergeben wurde und durchschritten werden konnte. Interessierte Besucher und Museumsfreunde waren der Einladung gefolgt. Freude und Stolz waren den Museumsmitarbeitern deutlich anzumerken. Ihr Dank galt der Reuterstadt mit ihrem koordinierenden Bauamt, stellvertretend genannt sei Christina Michael, dem Gutachter Dietmar Gallinat und dem Tischler Rainer Nohl aus Briggow.

Die Stavenhagener Museumstür ist nicht nur eine Visitenkarte des Hauses. Sie ist – trotz des später angebauten Balkons – sein bestimmendes Zierelement. Sie ist als seltenes Original und Objekt alltäglicher Benutzung eine unmittelbare Verbindung bis in die Kindertage Fritz Reuters. Und sie ist darüber hinaus ein besonderes Zeugnis der Stadtgeschichte.

Mindestens 15 Farbschichten wurden abgenommen. Die Tür strahlt wieder in der Farbigkeit der Zeit um bzw. vor 1800. Die vielfachen dunklen Überstreichungen des 19. und 20. Jahrhunderts sind einem hellen Grau gewichen, das auch die schönen Rokoko- Elemente besser zur Geltung kommen läßt. Allein das Oberlicht setzt sich, in der Art eines Fensters ganz in Weiß gehalten, noch einmal ab.

Das historische Rathaus und seine originale eicherne Eingangstür sind stolzer Beleg der „zweiten Stadtwerdung“ Stavenhagens im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts. Das Wachsen des Fleckens war mit gesteigertem Selbstbewusstsein und nach Wirren und Kämpfen mit der Neueinführung der Selbstverwaltung verbunden. Um den Platz „nicht zu verunzieren“ konnte dem Amt der Bauplatz für einen massiven Rathausbau abgerungen werden. Mit seinen neun Achsen durchaus beeindruckend, wuchs es zwischen 1783 und 1788 empor, in der Zeit des Frühklassizismus noch sehr dem Spätbarock verbunden. Gerade weil es nicht der neuesten Mode der großen Städte entsprach und auch die schöne Eingangstür eher ein Rückgriff auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts war, steht und stand es für Status, Kraft und Beständigkeit, nicht ohne einen Hauch mecklenburgischer Gemütlichkeit.

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Begeisternde Liebeserklärung!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Mar 2020

Mit einem begeisternden Konzert gaben am Internationalen Frauentag Daniel Stratievsky (Klavier), Ramin Varzandeh (Tenor) und Luise Hansen (Sopran) ihre Visitenkarte in der Reuterstadt ab. So mancher Besucher verließ den vollbesetzten Saal im Schloß nach mitreißenden zwei Stunden in einer Gefühlsmischung aus Anrührung und Mitgerissenheit oder auch mit angestrengten Lachmuskeln. Die Gäste sind in Stavenhagen gern wiedergesehen!

Die drei hatten musikalisch und darstellerisch vollkommen überzeugt. So wurde das Programm, das so ganz der Liebe gewidmet war, auch zu einer Liebeserklärung an die Musik. Und der Saal im Schloß zeigte einmal mehr seine atmosphärische Vielseitigkeit und akustische Qualität. Vorgeblich ohne „Moderation“ fügte sich die ausgewählte Programmfolge gekonnt aneinander; scheinbare Improvisationen und echte Überraschung mit Situationskomik ließen nie den Eindruck einer Nummernfolge aufkommen. Und jeder der Künstler konnte seine besondere Qualität „ausspielen“.

Stratievskys Spiel war tragend und einfühlsam, nie wie vom Blatt oder vordrängend. Varzandehs Tenorstimme war den vielfältigen Anforderungen gut gewachsen. Und Hansens Sopran chargierte zwischen Kraft, schönstem Glanz und Schmelz. Im Wechsel kamen die Vertreter der Oper und der Operette zu ihrem Recht, wobei auch die weniger bekannten Stücke gefielen.

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Großes Echo auf Lesung mit Eberhard Görner und Gojko Mitic

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 20. Feb 2020

Ein tatsachenbasierter Roman, der im 18. Jahrhundert den Bogen von Sachsen nach Nordamerika spannt, mit einer historischen Hauptfigur und einem gut erfundenen Indianerhäuptling "Fliegender Pfeil", der Autor und Filmemacher Eberhard Görner und sein Freund, der Schauspieler Gojko Mitic, für den er diese Indianerrolle ersann - beide lesen aus dem Text über eine lang zurückliegende Zeit, führen zitierend und moralisierend zugleich ins Jetzt und begeistern ihr Publikum, das teils weit angereist war.

Ein ausverkaufter Abend im Schloss mit anschließenden Gesprächen, Diskussionen, vielen erfüllten Autogrammwünschen und mit lebendig gewordenen Erinnerungen an den Franzosenzeit-Dreh in Stavenhagen und Zettemin vor 40 Jahren.

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Faszinierende Klangreise zum Geburtstag der Regionalmusikschule Malchin

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 05. Feb 2020

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Regionalmusikschule Malchin e. V. gestalteten Lehrer, Schüler und Gäste in Kooperation mit dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum ein ungewöhnliches Programm im Stavenhagener Schloss. Auf wunderbare Weise gingen sie der „magischen Verbindung“ von Sprache und Musik nach und das zahlreiche Publikum ließ sich immer wieder überrascht und angeregt mitnehmen auf eine klangliche Weltreise.

Vertrauter Ausgangspunkt war ein Text des plattdeutschen Autors (und Musikers) Heinrich Erichson, vorgetragen von Dr. Cornelia Nenz. Dem folgte ein buntes Hin und Her auf der musikalischen und sprachlichen Landkarte. Beispielhaft Alina Heinzmann (Gitarre), die im Land der Elefanten unterwegs war. Sanghyun No stellte auf koreanisch Fragen an einen Ankömmling auf einer fremden Insel. Über China und „Ferne Welten“ ging es in die Schweiz: Lucia Zeißig brachte gekonnt „Es bärndütsches Gschichtli“ zu Gehör, bevor sie (am Klavier) und die hochkonzentrierte Hanne Brunsendorf (mit einer Vielzahl von Blockflöten) Musik „malten“. Matthew Schmidt (Gitarre) ließ mit Villa-Lobos an Südamerika denken. Josefine Wetzel (Klavier) ließ die Karawane „vorbeiziehen“. Doppelt orientalisch dann Ossama Altessini bei Cesar Cui und mit Khalil Gibrans Worten aus „Der Prophet“. Den Abschluss bildeten instrumental Hanne Brunsendorf und Josefine Wetzel, die Blockflöte, Percussion und Klavier in einer Improvisation zum Klanggedicht „Opus null“ von Hans Arp (interpretiert von Kathrin Wetzel) zum Sprechen brachten. Feinsinnig ausgewählt hatte die Bildhauerin Kathrin Wetzel drei ausdrucksstarke (internationale) Frauenporträts mitgebracht.

Warmer und langanhaltender Applaus bestätigte die Grüße, die Bürgermeister Stefan Guzu hatte ausrichten lassen. Er betonte die glückliche Verbindung der Stadt mit „ihrer“ Musikschule und schätzte sie sehr hoch ein.

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