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FRITZ-REUTER-LITERATURPREIS 2022 AUSGESCHRIEBEN!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 16. Aug 2022

Eine der vornehmsten Pflichten des Fritz-Reuter-Literaturmuseums und der Stadt Stavenhagen ist die tätige Pflege der niederdeutschen Sprache. Ausdruck findet dies in den unterschiedlichsten Aktivitäten und in vielen Veranstaltungen des Museums.

Die Reuterstadt Stavenhagen und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum schreiben zum 24. Mal den Fritz-Reuter-Literaturpreis aus.

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis wird für neue Literatur in niederdeutscher Sprache, für sprach- bzw. literaturwissenschaftliche Arbeiten oder für besondere Leistungen zur Pflege niederdeutscher Sprache und Literatur vergeben.

Er ist mit 2.000 EUR dotiert und wird von der Stadt Stavenhagen und der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin finanziert.

Über die Vergabe entscheidet eine Jury.

Die Jury setzt sich aus Fachleuten, MuseumsmitarbeiterInnen und der Vertretung der Stadt und der Sparkasse zusammen. Sie wählt unter den Einsendungen aus. Darüber hinaus können die Jurymitglieder eigene Vorschläge einbringen.

Zur Bewerbung oder als Vorschlag sind erbeten:
- Arbeiten in niederdeutscher Sprache, Lyrik oder/und Prosa,
- Arbeiten zur niederdeutschen Sprache,
- Arbeiten zu Niederdeutsch-AutorInnen, ihrem Leben, ihrem Werk und der Rezeption.

Die Veröffentlichungen sollten nicht älter als drei Jahre sein. Die Art der Veröffentlichung ist nicht auf das gedruckte Buch begrenzt, es werden jedoch mindestens aussagekräftige Belege oder eine ausführliche Dokumentation verlangt.

Beschränkungen hinsichtlich des Wohnortes der AutorInnen gibt es nicht.

Die Vorschläge oder Bewerbungen (mit Belegexemplar bzw. Nachweisen des Werks oder ausführlicher Dokumentation) bitten wir bis zum 30. September 2022 einzusenden an das:

Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen
Markt 1
17153 Stavenhagen

Anlässlich des 160. Jahrestages des Erscheinens von Fritz Reuters „Ut mine Festungstid“ in „Olle Kamellen II“ erfolgt in diesem Jahr die festliche Preisverleihung am 25. November im Stavenhagener Schloss.

Sie wird vom Bürgermeister der Stadt Stavenhagen vorgenommen.

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ICK HEWW`T BETAHLT; MIHR AS BETAHLEN KANN DE MINSCH NICH

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Aug 2022

Im Jahr 1862 erschien zum ersten Mal Fritz Reuters Roman „Ut mine Festungstid“. Das ist aber nur ein Grund, warum das Fritz-Reuter-Literaturmuseum genau 160 Jahre später diesen Roman einmal mehr in seine Mittwochslesereihe aufgenommen hat. Auch zwei Publikationen zum Hochverratsprozess gegen Fritz Reuter hatte das Museum im Rahmen seiner Schriftenreihe geplant. Die erste Publikation erschien im März, Dr. Bake aus Bonn hat in seinem Buch „Vorauseilender Gehorsam oder die unbegrenzte Auslegung“ zum ersten Mal den Prozess und das Urteil gegen Reuter aus juristischer Sicht aufgearbeitet.

Nun liegt mit dem Buch „Ick heww`t betahlt; mihr as betahlen kann de Minsch nicht“ von Dr. Arnold Hückstädt ein weiteres Buch zum Hochverratsprozess gegen Fritz Reuter vor. Anders als in der erstgenannten Publikation liegt der inhaltliche Schwerpunkt dieses Buches auf der Untersuchungshaft Reuters. Der Reuterexperte Hückstädt stellte den Häftling, den Menschen Fritz Reuter in den Mittelpunkt seiner Forschungen, natürlich immer eingebettet in die Schilderung der historischen Abläufe und Hintergründe.

Das Buch „Ick heww`t betahlt; mihr as betahlen kann de Minsch nicht“ von Dr. Arnold Hückstädt erschien als Sonderband in der Schriftenreihe Kikut des Museums, herausgegeben von der Fritz Reuter Gesellschaft e.V. Neubrandenburg in Zusammenarbeit mit dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen. Das Buch kann ab sofort für 16 Euro im Museum erworben werden. Eine Präsentation des Werkes mit dem Autor ist für den 20. Oktober geplant.

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HOLZ IM BESTEN LICHT

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Aug 2022

Die aktuelle Sonderausstellung „Holz im besten Licht“ der MAXLUZI GmbH aus Seewalde im Fritz-Reuter-Literaturmuseum wurde bis zum 13. November verlängert. Zu sehen sind vor allem von Hand gedrechselte, hauchdünne Lampenschirme aus Holz. Außerdem zeigen MAXLUZI gedrechselte Kleinmöbel und Accessoires wie Kerzenhalter, Schneidebretter und Pfeffermühlen aus Holz. Der Eintritt in die Sonderausstellung ist frei.

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DAS WAR DIE MUSEUMSHOFFETE 2022

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Aug 2022

Wieder wurde der einladend gestaltete Museumshof zum Tummelplatz für die Freunde des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Die diesjährige Museumshoffete am 5. August wurde einmal mehr allen Erwartungen gerecht, auch wenn das Wetter es anfangs nicht gut zu meinen schien. So begrüßten Renate Drefahl, die Vorsitzende des Fördervereins Reuter Museen, und Marit Haferkorn, die amtierende Museumsleiterin, die Gäste noch bei strömenden Regen. Auch das Kulturprogramm wurde anfänglich von einem heftigen Nieselregen begleitet; nach dem Schlager „Wochenend und Sonnenschein“ hatte dann aber auch Petrus endlich ein Einsehen.

Den kulturellen Teil bestritt in diesem Jahr das Musiktheater Cammin mit einer „SchlagerRevue“ der 20er und 30er Jahre, einer Musik-Comedy mit Schlagern und Chansons aus der Grammophonzeit. In stilvoller und charmanter Art, mit Gesang, Gitarre, Ukulele, Posaune und diversen Perkussionsinstrumenten, präsentierten Janina Howitz und Siegfried Weber die alten Schlager vital und originell. Abgerundet wurde die Darbietung durch die witzigen Arrangements, die humorvollen Dialoge und Schauspielereien, bei denen auch das Publikum mit einbezogen wurde; dieses bedankte sich mit begeistertem Applaus bei den beiden Akteuren.

Traditionell ging es dann mit ÄtenDrinkenVertellenVerpusten weiter. Das von fleißigen Mitgliedern des Fördervereins gestaltete Buffet wurde seinem Ruf gerecht und bot vielfältige lukullische Genüsse, auch wenn sich manch ein Gast am Abend mehr sommerliche Wärme gewünscht hätte.

Die Mitarbeiter des Museums und die Mitglieder des Fördervereins Reuter Museen möchten sich noch einmal bei allen bedanken, die mit ihrer Tatkraft und ihrem Engagement zu dieser wiederum gelungenen Veranstaltung beigetragen haben, insbesondere beim Hausmeister Falk Jonassen und bei den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs um Eberhard Hoth.

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REUTER IN DEN FÄNGEN DER JUSTIZ

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Aug 2022

Am 22. Juli präsentierte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum im vollbesetzten Vortragsraum das Buch „Vorauseilender Gehorsam oder die unbegrenzte Auslegung“, das als Sonderband in der Kikut- Schriftenreihe des Museums erschienen ist.

Ein Jahr haben der Autor und Jurist Dr. Uwe Bake aus Bonn und das Fritz-Reuter-Literaturmuseum an diesem Buch gearbeitet. Erstmals liegt mit diesem Buch eine juristische Bewertung des Hochverratsprozesses gegen Fritz Reuter vor dem Kammergericht Berlin vor. Alle Akten über Reuters Zeit im Polizeigefängnis, in der Untersuchungshaft, über die Verhöre und das Urteil sind dafür ausgewertet und im Anhang zum Nachlesen angefügt worden – ein Novum in der Reuterforschung. Im Buch versucht der Autor die Frage zu beantworten, ob das Kammergericht – natürlich gemessen an dem damals geltenden preußischen Recht – ein zutreffendes oder wenigstens vertretbares Urteil gesprochen hat.

In seinem Vortrag sprach der in Norddeutschland geborene und „plattdeutsch aufgewachsene“ Jurist zunächst über die Gründe, die dazu führten, sich intensiv mit dem Hochverratsprozess gegen Fritz Reuter auseinanderzusetzen. Anschließend fasste er seine Untersuchungsergebnisse vor dem interessierten Publikum zusammen.

Schon die vom Gericht letztendlich bejahte grundsätzliche Frage, ob ein Ausländer (in diesem Fall der Mecklenburger Fritz Reuter) im Ausland (Reuter war Student in Jena, also in Thüringen) Hochverrat gegen Preußen begehen kann, widersprach sowohl dem in Preußen geltenden Allgemeinen Landrecht als auch mehreren zuvor gefällten Urteilen preußischer Obergerichte. Auch die vom Gericht ebenfalls bejahte Frage, ob bei Hochverrat der Versuch wie das vollendete Verbrechen zu behandeln ist, widerspricht einem vorangegangenem Urteil der Berufungsinstanz des Kammergerichtes. Lediglich der Vorwurf der Majestätsbeleidigung wird vom Gericht schlüssig begründet. Die Reuter vorgeworfenen Straftaten standen in grobem Missverhältnis zu der gegen ihn verhängten Strafe. Das Resümee der Untersuchung des Juristen Dr. Bake nimmt der Titel seines Buches also schon vorweg.

Das Buch „Vorauseilender Gehorsam oder die unbegrenzte Auslegung“ von Dr. Uwe Bake kann im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zum Preis von 15 Euro erworben werden.

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FÖRDERVEREIN REUTER-MUSEEN AUS STAVENHAGEN ZU BESUCH IN DER WARTBURGSTADT

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. Aug 2022

In der vergangenen Woche besuchten Mitglieder des Fördervereins Reuter-Museen e. V. aus dem mecklenburgischen Stavenhagen die Wartburgstadt. Die Städte Stavenhagen und Eisenach sind durch den Schriftsteller Fritz Reuter verbunden. Seit gut drei Jahren pflegen sie eine Kooperation, die die beiden Städte weiter ausbauen möchten.

Im Mai dieses Jahres war bereits eine Delegation aus Eisenach nach Stavenhagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gereist. Ein weiterer Schritt zur Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Städte Eisenach und Stavenhagen war der Besuch der Mitglieder des „Fördervereins Reuter-Museen“ aus Stavenhagen. Das Besuchsprogramm führte die Vereinsmitglieder im Beisein von Eisenachs hauptamtlichem Beigeordneten Ingo Wachtmeister und der ehrenamtlichen Beigeordneten für Städtepartnerschaften, Heike Apel-Spengler, unter anderem auf den Hauptfriedhof zu Fritz Reuters Grab sowie in das Reuter-Wagner-Museum.

„Wir sind den Mitgliedern des Fördervereins Reuter-Museen aus Stavenhagen und den Eisenacher Freunden zu großem Dank für ihr unermüdliches Engagement um das Erbe Fritz Reuters verpflichtet. Wir werden in naher Zukunft interessante gemeinsame Projekte auch hier in Eisenach initiieren. Ich freue mich auf die weiteren Begegnungen mit den Bürger*innen aus der Reuterstadt Stavenhagen“, so Ingo Wachtmeister.

Der Eisenacher und ehrenamtliche Reuter-Forscher Hartfried Räder stellte aus Anlass des Besuchs neue Erkenntnisse seiner Forschungen vor. Während seiner Archivrecherche fand er heraus, dass Reuter mehrere Gartengrundstücke aus Privatbesitz gekauft hatte. Zudem müsse Reuters Grundstück, auf dem heute das Museum steht, ursprünglich größer gewesen sein. Das Gartengrundstück der Villa hatte seinerzeit vermutlich einen weiteren Zugang zum heutigen Reuterweg (vormals Schleifweg).

Der Zustand des Reuter-Gartens, der schon länger berechtigter Kritikpunkt ist, soll im Zuge eines Gartenkonzeptes in Angriff genommen werden. Auf Grundlage des Konzeptes werden anschließend konkrete Maßnahmen geplant. Für die Erstellung des Konzeptes erhält die Stadt Eisenach vom Freistaat Thüringen 5000 Euro Fördermittel.

Der Förderverein Reuter-Museen e.V. wurde 1991 gegründet und unterstützt die Reuter-Museen auf vielfältige Weise. Seit seiner Gründung engagiert er sich auch in hohem Maß für das Eisenacher Reuter-Wagner-Museum, so bei Restaurierungen, Publikationen, thematischen Veranstaltungen und museumspädagogischen Projekten. Geleitet wird der Verein von Renate Drefahl. Dem Vorstand gehören weiterhin Ute Mohns (Schatzmeisterin) und Hartfried Räder (Geschäftsführer) an. Der Wiederaufbau der Balkonanlage des Museums wurde vom Verein ebenfalls großzügig unterstützt. Mitglieder des Fördervereins aus Stavenhagen um die Vorsitzende Renate Drefahl hatten nach einem Besuch der Eisenacher Reuter-Villa 2019 spontan ein Spendenkonto eingerichtet und konnten schließlich 3600 Euro für die Balkon-Sanierung beisteuern.

Hintergrund
Fritz Reuter gehörte im 19. Jahrhundert zu den am häufigsten gelesenen deutschen Autoren. 1863 zog er mit seiner Frau Luise nach Eisenach. Hier ließ sich das Paar eine Villa am Fuß der Wartburg bauen. In dem heutigen Museum empfing der Schriftsteller auch zahlreiche bekannte Persönlichkeiten wie August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Gustav Freytag und Hans Christian Andersen. In der Villa lebte Reuter bis zu seinem Tod am 12. Juli 1874.

(Pressemitteilung der Wartburgstadt Eisenach vom 20. Juli 2022)

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VERKÜNDUNG DES PLATTDEUTSCHEN WORTES 2022

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 23. Jun 2022

Den Wettbewerb um das schönste Plattdeutsche Wort gibt es seit 1995, initiiert vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Inzwischen verbergen sich hinter dem Plattdeutschen Wort drei Kategorien und der Wettbewerb wird gemeinsam vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und dem Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Die Einsendungen kommen mittlerweile aus dem halben Bundesgebiet und die Veranstalter verzeichnen eine zunehmende Anzahl an Vorschlägen von jungen Leuten. Ganze Schulklassen als auch Plattdeutschkurse haben Vorschläge zum Plattdeutschen Wort des Jahres eingereicht.

Wie immer hat die Jury aus für sie völlig anonymen Listen ihr Votum abgegeben und folgende Sieger ermittelt:

In der Kategorie Plattdeutsches Wort 2022 gewann Uwe Schmidt aus Neubrandenburg mit dem Wort „Dunnerlüchting“. Dieser Ausdruck des Erstaunens ist eine Zusammensetzung aus Donner und Blitz, in der Bedeutung von Verwunderung und Freude.

Sieger in der Kategorie Bester aktueller Ausdruck wurde Stefan Schewe aus Neubrandenburg mit seinem Vorschlag „Tippschnack“ (für chatten). Leider konnte Herr Schwere seinen Gewinn an diesem Tag nicht persönlich entgegennehmen. Er wird sich aber sicher über eine baldige Paketsendung freuen.

In der letzten Kategorie, Liebste Redensart oder liebstes Sprichwort, konnte die 14jährige Jette Bolz aus Siedenbrünzow punkten. Mit: „Een vergnöögt Hart is better as`n Büdel vull Geld.“ (Ein fröhliches Herz ist besser als ein Beutel voll Geld.) gewann sie in diesem Jahr.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Teilnehmern für Ihre zahlreichen Einsendungen bedanken.

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REUTERS SONNTAGSSPAZIERGANG

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 23. Jun 2022

Am 19. Juni um 13.30 Uhr begann im Fritz-Reuter-Literaturmuseum mit einer Lesung „Reuters Sonntagsspaziergang“ 2022. Museumsleiterin Marit Haferkorn sowie Renate Drefahl und Anja Brinckmann vom Förderverein Reuter Museen e. V. lasen hoch- und niederdeutsche Texte, stimmten so das Publikum mit Fritz Reuters Geschichten vom Uhrmacher Droz auf die anschließende Besichtigung der Werkstatt des Uhrmachermeisters Wilfried Hundt ein. Dort angekommen, trug Renate Drefahl Fritz Reuters Läuschen „De Wedd“ vor: „Hir geiht`e hen, dor geiht`e hen“; wer kennt es nicht, und vor allem: was hätte besser gepasst? Im Anschluss führte Uhrmachermeister Hundt durch seine Werkstatt, sprach vom traditionellen Uhrmacherhandwerk, seinen Perspektiven und beantwortete selbstverständlich auch die Fragen seiner zahlreichen Gäste.

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»PLIETSCHE KINNER« AUF DEM MUSEUMSHOF

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 23. Jun 2022

Unter dem Motto „För plietsche Kinner“ gab es am 19. Juni auf dem Hof des Fritz-Reuter-Literaturmuseums ein buntes Unterhaltungsprogramm für Kinder. Vorgestellt wurden traditionelle Handwerksberufe: der Papiermacher, der Buchbinder, der Illustrator, der Schneider und der Nagelschmied. Mehrere Stände luden kleine und große Kinder zum Mitmachen ein. Man konnte basteln, die Altdeutsche Schrift üben, selber Papier schöpfen, sich verkleiden und vieles mehr. Ein gelungener Spaß für Jung und Alt.

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PLATTDEUTSCHE LESUNG IM FRITZ-REUTER-LITERATURMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Jun 2022

Im Rahmen der Veranstaltungen zu Reuters zweitem Sonntagsspaziergang in Stavenhagen lasen Bernd Lubs, Uwe Schmidt und Dietmar Dumjahn vom Bund Niederdeutscher Autoren (BNA) für Mecklenburg-Vorpommern und die Uckermark im Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Im Mittelpunkt der Lesung standen heitere, selbstgeschriebene Kurzgeschichten; natürlich durften aber auch Klassiker des plattdeutschen Humors wie Rudolf Tarnow nicht fehlen. Es gab aber auch eine Geschichte von Dietmar Dumjahn, die vom Kriegsende und vom folgenden schweren Neuanfang erzählte, eine Geschichte, die angesichts der aktuellen Ereignisse in der Ukraine das Publikum noch einmal zum Nachdenken anregte.

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MUSIKSCHÜLERINNEN AUS RUMÄNIEN ZU GAST IM MUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Jun 2022

Nach der Eröffnung der neuen Sonderausstellung gaben am 18. Juni Schülerinnen des Musikgymnasiums „Tudor Jarda“ aus dem rumänischen Kreis Bistrita-Nasaud, dem Partnerkreis des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, ein kleines Konzert im Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Unter dem Motto „Bekanntes aus Folklore und Klassik“ präsentierten sie traditionelle Musik aus ihrer Heimat, aber auch Werke der europäischen Klassik. Besonders die kleine Geigerin Maria-Ionela Pop mit ihrer Darbietung von Vivaldis Jahreszeiten begeisterte das Publikum. Begleitet wurden die Schülerinnen von Herrn Cristian Lepadatu am Klavier.

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HOLZ IM BESTEN LICHT

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Jun 2022

Am 18. Juni wurde die neue Sonderausstellung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums von der amtierenden Museumsleiterin Marit Haferkorn eröffnet. Gezeigt werden vorwiegend Lampen mit hauchdünnen, handgedrechselten Schirmen aus Holz, aber auch Kleinmöbel und Accessoires. Max Strack, einer der beiden Geschäftsführer der 2021 gegründeten MAXLUZI GmbH, stellte sein junges Unternehmen den interessierten Gästen vor, schilderte den zeitaufwendigen Arbeitsablauf vom Grobzuschnitt bis zum fertigen Endprodukt und beantwortete die Fragen des Publikums. Übrigens: Die MAXLUZI GmbH erhielt in diesem Jahr beim Landeswettbewerb „Unternehmer des Jahres“ in Mecklenburg-Vorpommern einen Sonderpreis für faires, regionales und kreatives Wirtschaften. Herzlichen Glückwunsch!

Zu besichtigen ist die Verkaufsausstellung bis zum 18. September 2022 immer mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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BUCHPRÄSENTATION IM REUTERMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 30. May 2022

Unter dem Motto „Sind Sie auch mit Fritz Reuter verwandt?“ präsentierte am 24. Mai Hans- Georg Kunisch aus Stavenhagen sein Buch „Fritz Reuters Genealogie“ im vollbesetzten Vortragsraum des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Die wohl bisher umfangreichste Datensammlung zur Familiengeschichte Fritz Reuters erschien Anfang des Jahres als Sonderband in der Schriftenreihe des Museums. Unterstützt wurde der Autor von Andreas Parlow, dem 1. Vorsitzenden des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e. V. (MFP e. V.).

Zunächst stellte Andreas Parlow den Verein vor, machte das interessierte Publikum mit dem Zweck und den Zielen der Vereinsarbeit bekannt. Er sprach von den Möglichkeiten, die der Verein allen geschichtlich Interessierten bietet, angefangen bei der Nutzung von Datenbanken und Digitalisaten über die vereinseigene Homepage bis hin zur Möglichkeit, eigene geschichtliche Forschungen über den Verein zu publizieren.

Dann war der Hauptakteur an der Reihe: Hans- Georg Kunisch stellte nicht nur sein Buch vor, er berichtete auch von den Motiven, die ihn zu dieser Arbeit veranlasst haben, sprach von den durchgesehenen Quellen und seiner Arbeitsweise. Insgesamt dauerte es zwei Jahre, bis er alle seine Forschungsergebnisse in dem nun vorliegenden Buch vereinen konnte.

Die Frage „Sind Sie auch mit Fritz Reuter verwandt?“ konnten Hans- Georg Kunisch und Andreas Parlow letztendlich nicht beantworten. Wer das wissen will, muss sich schon selbst auf die Suche nach einer Antwort aufmachen. Die Wege dazu haben die beiden Referenten aufgezeigt. Sie haben aber auch deutlich gemacht, dass diese Suche immens zeitaufwendig ist und somit eine sehr lange sein kann.

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MUSEEN MIT FREUDE ENTDECKEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 19. May 2022

Museen mit Freude entdecken war das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages, der am 15. Mai an vielen Orten mit unterschiedlichsten Angeboten gefeiert wurde.

Im Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen sollten 2022 Kinder besondere Museumsfreuden erleben: so wurden zwei Aufführungen von der bekannten Geschichte um „Die drei kleinen Schweinchen“ - in der Adaption von Katharina Sell vom Figurentheater Ernst Heiter aus Neu Schönau - angeboten. Rosa Sülze, die Lehrerin, die sich der verwaisten Schweinchen angenommen hatte, gab ihnen im Unterricht und darüber hinaus alles an die Hand, die Härten des Lebens – z.B. einen gefräßigen Wolf – unbeschadet überstehen zu können. Die Wasserzwerge-, Grünschnabel- und Mischka-KITA-Kinder aus Ritzerow und Stavenhagen hatten eine spannende und lustige Stunde im Museum, und dass es nicht der Sonntag, sondern erst der Tag danach, der 16. Mai, war, tat der Aufregung und dem Spaß überhaupt keinen Abbruch!

Dank gesagt sei an an dieser Stelle dem Landkreis MSE, der die Theateraufführungen mit einem Zuschuss aus seinem Kulturetat fördern will.  

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START DER MITTWOCHSLESUNGEN 2022

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 12. May 2022

Am 4. Mai startete im vollbesetzten Veranstaltungsraum des Fritz-Reuter-Literaturmuseums die diesjährige Mittwochslesungsreihe. 160 Jahre nach der ersten Veröffentlichung lesen wir in diesem Jahr Fritz Reuters „Ut mine Festungstid“, wie immer dat ganze Bauk hinnerannerwech.

Zum Auftakt las Renate Drefahl aus Teterow, die kurzfristig einsprang und den krankheitsbedingten Ausfall der geplanten Vorleserin kompensierte. Dafür möchte sich das Museumsteam an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken.

Fortgesetzt wird die Reihe am 1. Juni, dann liest Manfred Piontek aus Stavenhagen. Es folgen am 15. Juni Cornelia Nenz aus Neustrelitz und am 29. Juni Dietmar Dumjahn aus Klockow.

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PLATTDÜTSCHER VEREIN „FRITZ REUTER“ AUS LÜBECK ZU GAST IM MUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 11. May 2022

Anlässlich des 100. Geburtstages des großen niederdeutschen Erzählers und Dichters Fritz Reuter gründeten ehemalige Mecklenburger am 7. November 1910 in Lübeck den „Plattdütschen Verein Fritz Reuter“. Es fügte sich eine Gemeinschaft zusammen, die Sprache und Brauchtum ihrer Heimat pflegte. Vereinsfeste standen regelmäßig auf dem Programm, mit der Fritz-Reuter-Eiche im Lübecker Stadtpark hatte der Verein seit 1933 auch ein Ehrenmal. Hier fanden im November jährliche Kranzniederlegungen zu Ehren Reuters statt. Das Vereinsbanner mit dem Konterfei Fritz Reuters wurde stets mitgeführt, die Vereinshymne „Ick weit einen Eikbom …“ erklang. Die Mitglieder wurden älter, Nachwuchs gab es nicht. So traf die Vereinsversammlung im August 2021 schweren Herzens die Entscheidung, den Verein 111 Jahre nach seiner Gründung aufzulösen.

Am 3. Mai übergaben die letzten Vereinsmitglieder die Banner des Vereins sowie eine Büste Fritz Reuters in die Obhut des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Es sind zeitgeschichtliche Dokumente, die die Popularität Fritz Reuters über die Grenzen Mecklenburgs hinaus belegen. Zudem werden diese Artefakte als Bestandteil der Sammlungen mit dazu beitragen, dass eine über 100jährige Tradition auch zukünftig nicht in Vergessenheit gerät.

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DER LÜTTE PRINZ ZU GAST IM FRITZ-REUTER-LITERATURMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 28. Apr 2022

Am 21. April 2022 erlebten die ZuhörerInnen eine stimmungsvolle Aufführung im Veranstaltungsraum des Fritz-Reuter-Literaturmuseums. Herr Pastor Christian Voß aus Rostock las aus seiner plattdeutschen Übertragung der auf der ganzen Welt bekannten Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“ vor.

In ausgewählten Episoden trat uns „de lütte Prinz“ in seiner neugierig-beharrlichen Art entgegen. Passende Akzente zum Text setzte Frau Lucia Zeißig, Lehrerin an der Kulturschule Malchin, durch alte und moderne Musikstücke, die sie auf verschiedenen Block- und Traversflöten vortrug. Klänge und sprachliche Bilder ergänzten einander in großartiger Weise. Ein gelungener Abend!

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FRITZ REUTER: »UT MINE FESTUNGSTID«. DIE MITTWOCHSLESUNGEN 2022.

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 27. Apr 2022

Der autobiografische Roman „Ut mine Festungstid“ hat in der Skizze „Eine heitere Episode aus einer traurigen Zeit“, die in 16 Folgen im „Unterhaltungsblatt für beide Mecklenburg und Pommern“ im Jahr 1855 veröffentlicht worden war, eine Art hochdeutschen Vorläufer. Hierin behandelt Reuter jedoch nur heitere Aspekte und komische Begebenheiten der Graudenzer Haftzeit. In der späteren „Festungszeit“ sind das die Kapitel 14 bis 25 des Abschnitts „De Festung Gr.“, die jedoch viel breiter angelegt und weiter ausgeführt sind als in „Eine heitere Episode aus einer traurigen Zeit“.

Im Mittelpunkt der Schilderung steht der triste Alltag im Gefängnis, den Reuter mit Hilfe seiner mitgefangenen Kameraden bewältigte. Heitere Episoden und Erlebnisse lassen größtenteils die Bitterkeit vergessen, die seine Haftzeit ausgemacht haben. Anekdotenhaft schildert er burleske Szenen und heitere Liebesabenteuer seiner Kameraden, seine Versuche, als Maler künstlerisch tätig zu sein und seine Kochversuche in der Zelle. Es ist dies die Art Reuters, seine so einschneidenden und ihn tief treffenden Erlebnisse zu verarbeiten und zu bewältigen. Auch der lange Zeitraum, der bis zur Niederschrift des Romans verging, dürfte Einiges von der Schärfe und Brisanz der Ereignisse vergessen gemacht haben. Dennoch blitzen zwischen den heiteren Episoden auch immer wieder sehr präzise Bemerkungen über das ihm widerfahrene Unrecht durch den preußischen Staat und einige seiner pflichteifrigen Diener hervor. Kommandanten konnten Gefangene zerstören oder durch menschliche Behandlung ihr Los erleichtern. Letzteren und besonders auch seinen Kameraden wollte Reuter mit seinem Buch ein bleibendes Denkmal setzen. Nicht die Abrechnung mit seinen Peinigern steht daher im Mittelpunkt des Werkes, sondern der Humanismus und das Lob der Freundschaft, die sich in schweren Zeiten bewährt. Im Jahr 1862 schrieb Reuter an Julius Wiggers: „… zwischen meinem Jetzt und meinem Damals liegen aber schon 25 Jahre, die mich manche Bitterkeit vergessen lassen konnten und mich in den Stand setzen, sogar diese Zeit meines Lebens in die rosigen Fluthen des Humors zu tauchen; aber alle Momente wollen sich nicht heiter färben lassen, sie bleiben in ihrem scheußlichen Grau gekleidet stehen, und wenn ich die heitern auch ein wenig mit erfundenem Spaß auflasirt habe, die grauen habe ich in ihrer trübseligen Wahrheit stehen lassen.“

Die Termine für die Mittwochslesungen 2022:
4. Mai, 18. Mai, 1. Juni, 15. Juni, 29. Juni. Nach der Sommerpause geht es weiter am 31. August, 14. September, 28. September, 12. Oktober und 26. Oktober.

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NEUE SONDERAUSSTELLUNG ERÖFFNET!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 14. Apr 2022

Am 10. April wurde die neue Sonderausstellung des Fritz-Reuter-Literaturmuseums mit vielen interessierten Gästen eröffnet. Nach einer musikalischen Einstimmung durch Jemery Giese, Gitarrenschüler an der Kulturschule Malchin, stellte sich der Zeichner Andree Kramer aus Stavenhagen mit seinen Stillleben, die er hauptsächlich mit Buntstiften zeichnet, vor. Größtmöglicher Realismus, das Interesse an Lichtbrechung und -spiegelung und an Bewegung bei der Darstellung der abgebildeten Früchte, Gefäße, Stoffe, Flüssigkeiten usw. zeichnen die kleinformatigen Bilder aus. Einen Teil der Zeichnungen kann man bei Interesse erwerben. Zu besichtigen ist die Ausstellung bis zum 12. Juni 2022 immer mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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REUTER IN DEN FÄNGEN DER JUSTIZ

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 06. Apr 2022

Im Jahr 1862 erschien erstmals Fritz Reuters autobiographischer Roman „Ut mine Festungstid“, in dem er seine 7jährige Haftzeit in verschiedenen preußischen Gefängnissen literarisch verarbeitet hat. 160 Jahre später liegt mit dem Buch „Vorauseilender Gehorsam oder die unbegrenzte Auslegung“ des Juristen Dr. Uwe Bake erstmals eine juristische Bewertung des Hochverratsprozesses gegen Fritz Reuter vor dem Kammergericht Berlin vor.

Nur wenige wissen, dass der niederdeutsche Dichter als junger, eigentlich unpolitischer Jura-Student und Burschenschaftler 1833 in Berlin verhaftet, nach drei Jahren Untersuchungshaft wegen angeblicher Majestätsbeleidigung und Hochverrats zum Tode verurteilt, dann zu 30 Jahren Festungshaft begnadigt und 1840 schließlich amnestiert wurde. Sein Schicksal steht beispielhaft für das vieler anderer, die von der Demagogenverfolgung, also der Unterdrückung von Freiheitsbestrebungen im Deutschen Bund, durch die preußische Justiz in den 1830er Jahren erfasst worden sind. Im Buch versucht der Autor die Frage zu beantworten, ob das Kammergericht – natürlich gemessen an dem damals geltenden preußischen Recht – ein zutreffendes oder wenigstens vertretbares Urteil gesprochen hat.

Alle Akten über Reuters Zeit im Polizeigefängnis, in der Untersuchungshaft, über die Verhöre und das Urteil sind dafür ausgewertet und im Anhang zum Nachlesen angefügt worden – ein Novum in der Reuterforschung.

Das Buch „Vorauseilender Gehorsam oder die unbegrenzte Auslegung“ von Dr. Uwe Bake erschien als Sonderheft in der Schriftenreihe Kikut des Fritz-Reuter-Literaturmuseums und kann dort zum Preis von 15 Euro erworben werden.

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SIND AUCH SIE MIT FRITZ REUTER VERWANDT?

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 08. Feb 2022

In der Schriftenreihe Kikut des Fritz-Reuter-Literaturmuseums Stavenhagen ist soeben die umfangreichste Sammlung von Daten zur Familiengeschichte Fritz Reuters erschienen, die es bis heute gegeben hat. Autor des Buches ist der Stavenhäger Familienforscher Hans-Georg Kunisch. Mit großer Genauigkeit und hohem Zeitaufwand hat er über 1.300 Personen erfasst und den Stammbaum Fritz Reuters neu überarbeitet. Dazu wurden von ihm zahlreiche Kirchenbucheintragungen, Volkszählungslisten, Ortsfamilienbücher u.a. ausgewertet. Neben allen Reuterforschern, die mit dieser Zusammenstellung ein übersichtliches und leicht zu handhabendes Nachschlagewerk erhalten, kann diese Sammlung jeder und jedem die Frage nach der möglichen eigenen familiären Beziehung zum Schriftsteller beantworten. Ein umfangreiches Register erleichtert die Arbeit mit dem Buch. Abgerundet wird diese Publikation durch eine Fotogalerie mit nahen oder auch entfernteren Verwandten Fritz Reuters, deren Fotografien an dieser Stelle größtenteils erstmalig veröffentlicht werden.

Das Buch Fritz Reuters Genealogie. Ein Familienbuch über Herkunft und verwandtschaftliche Beziehungen des Heinrich Ludwig Christian Friederich Reuter von Hans-Georg Kunisch kann ab sofort zum Preis von 15 EUR im Fritz-Reuter-Literaturmuseum erworben werden.

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VON SCHWEINEN, FRÖSCHEN UND WÖLFEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 24. Nov 2021

Viel Vergnügen hatten die Gäste am 18. November beim märchenhaften Puppentheater im Schloss Stavenhagen. Katharina Sell und Frank Hirrich vom Figurentheater Ernst-Heiter (Alt Schönau) zeigten am Vormittag „Drei kleine Schweinchen“ für die Kinder aus der Kita „Lütt Matten“ sowie in der Abendvorstellung „Der Froschkönig“ und „Rotkäppchen“ für Erwachsene, jeweils in adaptierter Form.

Mit wunderbaren Kulissen, Kostümen und Handpuppen verzauberten sie Klein und Groß mit diesen Märchen, die – gut erzählt – einmal mehr ihre anhaltende Gültigkeit bewiesen haben.

Die Veranstaltungen wurden durch den Kulturförderetat des Landkreis Mecklenburgische Seenplatte kofinanziert, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken wollen!

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DER NEUE KIKUT IST DA!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 17. Nov 2021

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass Heft Nr. 37 der Schriftenreihe Kikut des Fritz-Reuter-Literaturmuseums erschienen ist. Auch die zwischenzeitlich herausgegebenen Sonderhefte – inhaltlich unbestreitbar anspruchsvoll und spannend – konnten den Eindruck, das Museum sei in einen Dornröschenschlaf gefallen, nicht wegwischen. Im Laufe der Zeit erreichten uns verwunderte oder verärgerte Nachfragen, einige Interessierte hatten vielleicht schon die Hoffnung auf eine Fortsetzung der früher fast immer jährlich erschienenen Schriftenreihe aufgegeben.

Nun kommt sozusagen „ein Zeichen des Erwachens“, Kikut Nr. 38, verbunden mit der Hoffnung, Ihnen damit wieder in bewährter Weise einen Mix aus Unterhaltung und Wissensmehrung anbieten zu können.

Unser Dank gilt den Autoren und der Autorin, die mit ihren witzigen und nachdenklichen (plattdeutschen) Prosatexten und (hochdeutschen) Essays zu Aspekten aus Fritz Reuters Leben, zu seinem Nachruhm oder zur Rezeptionsgeschichte seines Werkes viel zum Gelingen dieses Heftes beigetragen haben. Die Zeichnungen von Miriam Uhlig sind bereits vor vier Jahren entstanden; sie geben Ihnen einen Eindruck, wie der Reutersche Lebenslauf auf eine Jugendliche wirken kann – auch ihr sei für ihren Beitrag zur Gestaltung des Heftes gedankt.

Der neue Kikut kann ab sofort zum Preis von 6 Euro über das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen bezogen werden.

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VERLEIHUNG DES FRITZ-REUTER-LITERATURPREISES 2021

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 11. Nov 2021

Am 7. November 2021, dem Geburtstag Fritz Reuters, wurde im Schloss von Stavenhagen zum 23. Mal der nach dem Dichter benannte Preis verliehen. Mit ihm werden von der Stadt Stavenhagen, der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin und dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum Verdienste um die plattdeutsche Sprache oder die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fritz Reuter oder anderen niederdeutschen Schriftstellern und Schriftstellerinnen geehrt.

Edeltraud Richter, die Preisträgerin dieses Jahres, die in dem kleinen Ort Trittelwitz nahe Demmin lebt, hielt eine berührende und zugleich erfrischende Dankesrede – up Platt; Gleiches gilt für die Laudatio von Joachim Meier, der, als ihr Lektor, die Autorin und ihr Werk bestens kennt. Für alle Gäste war auf diese Weise viel Gelegenheit, die geliebte Sprache zu hören. Vier Mitglieder der Demminer Jagdhornbläser, einem Ensemble, dem Frau Richter Inspirationen für die Texte ihres ersten Buches verdankt, begleiteten die Feier mit Jagdsignalen und bekannten Liedmelodien.

Die drei Bücher von Edeltraud Richter, die sie im Selbstverlag herausgegeben hat, können im Fritz-Reuter-Literaturmuseum erworben werden.

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TAG DER ALTSTADT IN STAVENHAGEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 05. Nov 2021

Am 28. Oktober wurden 30 Jahre Stadtsanierung Stavenhagen mit einem Tag der Altstadt gewürdigt. Um 10 Uhr begrüßte der Bürgermeister Stefan Guzu die Gäste im Fritz-Reuter-Literaturmuseum und eröffnete die Ausstellung „30 Jahre Stadtsanierung in der Reuterstadt Stavenhagen“.

Seit 1991 wurden insgesamt 24,4 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel von Bund, Land und Gemeinde für die Sanierung und Verschönerung der historischen Altstadt und 4,7 Millionen Euro für das Neubaugebiet Weststadt eingesetzt. Straßen und Plätze konnten neugestaltet werden, die ehemals grauen Straßenzüge sind Geschichte. Farbenfrohe Fassaden prägen heute das Stadtbild und machen die Altstadt liebenswert.

Nach der Ausstellungseröffnung wurde auf einem Spaziergang die Route des neuen interaktiven Stadtrundganges vorgestellt. Wer diesen Rundgang verpasst hat, kann jederzeit mit seinem Smartphone selbst auf Tour gehen: Einfach den QR-Code scannen und schon kann es losgehen. Durch den Klick auf die digitale Karte sehen Sie an den einzelnen Stationen des Rundgangs alte und neue Fotos und erfahren spannende Fakten zu den Highlights der Stadtsanierung in Stavenhagen. Eine mögliche Ergänzung durch historische Stätten, insbesondere zu Personen und Themen aus den Werken Fritz Reuters, ist bereits angedacht.

Die Ausstellung „30 Jahre Stadtsanierung“ samt Fotodokumentation ist bis zum 22. Dezember im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu besichtigen. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist kostenfrei.

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REUTER-RIEMELS UND RIESENEICHEN IN STAVENHAGEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 07. Oct 2021

Rein in die Bahn und raus ins kleine Abenteuer: Mit dieser Idee schickt DB Regio Ingo Ruff, die Stimme der Bahn und Kult-Moderator sowie Bahnfan Alexander Dieck von Antenne Brandenburg quer durch MV. Das witzige Duo lässt sich treiben, mal beim Stadtbummel, mal im Kanu oder mit dem Tandem.
Die Podcaster treffen tolle Typen, testen ihr Talent und teilen mit ihrem Publikum die Schätze, die ihnen unterwegs begegnen. Hören Sie einfach mal rein und lassen Sie sich überraschen.

Folge 19: Reuter-Riemels und Rieseneichen in Stavenhagen

Sein Leben taugt zum Krimi, erfahren Ingo & Alex im Literaturmuseum über Fritz Reuter: Der Häftling und Trunkenbold wurde zum Bestsellerautor – in Plattdeutsch. An seinen „Riemels“ knobeln auch die zwei, bevor sie zum Ivenacker Tiergarten wandern. Staunend stehen sie vor einem Phänomen: tausendjährige Eichen, dick und hohl, aber vital und grün. Wie viele Kinder in den Baumstamm passen, wie Baumyoga geht und was der Baumkronenpfad so alles offenbart, hören Sie hier:

Entdecke MV mit Ingo und Alex: Treib gut! - Der Podcast (bahn.de)

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WAS BLEIBET ABER … – LITERATUR IM LAND

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 13. Sep 2021

Am 12. September eröffnete die stellvertretende Museumsleiterin, Frau Marit Haferkorn, die Wanderausstellung Was bleibet aber ... Literatur im Land der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) im Fritz-Reuter-Literaturmuseum.

„Was bleibet aber, stiften die Dichter.“ Friedrich Hölderlin schrieb diese Zeile vor über zweihundert Jahren. Mittlerweile ist sie ein geflügeltes Wort und im kulturellen Gedächtnis verankert. Nicht jeder kennt dieses Zitat, weiß, von wem es stammt oder wer Hölderlin war. Doch seine Dichtung bleibt.

Die Ausstellung Was bleibet aber ... – Literatur im Land der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten zeigt Szenarien, die vor unserer Haustür stattfinden und literarische Schauplätze, die unserer Wirklichkeit so sehr ähneln, dass sie auch heute beschrieben werden könnten: Denn ob Krieg oder Bündnis, Widerstand oder Flucht, Zensur oder Freiheit – es gibt Ereignisse, die einzelne Leben, das Land oder die ganze Welt verändern und Fragen aufwerfen, auf die Menschen vor Jahrhunderten Antworten suchten und die uns bis heute nicht loslassen.

Die Wanderausstellung ist bis zum 10. Oktober im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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EDELTRAUD RICHTER IST PREISTRÄGERIN DES FRITZ-REUTER-LITERATURPREISES 2021

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 10. Sep 2021

Die Wahl der Jury fiel einstimmig auf Edeltraud Richter aus Schönfeld/Trittelwitz bei Demmin, die für ihr Buch Plietschen Kram: Plattdüütsche Gedichte un Geschichten ut uns Dag` mit dem diesjährigen Fritz-Reuter-Literaturpreis ausgezeichnet wird.

Mit Edeltraud Richter wird eine Autorin geehrt, die auf Grund ihrer steten Nähe zum Niederdeutschen diese Sprache genau kennt und in ihren Texten gekonnt anzuwenden versteht. In ernsten und lustigen Geschichten beschreibt sie, oft mit einem kleinen Augenzwinkern, (uns) Menschen mit allen Freuden und Sorgen des alltäglichen Lebens. Die Schönheit und der Reichtum der Natur, wie etwa Wetterereignisse oder der Wechsel der Jahreszeiten, werden insbesondere in ihren Gedichten erlebbar; auch in ihrer Lyrik nutzt Edeltraud Richter souverän die vielfältigen Ausdrucksstärken des Niederdeutschen.

Die Autorin nimmt kritisch und heiter zugleich die Ungereimtheiten des gesellschaftlichen Lebens aufs Korn. Sie sucht nach Ursachen solcher Missgeschicke und ungünstiger Entwicklungen und deutet Wege zur Besserung derselben an. Aktuelle Probleme sind eingefangen im Verständnis für die große, ewig gleiche Bandbreite menschlichen Verhaltens zwischen Herzensgüte und Niedertracht.

Ihre Gedichte und Kurzgeschichten hat Edeltraud Richter in die sechs Kapitel Kinner- un Jugendtiet, Öllertiet, Politik, Gesett un Rägeln, Lachen und Heimat geordnet, so dass eine thematische Auswahl beim Lesen ermöglicht wird. Das 2019 in Stavenhagen erschienene Buch wurde von Jim Schütz aus Neu Ziddorf bei Teterow mit von leichter Hand gezeichneten Illustrationen versehen und fällt durch seinen leuchtend gelben Umschlag ins Auge.

Edeltraud Richter stammt vom Fischland, hat in Greifswald Germanistik und Kunsterziehung studiert und viele Jahre als Lehrerin in Franzburg, Ribnitz und Schönfeld gearbeitet. Seit 1995 ist sie Mitglied des Bundes Niederdeutscher Autoren e.V. und hat in Anthologien und ihren Büchern Bi August Voß geiht alls nah achtern los und So is dat Läben viele niederdeutsche Texte und Gedichte veröffentlicht. Ihr trockener, pointierter Vortrag eigener - oder gelegentlich fremder - Texte hat sie darüber hinaus als Vorleserin bekannt und gefragt gemacht.

Der mit 2.000 Euro dotierte Fritz-Reuter-Literaturpreis wird seit 1999 jährlich vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Stadt Stavenhagen vergeben. Gegenstand der Würdigung sind neue Literatur in niederdeutscher Sprache, sprach- bzw. literaturwissenschaftliche Arbeiten sowie die Förderung des Niederdeutschen. Finanziert wird der Preis zu gleichen Teilen durch die Reuterstadt Stavenhagen und die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin. Verliehen wird der Preis traditionell am 7. November, dem Geburtstag Fritz Reuters, im Schloss seiner Heimatstadt Stavenhagen.

Marit Haferkorn, Stellvertretende Museumsleiterin

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ECKHARDT REHBERG IM FRITZ-REUTER-LITERATURMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 01. Sep 2021

Am 27. August besuchte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, zusammen mit Marc Reinhardt und Dr. Stephan Bunge das Fritz-Reuter-Literaturmuseum in Stavenhagen.

Eckhardt Rehberg hat sich maßgeblich für die Bezuschussung der Förderung von Sanierungsmaßnahmen am Fritz-Reuter-Literaturmuseum im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogrammes X eingesetzt. So sollen an unserem Haus zwei Außentüren denkmalgerecht aufgearbeitet, vier Gaubenfenster und das Hoftor neu hergestellt, die Schornsteinköpfe saniert und umfangreiche Fassadenarbeiten am Seitenflügel durchgeführt werden. Das Investitionsvolumen wird auf 100 T € geschätzt, davon werden 40 T € als Zuschuss bereitgestellt.

Herr Rehberg, Herr Reinhardt und Herr Dr. Bunge konnten sich bei Ihrem Besuch von der Notwendigkeit der Arbeiten überzeugen. An dieser Stelle möchte sich auch das Team des Museums recht herzlich für ihr Engagement zum Erhalt des Hauses bedanken.

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BESUCH IM FRITZ-REUTER-LITERATURMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 20. Aug 2021

Was machen eigentlich Polizisten*innen im Ruhestand? Wer sich das fragt, dem können wir sagen:

Sie besuchen unter anderem unsere schöne Reuterstadt und besichtigen das Fritz-Reuter-Literaturmuseum.

Bei strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen empfingen am 13. August Frau Dr. Cornelia Nenz (ehemalige Museumsleiterin) und Frau Christine Buchmann (Bauamtsleiterin) eine Delegation von 33 ehemaligen Polizisten*innen aus Rheinland-Pfalz auf dem Museumshof.

Nach der Eröffnung durch Frau Buchmann erhielten die ehemaligen Mitarbeiter*innen der Polizei Einblicke in das Leben und Wirken Fritz Reuters durch Frau Dr. Nenz. Aufgrund der Größe der Gruppe wurden keine Führungen durchgeführt, aber jeder Besucher und jede Besucherin konnte das Museum in Eigenregie besichtigen.

Auf Wunsch signierte Frau Dr. Nenz Bücher über die 750-jährige Geschichte Stavenhagens, die als Gastgeschenk bereitlagen und beantwortete viele Fragen der Teilnehmer*innen, von denen einige auch selbst ehrenamtlich in Museen mitarbeiten.

Wer Interesse am Stavenhagener Schloss hatte, konnte dieses mit Frau Buchmann besichtigen und erfuhr Wissenswertes über dessen Geschichte.

Wir freuen uns, dass es den Teilnehmern*innen sehr gefallen hat und hoffen, sie nehmen schöne Eindrücke aus unserem Literaturmuseum und der Reuterstadt mit nach Rheinland-Pfalz.

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DAS WAR DIE MUSEUMSHOFFETE 2021

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 09. Aug 2021

Nachdem die traditionelle Museumshoffete pandemiebedingt im vergangenen Jahr abgesagt werden musste, hatten das Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Vorstand des Fördervereins Reuter-Museen e. V. am 6. August wieder auf den Museumshof eingeladen. Den Bestimmungen der aktuellen Landesverordnung geschuldet, war die Zahl der Gäste in diesem Jahr allerdings stark begrenzt.

Äten, Drinken, Vertellen und Verpusten, für alles war aufgrund der Tatkraft und des Engagements der Mitglieder des Fördervereins und der Mitarbeiter von Museum und Stadtbauhof gesorgt. Anfangs schien das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung machen zu wollen. Schließlich aber hatte Petrus ein Einsehen, und so stand auch dem Kulturerlebnis nichts mehr im Wege.

Nach ihrem Erfolg mit „Unerhörte Ostfrauen“ im Jahr 2019 stellten die Autorinnen Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel ihr neues Buch „Problemzone Ostmann?“ vor, in dem sie hinter Klischees schauen und ein differenziertes, vielschichtiges Bild der Lebenswirklichkeiten in Ostdeutschland vor und nach der Wende zeichnen. Die Autorinnen nahmen die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch achtzig Jahre deutsche Geschichte, warmherzig erzählt, zuweilen aber auch mit tragischen Untertönen.

Die Mitarbeiter des Museums und die Mitglieder des Fördervereins Reuter-Museen e. V. möchten sich noch einmal bei allen bedanken, die zu dieser wiederum gelungenen Veranstaltung beigetragen haben, bei den fleißigen Kuchenbäckerinnen ebenso wie bei den Sponsoren des einfachen Büffets.

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„WEISSE SCHÖNHEITEN“ IM FRITZ-REUTER-LITERATURMUSEUM

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 30. Jul 2021

Durch die pandemiebedingten Einschränkungen konnte das Fritz-Reuter-Literaturmuseum erst am 25. Juli die erste Sonderausstellung in diesem Jahr eröffnen. „Weiße Schönheiten vom Kummerower See“ – unter diesem Motto präsentiert das maluka-Porzellanatelier der Gnevezower Künstlerin Marie-Luise Franz Unikate und Kleinserien aus Porzellan, darunter Vasen, Schalen und Leuchten, aber auch Schmuckgegenstände.

Mehr als zwei Dutzend interessierter Gäste hatten sich pünktlich zur Vernissage eingefunden. Musikalisch umrahmt von der Singer Songwriterin Ada von Weiss, wurde auf dem Museumshof zunächst die obligate Eröffnungsrede gehalten und die Künstlerin vorgestellt. Anschließend wurde die Ausstellung für das Publikum freigegeben, viele der Besucher nutzten die Möglichkeit, mit Marie-Luise Franz ins Gespräch zu kommen.

Die Verkaufsausstellung kann noch bis zum 5. September zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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FINISSAGE DER SONDERAUSSTELLUNG VON PETER WALL

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 23. Jul 2021

Am 16. Juli 2021 endete mit einer Finissage die wohl längste Sonderausstellung, die das Fritz-Reuter-Literaturmuseum je hatte.

Die Ausstellung von Peter Wall, einem Maler, Zeichner und Illustrator aus Seedorf am Malchiner See, sollte eigentlich ab dem 1. November 2020 gezeigt werden. Doch das Museum war vom 2. November bis in den Mai 2021 mit einer kurzen vorösterlichen Unterbrechung wegen der Corvid-19-Situation geschlossen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir den Museumsgästen in den vergangenen Wochen die Acrylmalereien und Federzeichnungen von Peter Wall zeigen und zum Ende der Ausstellung mit dem Künstler angeregt ins Gespräch kommen konnten.

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ERSTE BESUCHER NACH DEM LOCKDOWN MIT BLUMEN EMPFANGEN

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 18. Mar 2021

Nach so langer Schließzeit war es für die Mitarbeiter des Fritz-Reuter-Literaturmuseums wie bei einer Neueröffnung. Weil es immerhin viereinhalb Monate geschlossen war, bekamen die ersten Besucher einen Blumenstrauß von Marit Haferkorn, stellvertretende Leiterin überreicht.

Das waren Ulrich Ganschow aus Stavenhagen mit seinem achtjährigen Enkel Carlo Spradau. „Er geht in Jürgenstorf zur Schule und hat dort Plattdeutsch“, sagte Ganschow. Deswegen sei er interessiert gewesen. Beide hätten sich schon länger für einen Museumsbesuch verabredet. Doch bis sie tatsächlich durch die Ausstellung über das Leben und die Literatur von Fritz Reuter streifen konnten, mussten sie wegen der Corona-Beschränkungen einige Monate warten.

„Es war höchste Zeit, dass wir wieder öffnen“, sagte auch Marit Haferkorn. Am ersten Tag fanden zwar nur vier Besucher den Weg in das Museum am Stavenhagener Markt. Doch der Besucherbetrieb müsse nach einer so langen Zeit erst wieder anlaufen, meinte sie. Ohne Touristen im Land sei das aber gar nicht so einfach. So waren die ersten Interessierten auch aus der Reuterstadt selbst. Man hofft natürlich auf mehr. Auf Busse und Touristen-PKW mit eher fremden Kennzeichen.

Die Besucher schauten sich die Dauerausstellung und auch die Sonderschau mit Ölmalerei und Zeichnungen von Peter Wall aus Seedorf am Malchiner See an. Letztere war eigentlich nie eröffnet worden, berichtete Marit Haferkorn. Denn nach dem geplanten Eröffnungstermin am 1. November musste das Museum geschlossen werden. Deswegen habe man den Termin abgesagt. Die zumeist surrealen Arbeiten des freiberuflichen Malers und Illustrators unter dem Motto „Das, was wir sehen in Zeit und Raum, ist nur ein Traum in einem Traum“ werden noch ein paar Wochen zu sehen sein. Im Museum denkt man aber schon darüber nach, wenigstens zum Abschluss der Ausstellung eine Finissage zu veranstalten.

Kontakt zum Autor
e.kruse@nordkurier.de

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Reuterstädter Literaturtage boten Vielfalt und Klasse

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 22. Oct 2020

Ja, die Bedingungen waren erschwert und durchaus immer noch ungewohnt für Veranstalter, Gäste und Publikum. Rückblickend aber hat es sich gelohnt.

Die Gäste kamen gern nach Stavenhagen und lockten Publikum aus Berlin, Rostock, Greifswald, Demmin, Neubrandenburg oder Neustrelitz, vor allem aber die Stavenhagener selbst. Auch bei eingehaltenen Corona-Regeln sprang der Funke ausnahmslos über, ein Knistern, Rührung oder Staunen lagen in der Luft.

Beim Auftakt mit Cornelia Nenz und Christian Peplow, als mit Händen greifbar wurde, warum Alwine Wuthenow in die vorderste Reihe der Niederdeutsch-Dichter gehört.

Als Oliver Hohlfeld und Sophie Dietel im Museum ganz ernsthaft über die Bedeutung von Kultur und ihre Bedrohung sprachen und die Zuhörer auf eine absurd-komische Reise in Landes- und Kommunalpolitik, vor allem aber in die Institution Theater mitnahmen.

Als Gunnar Decker im Schloss DDR-Literatur, Weltpolitik und persönliche Erinnerung brillant verflocht.

Und als es in der Stadtkirche schnurrte, flötete, fauchte und raunte, dass es nur so eine Freude war, als es äußerlich kalt und durch Christians Steyers Vortragskunst innerlich warm wurde.

Mit den wendungs- und pointenreichen plattdeutschen Geschichten von Edeltraut Richter, von ihr selbst so schnörkellos vorgetragen.

Und als Irmtraud Gutschke uns in Aitmatows Träume mitnahm und großes Weltempfinden den Saal füllte.

Wiederbegegnungen und Neues, gleich zwei Buchpremieren, darunter eine des Aufbau-Verlages. Und immer wieder lag der Begriff Heimat in der Luft, alles andere als verstaubt und abgelegt. Und auch die Wende, ihre geistigen Grundlagen und die Vereinigung waren passend zu „30 Jahre Deutsche Einheit“. Anlass für kluge Sätze, Fragen und Gespräche, die nachhallen.

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22. Fritz-Reuter-Literaturpreis an Gisbert Strotdrees vergeben!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 15. Oct 2020

22. Fritz-Reuter-Literaturpreis: Auszeichnung für ein faszinierendes Buch: IM ANFANG WAR DIE WOORT

Der Fritz-Reuter-Literaturpreis 2020 geht an Gisbert Strotdrees aus Münster in Westfalen. Ausgezeichnet wird der Autor für sein Buch "Im Anfang war die Woort. Flurnamen in Westfalen" (= Westfälische Beiträge zur niederdeutschen Philologie, Bd. 16), das 2017 und in unveränderter Neuauflage 2018 erschien. In seinem Buch, dessen Beiträge zu großen Teilen auf einer Zeitungsserie des Autors basieren, hat Gisbert Strotdrees die Erkenntnisse des wissenschaftlichen Langzeitprojekts "Westfälischer Flurnamenatlas" für ein breites Publikum aufbereitet.

Sprachgeschichte, Sprachgeographie, Siedlungsgeschichte und Landwirtschaftsgeschichte werden zu einer hochinteressanten Lektüre für "jedermann" verwoben. Strotdrees "verdichtet" und "übersetzt" sprachwissenschaftliche Grundlagenforschung so hervorragend, daß Zusammenhänge, Besonderheiten und Entwicklungslinien von Sprache und Landschaft klar vor Augen treten. Sprachlich und fachlich überzeugend schafft er etwas, das nach einhelliger Meinung der Jury beispielgebend für viele weitere Regionen ist. In Text und Bild bietet das Buch einen ungewohnt faszinierenden Blick auf die Geschichte der Landschaft und der Menschen und der niederdeutschen Sprache.

Die vermeintliche Spezialdisziplin Flurnamenforschung erweist sich bei Gisbert Strotdrees als ein übergreifendes, uns alle interessierende und berührendes Forschungsgebiet. Flurnamen wie Woort, Esch, Geist, Kamp, Brink oder Kopp, zumeist mündlich durch die Jahrhunderte gereicht und heute nicht selten Rätsel aufgebend, sind ganz gegenwärtig. Die Arbeit zeigt exemplarisch wie aus Wörtern Namen werden und über Generationen, häufig über Jahrhunderte, in der naturräumlichen Umgebung des Menschen gespeichert werden. Strotdrees macht Lust, genauer hinzusehen.

"Am Anfang war die Woort" ist nicht nur eine umfassend volkskundliche Arbeit. Strotdrees' Buch zeigt wie nebenbei, dass wir auch heute ganz unmittelbar vom Niederdeutschen umgeben sind - häufig ohne es zu merken.

Insofern ist das buch eine Reise in den niederdeutschen Sprachkosmos, auch in (scheinbar) untergegangene Sprachwelten. Das Buch zeigt - ganz aktuell - den Wandel von Natur und Landschaft und deren Wahrnehmung durch eine niederdeutsch sprechende, weitgehend ländlich-bäuerliche Bevölkerung. Es sind häufig die einzigen sprachlichen - und zumeist niederdeutschen - Zeugnisse, die diese Bevölkerungsmehrheit verbreitet und hinterlassen hat. Gisbert Strotdrees macht sie lesbar.

Unter den Einsendungen und Vorschlägen aus ganz Norddeutschland sah die Jury in diesem Buch eine herausragende Vermittlungsarbeit und eine neuerliche Einladung zum Kennen- und Liebenlernen des Plattdeutschen.

Der mit 2.000 Euro dotierte Fritz-Reuter-Literaturpreis wird seit 1999 jährlich vom Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Stadt Stavenhagen vergeben - 2020 zum 22. Mal. Gegenstand des Würdigung sind neue Literatur in niederdeutscher Sprache (Lyrik/ Prosa), sprach- bzw. literaturwissenschaftliche Arbeiten sowie die Förderung des Niederdeutschen. Finanziert wird der Preis zu gleichen Teilen durch die Reuterstadt Stavenhagen und die Sparkasse Neubrandenburg-Demmin.

Verliehen wird der Preis traditionell am 7. November, dem Geburtstag Fritz Reuters, im Schloss seiner Heimatstadt Stavenhagen.

Bisherige Preisträger waren u.a. Johann Diedrich Bellmann (1999), Jürgen Grambow (2000), Wolfgang Mahnke (2003), Arnold Hückstädt (2004), Lisa Milbret (2006), das Redaktionskollegium der Zeitschrift Quickborn (2007), Manfred Brümmer (2010), der Bund Niederdeutscher Autoren e.V. (2011), Jens Jacobsen und Frerk Möller (2013), Siegfried A. Neumann (2015), ebenso Hartwig Suhrbier (2017) und zuletzt Anke Ortlieb (2019).

Gisbert Strotdrees, geboren 1960 in Harsewinkel, absolvierte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Universität Bielefeld ein Lehramtsstudium mit den Fächern Geschichtswissenschaft, Germanistik und Pädagogik, das er 1986 mit der Ersten Staatsprüfung für Lehramt (Sekundarstufen I und II) abschloss. Seit 1988 arbeitet er als Redakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft & Landleben in Münster für die Themenfelder Kultur, Freizeit, Agrar- und Landesgeschichte sowie Familie / Soziales.

Zahlreiche Buchveröffentlichungen des mehrfach ausgezeichneten Journalisten und Historikers, die meisten im Landwirtschaftsverlag Münster, beschäftigen sich mit der Alltagskultur, Agrargeschichte und Sozialgeschichte Westfalens und Nordwestdeutschlands. Sein Publikationsverzeichnis umfasst ebenso Arbeiten zur Migrationsgeschichte wie Biografienbände (z.B. "Es gab nicht nur die Droste. Sechzig Lebensbilder westfälischer Frauen", 1992, und "Ein Mann im Widerspruch. Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst", 1995).

Zwischen 2001 und 2008 veröffentlichte er drei Kinderbücher, die auf eingängige Weise das Leben auf dem Land und moderne Landtechnik erläutern und teils vielfache Übersetzungen erfuhren.

Seit 2001 ist der Preisträger Mitglied der Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen. Er hält regelmäßig Vorträge und nimmt seit 2003 Lehraufträge „Journalismus und Wissenschaft (Geschichte/Alltagskulturforschung)“ am Historischen Seminar – Abteilung für westfälische Landesgeschichte – der Universität Münster wahr.

Gisbert Strotdrees lebt mit seiner Familie in Münster-Hiltrup.

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Berührender Auftakt der Literaturtage

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 03. Oct 2020

Gäste und Veranstalter waren sich einig: berührend und poetisch war das Programm, mit dem am 16. September – an ihrem 200. Geburtstag – der plattdeutschen Dichterin Alwine Wuthenow (1820 – 1908) gedacht wurde.

Cornelia Nenz und Christian Peplow verstanden es, Werke und Leben der Vielgelobten zu verweben und für die Zuhörer in Schwingung zu bringen.

Mit ihrer Interpretation der Gedichte Wuthenows und einer sehr persönlichen Vorstellung der Dichterin wurde überdeutlich, warum ihr ein Ehrenplatz in der niederdeutschen Literaturgeschichte gebührt.

Übrigens: Bücher mit den Gedichten oder auch Briefe Alwine Wuthenows können im Fritz-Reuter-Literaturmuseum erworben werden.

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Sonderausstellung mit Grüßen aus der Stille

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 02. Oct 2020

Hörst Du es auch? Hören Sie es auch? Sehen und spüren Sie es? Die Bilder von Christine Meyer laden tatsächlich nicht nur zum Sehen, sondern auch zum „Hören“ und „Fühlen“, zum Nachspüren ein. Sie haben in ihrer Zartheit eine Kraft, der man sich nicht ohne weiteres entziehen kann.

So erging es bisher wohl allen Besuchern und besonders den Gästen der Ausstellungseröffnung am 13. September.

Die Ausstellung im Fritz-Reuter-Literaturmuseum präsentiert Bilder, die seit 2016 entstanden, einige erst in den letzten Monaten. Christine Meyer hat unübersehbar eine eigene „Handschrift“ entwickelt – dabei begegnen wir keinem Einerlei, sondern großer Vielfalt in Technik und Thematik.

Die Ausstellung ist noch bis zu 25. Oktober im Fritz-Reuter-Literaturmuseum zu sehen.

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Eine Wanderung zwischen Gestern und Heute ins Stavenhagener Stadtholz

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 28. Aug 2020

Am 23. August konnte die Buchpremiere für das kikut-Wanderbüchlein „Von der Reuterstadt Stavenhagen nach Ivenack“ nachgeholt werden. Das interessierte Publikum – aus Stavenhagen, der nähren und weiteren Umgebung – ging mit den Autoren Michael Häcker und Manfred Piontek „auf Schuster Rappen“ ganz real auf Wanderschaft vom Reuterdenkmal bis in die Krähenberge und tauchte dabei vor allem in geschichtliche und geologische Fragestellungen ein. Dem Premierenspaziergang sollen (auch für feste Gruppen) weitere Termine folgen. Das Büchlein kann für 4,50 € im Museum erworben werden.

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Ingrid und Ulf Annel zu Gast in Stavenhagen

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

Nein, eine Museumshoffete konnte es nicht sein. Und doch war es mehr als ein Ersatz für die sommerliche Kultveranstaltung.

Selbst bei, wegen Abstands- und Hygieneregeln reduzierter Gästezahl – gekommen waren am 7. August ein gutes Drittel sonstiger Besucher – wäre der Museumshof zu klein gewesen. Alternativ zeigte der Schlosshof seine Klasse. Bei hochsommerlichen Temperaturen, leichtem Wind, der die Besucher erfrischte (und das Abbild des an diesem Abend im Mittelpunkt stehenden Dichters zu Fall brachte) und ausreichendem Schatten konnte das unterhaltsame Anekdotenprogramm mit dem Erfurter Autorenpaar Ingrid und Ulf Annel „über die Bühne gehen“.

Der „schillernde Friedrich“ stand den Zuhörern dabei weniger als Dichterheroe, denn als Mensch vor Augen: Mit den nötigen Beschränkungen mag es sich gänzlich „anders“ und ungewohnt „anfühlen“, aber die Veranstaltung lieferte mehr als ein virtueller Stream es vermag. So bleibt der Austausch zwischen Künstlern und Publikum wichtig, ebenso das einende Erlebnis, ein wichtiges Band auch zwischen den Mitgliedern des Fördervereins Reutermuseen e.V.

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„Liquid Soul“ in der Stavenhagener Stadtkirche

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

„Musik, die auszog, das Staunen zu lehren:“ So urteilte die Weltmusikzeitschrift Folker über die ungewöhnlichen Klänge des Duos Liquid Soul. Liquid Soul – das sind Gert Anklam und Beate Gatscha aus Berlin.

In der unter Corona-Regeln gut gefüllten Stadtkirche gab das Duo nach der musikalischen Umrahmung der Vernissage zur Sonderausstellung der Potsdamer Künstlerin Barbara Illmer am 2. August ein kleines Konzert in der Stavenhagener Stadtkirche. Erneut ging von der Kunst an jenem Sonntag eine spürbare, sich übertragende Faszination aus. Ähnlich bescheiden wie Barbara Illmer hätten auch die Musiker Beate Gatscha und Gert Anklam allein die Musik sprechen lassen können. Allein, die einzigartigen Instrumente drängten nach Erklärung, und auch in spontan auftretende „Verbindungen“ zwischen der Musik und den im Museum ausgestellten Objekten, also zwischen den Künstlern, wurden die Zuhörer einbezogen.

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„Verschlossene Werte“ – Eröffnung der Sonderausstellung von Barbara Illmer

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 21. Aug 2020

Am 2. August eröffnete das Fritz-Reuter-Literaturmuseum die erste Sonderausstellung seit Beginn der Corona- Einschränkungen. Dabei lassen sich mit den Fragen, die die Potsdamer Künstlerin Barbara Illmer beschäftigen, vielfältige aktuelle – eigentlich allgemeingültige – Bezüge herstellen.

Mehr als zwei Dutzend interessierter Gäste hatten sich, trotzbedrohlichen Sturms und Regens, der erst pünktlich zur Vernissage aufhörte, eingefunden. Sokonnten die Eröffnungsreden vor den weit geöffneten Türen des Hauses auf dem Markt gehalten werden. Der Eintritt in die Ausstellung – in der Art einer Kunst- und Wunderkammer – war vorab und im Anschluss nur in kleinen Gruppen möglich. Die Kunstwissenschaftlerin und Galeristin Gabriele Ivan gelang der Spagat, vor dem Haus „durch die Ausstellung zu führen“. Ihre mit „Naturwunder – Kunstwunder“ betitelte Einführung war eine einprägsame Erklär- und Deutungshilfe, die die Arbeit der Objektkünstlerin in den historischen Rahmen und gegenwärtige Kunsttendenzen einordnete und eine „Sehhilfe“ für die Tiefen der einzelnen Objekte bot.

Für die musikalische Umrahmung der Vernissage sorgte das Duo „Liquid Soul“ aus Berlin, die im Anschluss noch ein kleines Konzert in der Stadtkirche gaben.

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Von der Reuterstadt Stavenhagen nach Ivenack - Das neue Kikut Sonderheft ist da!

Fritz-Reuter-Literaturmuseum 24. Jul 2020

Wir wollen Sie einladen zu einer Wanderung, die Grenzen überschreitet.
Nicht, dass sie Sie an körperliche Grenzen bringen würde. Aber Sie überwinden Grenzen anderer Art: Sie spazieren ganz gegenwärtig und werfen zugleich immer wieder Blicke in die Vergangenheit. Auch Stadt- und Gemeindegrenzen sind natürlich keine Hürde.
Es gefällt, wie selbstverständlich uns die Autoren Michael Häcker und Manfred Piontek vor Augen führen, dass die Stadt Stavenhagen, der Ivenacker Tiergarten mit seinen uralten Eichen und auch die Gemeinde Ivenack eng miteinander verbunden sind. Etwas, das übrigens auch Fritz Reuter schon wusste. Ganz unaufdringlich kommt er immer wieder zu Wort, während wir im Plauderton spazieren. Dabei wird es durchaus auch sagenhaft, aber vor allem faktenreich. Und so dürfen wir Ihnen versprechen, dass alle Leser, jung oder alt, auf unterhaltsame Art viel Interessantes und Neues erfahren. Manch knifflige Frage zur Geschichte der Reuterstadt wird hier wie nebenbei beantwortet.
Handlich, reich illustriert und mit aussagekräftigem Kartenmaterial versehen – so kann die neueste Publikation aus dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum mit Gewinn im heimischen Lesesessel, im Hotel- oder Ferienzimmer und ebenso beim Spaziergang durch unsere herrliche Natur- und Kulturlandschaft gelesen werden.
Erhältlich ist die Broschüre für nur 4,50 Euro im Fritz-Reuter-Literaturmuseum, in der Stadtinformation sowie in der Stadtbibliothek Stavenhagen.

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