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GEWINNSPIEL FÜR KINDER

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 10. Apr 2020

Jede Familie hat eine spannende Migrationsgeschichte zu erzählen. Glaubst du nicht? Dann wird es Zeit, dass du zum Forscher wirst und dich und deine Familie befragst. Schau dir dazu unsere Definition von Migration an:

Defintion: Bei einer Migration wandern Menschen von einem Ort zu einem anderen. Warum und wohin, das ist ganz unterschiedlich. Aus- und Einwanderung, Flucht und Vertreibung – all das ist Migration.

„Von einem Ort zu einem anderen.“ Das kann ein dauerhafter Umzug in die USA bedeuten, genauso gut kann damit der kurze Umzug in das Nachbardorf gemeint sein. Vielleicht ist deine Mama mal zum Studieren umgezogen? Vielleicht hat dein Opa mal woanders gearbeitet oder jemand aus deiner Familie ist während des Zweiten Weltkrieges geflohen oder vertrieben worden?

Mit unserem Fragebogen kannst du deine Familie und ihre Migrationsgeschichte erforschen. Wenn du alle Fragen beantwortet hast, kannst du die Wanderroute deiner Familie in die Deutschlandkarte oder in die Weltkarte (je nachdem, wo deine Familie schon überall gelebt hat) einzeichnen.

Und wenn du schon dabei bist, die Geschichte deiner Familie zu erforschen, kannst du das Bild von deinen Eltern, deinen Omas und Opas gleich vervollständigen: Male oder zeichne die Gesichter deiner Vorfahren in Bilderrahmen. Und natürlich würden wir uns freuen, wenn du uns in einem kurzen Text berichtest, was dich an den Erzählungen deiner Eltern und Großeltern am meisten überrascht oder beeindruckt hat. Oder male uns dazu ein Bild.

Den Fragebogen, die Vorlage für die Bilderrahmen, die Landkarte und eine Einverständniserklärung für deine Eltern kannst Du hier herunterladen, zuhause ausdrucken und bearbeiten.
 

Du möchtest an unserem Gewinnspiel teilnehmen?

Dann schickst Du bitte den Fragebogen, die Bilder von deiner Familie (in den vorgegebenen Bilderrahmen), die Landkarte, deinen kurzen Text und die von deinen Eltern unterzeichnete Einverständniserklärung bis spätestens Sonntag, 17. Mai 2020, per Post an:

Deutsches Auswandererhaus
„Wanderroute“
Columbusstraße 65
27568 Bremerhaven

Oder du lässt alle diese Zettel von deinen Eltern einscannen und sendest sie als E-Mail an: presse@dah-bremerhaven.de.
Bitte schreibe in die Betreffzeile: „Wanderroute“. Danke!

Unter allen eingereichten Familiengeschichten verlosen wir attraktive Preise, darunter drei Familientickets für das Deutsche Auswandererhaus.

Voraussetzung ist, dass die Unterlagen vollständig sind.

Wir freuen uns auf deine Geschichte und Bilder und sind schon ganz gespannt, was du so alles über deine Eltern, die Omas und Opas herausfindest.

 

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WIR SUCHEN IHRE HEIMAT!

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 09. Apr 2020

Ein Wort, das groß wird, wenn die Welt groß wird: HEIMAT. Oft bekommen wir erst dann eine Idee, was es für uns bedeutet, wenn uns „die Heimat“ fehlt. Dann sind wir froh über die kleinen Dinge, die uns an sie erinnern. Haben auch Sie so ein Ding?

Mit einer Umfrage suchen das Deutsche Auswandererhaus und die Nordsee-Zeitung genau dieses Stück - und die dazugehörige Geschichte.

Was nimmt man eigentlich mit, wenn man für lange Zeit fortgeht? In eine andere Stadt, in ein anderes Land oder sogar einen anderen Kontinent. Was packt man in die wenigen Koffer? Erst einmal das Vernünftige, das Nützliche, das objektiv Wertvolle. Werkzeug, Geld, Schmuck. Vieles davon liegt einem eigentlich gar nicht so sehr am Herzen, aber man wird es brauchen. Und dann gibt es da diese ein, zwei wichtigen Dinge: der alte Plüsch-Hase, der Hut des Großvaters oder ein Rezept aus der elterlichen Küche, ein Foto vom 16. Geburtstag, der getrocknete Kommunionskranz oder ein traditionelles Musikinstrument.

HEIMAT-IDEEN UND HEIMAT-OBJEKTE

Diese Objekte sind auch für die Forscher*innen des Deutschen Auswandererhauses etwas Besonderes: Sie sind nicht nur persönliche Erinnerungsobjekte, sondern stehen unter anderem auch für eine ganz individuelle Bedeutung des Wortes „Heimat“. Sie sind die realen Spuren der Geschichten und Erfahrungen, die das Museum sammelt und präsentiert – als Gegenstände und in Interviews, real wie digital.

Nun will das Deutsche Auswandererhaus in Kooperation mit der Nordsee-Zeitung mehr von Heimat-Ideen und von Heimat-Objekten erzählen. Nicht nur von denen, die es schon hat, sondern von Ihren!

Haben oder hatten Sie auch so ein Objekt, das für Sie „Heimat“ bedeutet und das Sie unbedingt begleiten müsste? Kann man „ihre“ Heimat überhaupt im Koffer mitnehmen? Oder bedeutet Heimat etwas ganz anderes für Sie? Dann berichten Sie uns doch bitte davon!

Sie müssen keine Auswanderin, kein Auswanderer sein oder aus einer bestimmten Region stammen und nur einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Diesen Fragebogen können Sie mitsamt der Datenschutzerklärung hier als pdf-Datei herunterladen und gleich am Computer ausfüllen. Wir freuen uns außerdem über ein Foto von Ihrem persönlichen Heimat-Objekt.

Eine Auswahl der Beiträge erscheint in der Nordsee-Zeitung.

Wer einen besonderen Beitrag zur Forschung leisten möchte: Das Deutsche Auswandererhaus ist immer auf der Suche nach neuen Objekten zum Thema „Heimat“ für die Sammlung.

Senden Sie uns diesen Fragebogen bitte als pdf-Datei oder eingescannt/abfotografiert per E-Mail mit dem Betreff „Heimat-Umfrage“ an: presse@dah-bremerhaven.de. Bitte fügen Sie auch ein digitales Foto Ihres Heimat-Objektes an.

Oder schicken Sie den ausgefüllten und unterschriebenen Fragebogen mit einem Foto Ihres Heimat-Objektes (das wir Ihnen gerne wieder zurückschicken) postalisch an:

Deutsches Auswandererhaus
„Heimat-Umfrage“
Columbusstraße 65
27568 Bremerhaven

Wir freuen uns auf Ihre Einsendung und verlosen unter allen Teilnehmer*innen drei Familientickets für das Deutsche Auswandererhaus!

#HEIMATOBJEKT

Gerne können Sie auch unter dem Hashtag #heimatobjekt Ihre Bilder und Geschichten auf Instagram oder Facebook teilen.

Weiterführende Informationen, sowie zahlreiche Objekte die Heimat- oder Heimwehgeschichte erzählen, finden Sie hier.

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Sonderausstellung „,Und mitten in dem Ganzen stehen die Frauen der Welt’ – Exil und Rückkehr der AWO-Gründerin Marie Juchacz“

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 28. Feb 2020

Neue Sonderausstellung: 21. Februar bis 31. Juli 2020

Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, Frauenrechtlerin, Sozialdemokratin – die 1879 geborene Marie Juchacz hat Bemerkenswertes in ihrem Leben geschafft: Als erste Frau steht sie im Jahr 1919 während der Weimarer Republik in der deutschen Nationalversammlung am Rednerpult, gründet im selben Jahr die Arbeiterwohlfahrt. Wie so viele politisch Andersdenkende muss die Sozialdemokratin nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 die Flucht ergreifen und lebt im Exil in den USA, bevor sie 1949 nach Deutschland zurückkehrt. Ihre bewegende Biografie, ihr Lebenswerk und ihre Erfolge sowie ihre Flucht und Rückkehr thematisiert das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven in seiner neuen Sonderausstellung vom 21. Februar bis zum 31. Juli 2020.

Sie spricht als erste Frau in einem deutschen Parlament, ist geschieden, lebt in einer Alleinerziehenden-WG, gründet und leitet mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) einen der größten Sozialverbände Deutschlands: Marie Juchacz hat bereits bis 1933 ein ungewöhnliches und gesellschaftlich einflussreiches Leben gelebt – dann übernehmen die Nationalsozialisten die Macht und zwingen die Arbeiterwohlfahrt, sich aufzulösen. Juchaczs Lebenswerk scheint zerstört. Sie geht 1941 ins Exil in die USA – zu diesem Zeitpunkt ist sie 63 Jahre alt, spricht kaum Englisch und ist praktisch mittellos. In New York baut sie ab 1945 ebenfalls eine Arbeiterwohlfahrt („AW New York – Relief for the German Victims of Nazism“) und ein umfangreiches Netzwerk auf, mit dessen Hilfe es ihr gelingt, nach Kriegsende die Genoss*innen in Deutschland zu unterstützen: Die Organisator*innen senden Hilfspakete nach Deutschland, wollen beim demokratischen Wiederaufbau helfen – und vor allem: Die Arbeiterwohlfahrt soll in Deutschland neu entstehen und ihr Vermögen von vor 1933 zurückerhalten. Marie Juchacz kehrt schließlich nach Deutschland zurück: Im Jahr 1949, nun fast 70 Jahre alt, erreicht sie ihre alte Heimat, kommt mit dem Schiff am 2. Februar in Bremerhaven an.

„Obwohl Marie Juchacz eine wichtige Persönlichkeit ihrer Zeit war, ist sie heute weitgehend unbekannt – und noch unbekannter ist ihre Exilgeschichte“, sagt Dr. Simone Eick, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses. „Die Ausstellung widmet sich so nicht nur einer speziell weiblichen Exilerfahrung, sondern auch den enormen Leistungen der Frauen in der Arbeiterbewegung.”

Die Ausstellung im Deutschen Auswandererhaus, „‘Und mitten in dem Ganzen stehen die Frauen der Welt.’ Exil und Rückkehr der AWO-Gründerin Marie Juchacz“, erzählt anhand persönlicher Zeugnisse, mit welchen sprachlichen, finanziellen und emotionalen Schwierigkeiten die über 60-jährige Sozialpolitikerin nach ihrer Flucht in die USA zu kämpfen hatte. „Es ist erstaunlich, wie Juchacz trotz aller Widrigkeiten immer wieder die Kraft fand, neu anzufangen“, sagt Marie Grünter, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Auswandererhaus die Ausstellung kuratierte. Die Ausstellung erweckt die umfangreiche Korrespondenz von Juchacz wieder zum Leben, denn nur mit Hilfe von Briefen konnte sie auch im Exil ihr politisches Netzwerk von Freund*innen und Mitstreiter*innen aufrechterhalten. Gleichzeitig erzählen die Briefe von den persönlichen Schwierigkeiten, der Armut und vom Kampf gegen die eigene Mutlosigkeit Anfang der 1940er Jahre.

Zum 100-jährigen Bestehen der AWO Bremerhaven erzählt die Ausstellung am Beispiel von Mathilde Rupperti, die die AWO Bremerhaven 1920 mitgegründet hatte, eine weibliche Widerstandsgeschichte aus der Arbeiterschaft. Mathilde Rupperti und ihre Familie entschieden sich während des nationalsozialistischen Terrorregimes, trotz Schikanen in Bremerhaven zu bleiben und Flugblätter zu schmuggeln, die sie vom Hafen in die Stadt brachten. Nach Ende der NS-Zeit widmeten Rupperti und deren Töchter ihre Kraft der notleidenden Bevölkerung im Nachkriegs-Bremerhaven. „Wichtig für Mathilde Rupperti, ihre Familie und ihr Engagement in der AWO ist ihre demokratische Haltung – und das beinhaltet für sie unbedingt eine gleichberechtigte Rolle von Mann und Frau. Gerade in den 1920er Jahren, aber auch direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, ist das keine Selbstverständlichkeit“, sagt Kuratorin Marie Grünter. Diese Haltung ist ganz im Sinne von Juchacz. 1947 beschwört diese die Genossinnen in Deutschland, ihre politische Rolle in der Nachkriegs-Gesellschaft wahr- und einzunehmen, denn: „Mitten in dem ganzen stehen die Frauen der Welt.“

Die Bemühungen um den Neuaufbau der Arbeiterwohlfahrt nach 1945 gelangen. „Die AWO war, ist und bleibt eine tragende Säule im sozialen Gefüge in Deutschland und natürlich auch speziell in Bremerhaven – sowohl als sozialer Dienstleister als auch als Arbeitgeber. Allein in der Seestadt und umzu kümmern sich 1350 festangestellte Mitarbeitende in unseren 70 Einrichtungen um alte Menschen, um Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Migrant*innen – da lässt sich sehr leicht hochrechnen, wie viele Klienten und Angehörige wir Tag für Tag unterstützen“, sagt Dr. Uwe Lissau, Vorsitzender des AWO Kreisverbands Bremerhaven e. V..

© Deutsches Auswandererhaus / Foto: Dominik Laupichler

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Kalliope-Preis 2019 für Historiker Peter Frankopan der Universität Oxford

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 19. Nov 2019

Britischer Wissenschaftler erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis für praxisnahe Migrationsforschung der Stiftung Deutsches Auswandererhaus

Den mit 20.000 Euro dotierten Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung vergeben die Stiftung Deutsches Auswandererhaus und das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven alle zwei Jahre. Ausgezeichnet unter allen Bewerbern wird ein Wissenschaftler für je ein Forschungs- und ein Praxisprojekt, die beide dabei helfen, Migration nachhaltig, global und leicht verständlich vermitteln zu können. Zum diesjährigen Preisträger wählte die fünfköpfige Jury, der unter anderem ZDF-Journalist Christian Sievers und der Direktor des Hygiene-Museums in Dresden Prof. Klaus Vogel angehören, einstimmig den britischen Historiker Prof. Peter Frankopan von der University of Oxford. Frankopan verbindet wegweisende global-historische Erkenntnisse mit dem notwendigen Optimismus, um die gegenwärtige und zukünftige Gesellschaft in einer Weise zu gestalten, die auf Teilhabe aller, gegenseitigem Respekt und Verständnis gründet. Der Kalliope-Preis 2019 steht unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble und wird am 23. November 2019 feierlich in Bremerhaven verliehen.

 

Unter den 20 Bewerbern aus Deutschland, Österreich, der Türkei, den Niederlanden und Großbritannien für den Kalliope-Preis 2019 befanden sich unter anderem auch vier Exzellenzuniversitäten aus Deutschland, die University of Cambridge und die Universität Wien. Die Wahl des britischen Historikers Peter Frankopan von der University of Oxford begründet die Jury so: „Frankopans Forschung zur Globalgeschichte, verkörpert durch sein Werk ‚Silk Roads‘, verlässt den eurozentristischen Blickwinkel und zeigt neue Perspektiven auf das historische und aktuelle Weltgeschehen. Dabei bedient er sich einer gut verständlichen Sprache, die wissenschaftliche Ergebnisse auch für nicht akademische Leser zugänglich macht und hilft, die Komplexität der Welt besser zu verstehen. Frankopan zeigt in seiner Arbeit, dass der Erfolg lebendiger Gesellschaften in der Geschichte oftmals auf Toleranz, Inklusivität und Offenheit basierte.”

 

Das Praxisprojekt, das der Historiker Frankopan mit Wissenschaftlern des Deutschen Auswandererhauses durchführen möchte, ist eine Studie, die den Zusammenhang zwischen Mehrsprachigkeit und einer offenen Sicht auf die Welt untersucht. Peter Frankopan reagiert begeistert auf die Juryentscheidung: „Ich bin hoch erfreut, als Gewinner des Kalliope-Preises ausgewählt worden zu sein. Auf welche Weise Sprache Austausch fördert und Grenzen überwindet, hat mich schon immer interessiert. Von daher fühle ich mich nicht nur angesichts der Anerkennung meiner bisherigen Arbeit geehrt, sondern freue mich auch schon sehr auf die Möglichkeit, empirische Daten und Belege darüber zu sammeln, wie man die Offenheit von Gesellschaften messen kann. Dabei möchte ich auch herausfinden, ob und wie diese Erkenntnisse zukünftig praktisch eingesetzt werden können.“ Mehrsprachigkeit ist für den Professor of Global History ein Schlüssel zur Steigerung der kulturellen Toleranz und der Wahrnehmung von sich selbst und anderen. Er fragt, warum in der westlichen Welt beispielsweise kaum Sprachen von Ländern in Asien gelernt werden, mit deren Hilfe ein tieferes Verständnis für die dortigen Kulturen erworben werden kann. Kritisch sieht er, dass Mehrsprachigkeit heute oft nur Kindern aus wohlhabenden Familien möglich ist und diese dann, wenn sie für Toleranz und Empathie eintreten, als elitär bezeichnet werden. Die Studie mit dem Deutschen Auswandererhaus stellt für ihn einen ersten Schritt dar, um Forschungen anzustoßen, die herausfinden, ob in Schulen langfristig Geschichte, Literatur und Musik auch über einen anderen Sprachunterricht gelernt werden sollte.

 

„Frankopans Ansatz passt ausgezeichnet zur Forschungs- und Ausstellungspraxis des Deutschen Auswandererhauses. Immer wieder stellen wir uns die Frage: Welches Wissen sollte ein Migrationsmuseum in einer globalen Welt vermitteln? Wie können wir einen offenen gesellschaftlichen Austausch über das Zusammenleben in unserer Einwanderungsgesellschaft fördern?“, so Museumsdirektorin Dr. Simone Eick.

 

Peter Frankopan, geboren 1971, zählt zu den profiliertesten Historikern Großbritanniens. Er ist Leiter des Zentrums für Byzantinische Studien der Universität Oxford und lehrte als Gastdozent unter anderem an den Universitäten Cambridge, Harvard, Yale und Princeton. Seine Expertise für die Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens ist bei der nationalen und internationalen Presse, UN-Organisationen und der World Bank gefragt.

 

Mit dem Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung, einer von Deutschlands höchstdotierten Preisen im Bereich Geisteswissenschaften, zeichnen die Stiftung Deutsches Auswandererhaus und das Deutsche Auswandererhaus wissenschaftliche Arbeiten aus, deren Ergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration nachhaltig und global zu vermitteln. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Museen gefördert werden, um Forschungsergebnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Gestiftet hat den Preis Dr. Joachim Ditzen-Blanke, ehemaliger Herausgeber der Nordsee-Zeitung.

Infos unter: www.dah-bremerhaven.de/kalliope-preis

 

Durch die Preisverleihung am Samstag, 23. November 2019, führt TV-Journalistin Astrid Frohloff. Künstlerische Begleitung erhält die Feier im Deutschen Auswandererhaus durch die Kölner Musikerin Leila Akinyi.

 

Die feierliche Verleihung des Kalliope-Preises der Stiftung Deutsches Auswandererhaus wird Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Wirtschaftsförderung Bremen ermöglicht.

 

Medienvertreter sind herzlich zu der Preisverleihung eingeladen. Wir bitten diesbezüglich um eine Akkreditierung unter: presse@dah-bremerhaven.de.

 

Jury für den Kalliope-Preis 2019:

Prof. Klaus Vogel, Direktor des Hygiene-Museums Dresden

Christian Sievers, ZDF-Journalist und Moderator u.a. der „heute“-Sendung

Matthias Ditzen-Blanke, Stiftungsratsvorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

Staatsrat a. D. Jörg Schulz, Vorstandsvorsitzender Stiftung Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

Dr. Simone Eick, Direktorin Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

 

www.dah-bremerhaven.de

www.dah-bremerhaven.de/stiftung

 

Gerne vermitteln wir ein Interview mit dem Kalliope-Preisträger 2019, Peter Frankopan, und mit Vertretern der Stiftung Deutsches Auswandererhaus bzw. der Direktorin des Deutschen Auswandererhauses.

Pressekontakt:

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Presse & Marketing: presse@dah-bremerhaven.de

Ilka Seer (Leitung), Tel.: 0471 / 90 22 0 – 207

Steven Ritter, Tel.: 0471 / 90 22 0 – 204

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„So far, so good” – Ein begehbares Gedicht

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 13. Aug 2019

Sonderausstellung porträtiert Leben und Werk der Pulitzer-Preisträgerin
Lisel Mueller

Laufzeit: 9. August 2019 bis 5. Januar 2020

Der Carl Sandburg Prize, der Ruth Lilly Poetry Prize, der Lamont Award und der Pulitzer-Preis: Die Liste der Auszeichnungen, die Lisel Mueller in den USA erhalten hat, ist lang. In Deutschland dagegen kennt kaum jemand diese Dichterin, die 1924 in Hamburg geboren wurde und 1939 mit ihrer Familie in die USA auswanderte. Um ihr Leben und Werk geht es in der neuen Sonderausstellung „,So far, so good‘. Die vergessene Pulitzer-Preisträgerin Lisel Mueller“, die das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven vom 9. August 2019 bis zum 5. Januar 2020 zeigt. Ermöglicht wurde die Ausstellung durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Deutsches Auswandererhaus.

 

Es war der Tod ihrer Mutter, den Lisel Mueller später als Ausgangspunkt ihres literarischen Schaffens nannte. Im Alter von 29 Jahren schrieb sie das erste von vielen Gedichten, die in den kommenden Jahrzehnten folgen sollten. „Nach diesem kleinen, furchtbaren Gedicht, das so schwer zu schreiben war, wusste ich, dass ich niemals würde aufhören wollen zu dichten“, schrieb sie 1990 in ihrem Essay „Learning to play by ear“. In den Werken, die sie im Laufe ihres Lebens verfasste, klingt immer wieder auch ihre eigene Biographie an. Muellers Vater Fritz C. Neumann, ein politisch engagierter Reformpädagoge, war bereits 1937 in die USA geflohen; 1939 folgte ihm seine Frau mit Lisel und ihrer Schwester.

 

„Die Verbindung von Migration und Literatur beschäftigt uns immer wieder“, erläutert Museumsdirektorin Dr. Simone Eick. „Mit ,So far, so good‘ stellen wir nun eine Dichterin vor, für die, anders als für viele deutsche Schriftsteller, die USA kein Exil blieben, sondern eine neue Heimat wurden. Im Unterschied zu den Exilschriftstellern schrieb Lisel Mueller ausschließlich auf Englisch und ein Großteil ihrer Werke wurde bisher nicht ins Deutsche übersetzt. Daher freuen wir uns, sie nun einem größeren deutschen Publikum vorstellen zu können.“

 

Immer wieder klingt Muellers persönliche Migrationsgeschichte in ihren Gedichten an, so auch in „Curriculum Vitae”, dem „Lebenslauf”-Gedicht, das die Besucher durch die Ausstellung führt. „Die Ausstellung als dreidimensionales, begehbares Gedicht stellt Werk und Leben auch mit bisher nicht gezeigten familiären Erinnerungsobjekten, wie zum Beispiel einer Brosche ihrer Großmutter oder dem Pulitzer-Preis, und Manuskripten vor“, sagt Lina Falivena, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Auswandererhaus und eine der beiden Kuratoren der Ausstellung. Lesungen von Lisel Mueller und Vertonungen ihrer Gedichte zeugen vom starken Rhythmus ihrer Lyrik.

 

„,So far, so good.‘ Die vergessene Pulitzer-Preisträgerin Lisel Mueller“ entstand in Zusammenarbeit mit Benno Schirrmeister, Redakteur der taz – Die Tageszeitung, der die Idee an das Deutsche Auswandererhaus herantrug und als Kurator gemeinsam mit Lina Falivena die Ausstellung konzipierte. Schirrmeister setzt sich für eine stärkere öffentliche Wahrnehmung der Dichterin ein. „Lisel Mueller schafft es auf einzigartige Weise, Bilder und Geschichten aus den unterschiedlichsten Bereichen miteinander in Beziehung zu setzen“, erläutert er. „So verbindet sie alltägliche Beobachtungen mit dem damaligen Zeitgeschehen, archaische Mythen mit Beobachtungen zu neuen technischen Entwicklungen. Ihre Themen sind unglaublich vielfältig, von Folter und Gewalt über Kunst- und Sprachreflexionen bis zur Raumfahrt. Und dabei schreibt sie in einer sehr verständlichen, zugänglichen Sprache“. Bei all dem ist „,So far, so good.‘ Die vergessene Pulitzer-Preisträgerin Lisel Mueller“ keine abgeschlossene Ausstellung und kann es auch nicht sein. Denn Lisel Muellers Leben endet nicht mit den letzten Zeilen von „Curriculum Vitae“: Die Dichterin lebt heute in Chicago.

 

Der Eintritt in die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis für das Deutsche Auswandererhaus enthalten. Die Ausstellung kann nicht separat besucht werden. Sie wird durch ein Rahmenprogramm begleitet.

 

Öffnungszeiten: März bis Oktober: 10 bis 18 Uhr, November bis Februar: 10 bis 17 Uhr.

 

www.dah-bremerhaven.de

 

 

Pressekontakt:

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven,

Presse & Marketing: presse@dah-bremerhaven.de

Ilka Seer (Leitung), Tel.: 0471 / 90 22 0 – 207

Iria Sorge-Röder, Tel.: 0471 / 90 22 0 – 204

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„Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 12. Aug 2019

Preisgeld: 20.000 Euro  //  Bewerbungsende: 15. September 2019

Die Stiftung Deutsches Auswandererhaus verleiht auch im Jahr 2019 wieder den „Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“. Erstmals ist dieser mit 20.000 Euro dotiert – wie auch der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung oder der Communicator-Preis, den der Stifterverband und die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG gemeinsam verleihen. Die Schirmherrschaft für den Kalliope-Preis 2019 hat

Dr. Wolfgang Schäuble, Präsident des Deutschen Bundestages, übernommen. Die Bewerbungsfrist endet am

15. September 2019.

 

Mit dem Kalliope-Preis fördert die Stiftung Deutsches Auswandererhaus wissenschaftliche Arbeiten und (Universitäts-)Projekte, deren Forschungsergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration nachhaltig und global zu vermitteln. Dabei interessieren vor allem Forschungsarbeiten, die die gesellschaftlichen Veränderungen durch Migration verdeutlichen. Ziel ist es darüber hinaus, die Zusammenarbeit zwischen Universitäten bzw. außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Museen zu fördern, um die Forschungsergebnisse in Museen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

 

Die Bewerbungsunterlagen setzen sich aus zwei Einreichungen zusammen: eine wissenschaftliche Arbeit oder ein (Universitäts-)Projekt zur Einwanderung nach Europa oder zur europäischen Auswanderung nach Übersee sowie eine Idee für ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Deutschen Auswandererhaus zum Thema: „Recht auf Freizügigkeit. Was einer darf, dürfen alle?“

 

Eine fünfköpfige Jury entscheidet, wer den Preis im November 2019 erhalten wird. Ihr gehören unter anderem Christian Sievers, ZDF-Journalist und Moderator der „heute“-Sendung, sowie Prof. Klaus Vogel, Vorsitzender des Stiftungsvorstands Deutsches Hygiene-Museum Dresden, an.

 

Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro hat mit Dr. Joachim Ditzen-Blanke, dem Herausgeber der Nordsee-Zeitung, ein langjähriger Förderer und großzügiger Unterstützer des Deutschen Auswandererhauses gestiftet.

 

Informationen zur Ausschreibung:

www.dah-bremerhaven.de/kalliope-preis

 

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Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven,

Presse & Marketing: presse@dah-bremerhaven.de

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„Etwas Besseres als den Tod findest du überall“

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 11. Aug 2019

Leseausstellung zu Migration und Heimat in den Märchen der Brüder Grimm:

5. Juli bis 31. Dezember 2019

„Etwas Besseres als den Tod findest du überall“ – unter diesem Motto machen sich Esel, Hund, Katze und Hahn auf in Richtung Bremen, um dort ein neues Leben zu beginnen. Damit sind sie wohl die berühmtesten Auswanderer der Märchenwelt – doch auch andere Märchenfiguren haben ihre ganz eigenen „Migrationsgeschichten“. Weshalb wollen sie ihre Heimat verlassen, und was erwartet sie in der Fremde? Vom 5. Juli bis zum 31. Dezember 2019 sind Besucher des Deutschen Auswandererhauses dazu eingeladen, in einer kleinen Leseausstellung Grimms Märchen neu zu entdecken und mehr über ihre historischen Hintergründe zu erfahren.

Viele Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm sind unterwegs, die einen freiwillig, die anderen unfreiwillig oder sogar gezwungenermaßen. Das Heim und die Heimat erweisen sich für sie oft als „un-heimlich“. Doch was erwartet sie in der Fremde, und finden sie dort wirklich das erhoffte Glück? Wer Grimms Märchen als „Migrationsgeschichten“ liest, der entdeckt dort Erstaunliches und auch Abstoßendes: So werden Hänsel und Gretel von ihren Eltern im Wald ausgesetzt und Schneewittchen wegen eines Mordkomplotts aus ihrem Zuhause vertrieben.

Fantastisches mischt sich hier mit sehr realen Lebenserfahrungen der zeitgenössischen Märchenleser des 19. Jahrhunderts – und auch darum geht es in der Ausstellung: In fünf Lesebildern werden Märchen nicht nur auf die Themen Heimat und Migration hin, sondern auch aus historischer Sicht betrachtet. Wie bewerteten es die Zeitgenossen der Brüder Grimm, wenn Kinder – wie in Märchen häufig üblich – eingesperrt, ausgesetzt oder verkauft wurden? „Wir freuen uns, wenn unsere Besucher Märchen mit einem Fokus auf das Heimat- und Migrationsthema neu für die heutige Zeit entdecken”, sagen die beiden Autoren Christoph Bongert und Dr. Simone Eick vom Deutschen Auswandererhaus. Damit ergänzen die Lesebilder auf originelle Art die Dauerausstellung des Deutschen Auswandererhauses, in der über 300 Jahre Migrationsgeschichte dargestellt werden.

Die Leseausstellung findet statt im Rahmen des Bremer Stadtmusikantensommers: 2019 jährt sich die Erstveröffentlichung der „Bremer Stadtmusikanten“ in den „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm zum 200. Mal.

Der Eintrittspreis in die Leseausstellung ist im Eintritt in das Deutsche Auswandererhaus enthalten.

Die Ausstellung kann nicht separat besucht werden.

www.dah-bremerhaven.de

 

 

Pressekontakt:

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven

Presse & Marketing: presse@dah-bremerhaven.de

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Iria Sorge-Röder, Tel.: 0471 / 90 22 0 – 204

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Auf den Spuren der Neandertaler

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 10. Aug 2019

Neue Informationswand im Deutschen Auswandererhaus zur Kooperation mit dem Neanderthal Museum Mettmann

Was haben die Neandertaler mit einem Bremer Pfarrer gemeinsam? Wer dies herausfinden möchte, wird vom 30. Mai bis zum 22. November 2019 im Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven fündig. Am Ende ihres Rundgangs erwartet Besucher dann eine neue Informationswand mit der kurzweiligen Migrationsgeschichte des Neandertalers – und ein ausgestellter Neandertalerschädel als Rekonstruktion. Hintergrund ist das neue Kombiticket des Deutschen Auswandererhauses mit dem Neanderthal Museum Mettmann.

Migration ist nicht nur ein aktuelles, ja nicht einmal nur ein modernes Phänomen. Das erfahren Besucher auf ihrem Weg durch das Deutsche Auswandererhaus, in dem sie über 300 Jahre Migrationsgeschichte entdecken. Und nach dem Ende ihres Rundgangs geht es ab dem 30. Mai noch weiter in die Vergangenheit: Vor etwa 40.000 Jahren starb der Neandertaler aus, doch seine Geschichte ist damit noch lange nicht vorbei. Im 17. Jahrhundert kam der Bremer Pfarrer Joachim Neander in ein Tal bei Mettmann und dichtete dort Kirchenlieder. Und im 19. Jahrhundert machten italienische Arbeitsmigranten genau hier einen aufsehenerregenden Fund… Wie all dies zusammenhängt, das erfahren Besucher noch bis zum 22. November 2019 im Deutschen Auswandererhaus.

Ebenfalls bis zum 22. November besteht eine Kooperation zwischen dem preisgekrönten Erlebnismuseum und dem Neanderthal Museum Mettmann. Auftakt hierfür war ein Vortrag der Direktorin des Neanderthal Museums, Dr. Bärbel Auffermann, am 7. April 2019 im Deutschen Auswandererhaus, in dem sie über die weitreichende Migrationsgeschichte unserer Vorfahren sprach. Seitdem profitieren Besucher beider Häuser von besonderen Konditionen: Wer das Deutsche Auswandererhaus besucht und anschließend seine Eintrittskarte beim Neanderthal Museum vorlegt, erhält dort einen Rabatt in Höhe von einem Euro als Einzelbesucher bzw. zwei Euro als Familie. Umgekehrt gewährt das Deutsche Auswandererhaus im Kooperationszeitraum Besuchern des Neanderthal Museums einen Preisnachlass in Höhe von zehn Prozent.


Weitere Informationen: www.dah-bremerhaven.de

 

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Ferienprogramm für Jung und Alt im Deutschen Auswandererhaus

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 13. Dec 2017

Ein buntes Programm erwartet die ganze Familie im Deutschen Auswandererhaus. In den Winterfreien können kleine Abendteurer bei aufregenden Kinderführungen das Erlebnismuseum entdecken. Bei den Familienführungen oder der Nachtwanderung gehen Groß und Klein gemeinsam auf Zeitreise.

Jeweils dienstags, 26. Dezember 2017 und 02. Januar 2018, um 10.30 Uhr findet die Führung „Kleine Auswanderer“ für Sechs- bis Achtjährige statt. In der spielerischen Kinderführung erfahren die kleinen Abenteurer mehr über die Reise in die Neue Welt und das Leben in der Fremde. Auf dem Weg nach Amerika gilt es, den Proviant zu ertasten und Medikamente aus der Bordapotheke zu erraten.

Die „Entdeckertour“ für Neun- bis Zwölfjährige findet am Donnerstag, 28. Dezember 2017 sowie 04. Januar 2018, um 10.30 Uhr statt. Dabei erfahren Jungen und Mädchen, warum so viele Menschen in ein fernes Land zogen und welche Strapazen sie dabei auf sich nahmen. Beim Knoten von Seilen und beim Einwanderungstest können sie ihr Geschick unter Beweis stellen.

Bei der Familienführung, jeweils freitags, 29. Dezember 2017 und 05. Januar 2018, sowie am Mittwoch, 03. Januar 2018, um 10.30 Uhr unternimmt die ganze Familie eine Zeitreise und begibt sich dabei auf die Spuren von Auswanderern in die Neue Welt. Große Geschichtsfreunde haben Zeit, an den Hörstationen mehr über die Lebenswege der Auswanderer zu erfahren. Kleine Weltenbummler bekommen spielerische Einblicke in das Reisegepäck und lernen mehr über die Gründe für eine Auswanderung. So führt der spannende Rundgang die Teilnehmer bis nach New York, wo sie erfahren, wie sich die Auswanderer in ihrer neuen Heimat einlebten.

Am 27. Dezember 2017 findet eine Familiennachwanderung durch das Deutsche Auswandererhaus statt. Die großen und kleinen Teilnehmer folgen dem Museumsnachtwächter bei seinem Rundgang durch die verlassene Ausstellung und lernen das Haus von einer ganz anderen Seite kennen. Die Nachtwanderung beginnt um 18.30 Uhr, dauert etwa eine Stunde und richtet sich ausschließlich an Familien mit Kindern.

Preis für die Kinderführung: 9,90 € (inkl. Eintritt ins Museum).
Preis für die Familienführung: Familienticket zzgl. 3,00 €.
Preis für die Nachtwanderung: Erwachsene: 11,90 €, Kinder: 8,40 €.

Anmeldung erwünscht, Tel.: 0471 / 90 22 0 – 0 oder an der Kasse.
Weitere Informationen: www.dah-bremerhaven.de

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Ein- und Auswanderung barrierefrei erleben

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 22. Nov 2017

Aktion zum "Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen"

Mit besonderen Angeboten lädt das Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven am Sonntag, 3. Dezember 2017, zum „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“ ein. Inhaber eines Behindertenausweises erhalten vergünstigten Eintritt in das Museum sowie die aktuelle Sonderausstellung und für Besucher mit Sehbehinderungen werden spezielle Tastführungen angeboten.

„Migration ist ein wichtiges und gesellschaftlich relevantes Thema – deswegen ist es mir wichtig, dass jedem der Besuch möglich ist“, sagt Dr. Simone Eick, Direktorin des preisgekrönten Museums. Dank Aufzügen, breiter Gänge und stufenlosem Zugang ist die Ausstellung auch für Gäste mit Gehbehinderung und für Rollstuhlfahrer uneingeschränkt zugänglich. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten laden während der „Reise“ zu einer Pause ein, auch können Faltrollstühle kostenlos ausgeliehen werden. Alle Ausstellungsräume sind aufwendig gestaltet, viele Schauplätze und Objekte wurden detailgenau rekonstruiert. So ist der Museumsbesuch auch ein visuelles Erlebnis. Die Gäste tauchen in die Geschichte ein. Die Inhalte werden dabei multimedial vermittelt, dazu gehören auch Hörstationen, an denen Besucher mehr über ihren persönlichen Aus- oder Einwanderer erfahren oder historische Hintergrundinformationen erhalten. Für Gehörlose liegen an der Kasse ausgedruckte Texte bereit, die die Audiostationen ersetzen. Schwerhörende Menschen können sich Kopfhörer ausleihen. Klangkulissen, wie das Ächzen und Stöhnen des Dampfschiffes an der Kaje oder das Schnarchen der Passagiere während der Überfahrt, machen Ein- und Auswanderung auch für Blinde und Sehbehinderte erlebbar. Eine Vielzahl von Exponaten ist zudem taktil oder akustisch zugänglich.

Anlässlich des „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen“ erhalten alle Inhaber eines Behindertenausweises am Sonntag, 3. Dezember 2017, Rabatt auf den Eintrittspreis in das Deutsche Auswandererhaus und können außerdem kostenlos die aktuelle Sonderausstellung „Good Music – Zwei deutsche Musiker in Amerika 1880 – 1939“ besuchen. Sie erzählt die musikalische Geschichte der Brüder Schütz, die nach Amerika auswandern, um erfolgreiche Berufsmusiker zu werden. In ihrem umfangreichen Briefnachlass an die Heimat erzählen sie vom Leben in den USA und der Musikrevolution. Dabei gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu hören. Zahlreiche Musikbeispiele nehmen die Gäste mit auf eine Reise durch die Musikgeschichte.

Für Besucher mit Sehbehinderung werden spezielle Tastführungen durch die Dauerausstellung angeboten. In Begleitung eines Gästeführers können sie Figuren und andere Ausstellungsstücke berühren und so das Museum mit den Händen erkunden. Die Führungen finden jeweils um 10.00 Uhr und 14.00 Uhr statt und kosten 3,00 € pro Person (zzgl. Eintritt).

Sondereintrittspreise am 3. Dezember 2017:
Erwachsene:
bis GdB 40: 12,50 € (statt 14,50 €),
ab GdB 50: 10,50 € (statt 12,50 €),
GbB 100 freier Eintritt

Kinder (5-16 Jahre):
bis GdB 40: 7,50€ (statt 8,80 €),
ab GdB 50: 6,20 € (statt 7,50 €),
GbB 100 freier Eintritt

Anmeldung zu den Führungen erwünscht, Tel.: 0471 / 90 22 0 – 0 oder an der Kasse.Weitere Informationen: www.dah-bremerhaven.de

Foto: © Martin Stöver

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Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung 2017 geht an Prof. Dr. Christoph A. Rass

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 06. Nov 2017

Der Migrationsforscher Prof. Dr. Christoph A. Rass vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück erhält den diesjährigen „Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung“.
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre von der Stiftung Deutsches Auswandererhaus gemeinsam mit dem Deutschen Auswandererhaus in Bremerhaven vergeben. Die feierliche Preisverleihung findet am 18. November 2017 im Deutschen Auswandererhaus statt. Christoph A. Rass bekommt den Kalliope-Preis 2017 für ein von ihm entwickeltes Workshop-Format verliehen, das Familiengeschichte als Migrationsgeschichte betrachtet.

Mit dem Kalliope-Preis für praxisnahe Migrationsforschung fördert die Stiftung Deutsches Auswandererhaus wissenschaftliche Arbeiten und Universitätsprojekte, deren Forschungsergebnisse Kultur- und Bildungseinrichtungen helfen, Migration weitsichtig, nachhaltig und global zu vermitteln – so, wie es auch dem Konzept des Deutschen Auswandererhauses entspricht, das als erlebnisorientiertes Migrationsmuseum 300 Jahre deutscher Auswanderungsgeschichte und europäischer Einwanderungsgeschichte anhand von realen Familienbiographien und über einen Zeitraum von mehreren Generationen präsentiert. Gestiftet wurde der Kalliope-Preis von Dr. Joachim Ditzen-Blanke, dem Herausgeber der Nordsee-Zeitung und langjährigen, großzügigen Unterstützer des Deutschen Auswandererhauses.

Foto: © Univesität Osnabrück

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OTTO war da!

Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven 10. Oct 2017

„Auswandererhaus – I love it“ - mit diesen Worten verewigte sich OTTO am Dienstagmittag, 10. Oktober 2017, im Gästebuch des Deutschen Auswandererhauses, das er vor seinem abendlichen Auftritt in Bremerhaven besuchte. Museumsdirektorin Dr. Simone Eick führte den Komiker Otto Waalkes durch die Dauerausstellung, deren emotionale Inszenierung ihn besonders beeindruckte, und zeigte ihm auch die Sonderausstellung >>... GOOD MUSIC ...<< Zwei deutsche Musiker in Amerika 1880 – 1939.

Foto: © Deutsches Auswandererhaus

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