Aktuelle Museums-News

Kunstausstellung „Gerhard Wienss – Malerei und Grafik“ vom 27.01. - 17.03.2019

Roentgen-Museum Neuwied 08. Feb 2019

Gerhard Wienss ist freischaffender Maler und Grafiker in Thalhausen. 1939 in Danzig geboren, studierte er an der Freien Akademie Mannheim und an der Werkkunstschule Kiel mit Schwerpunkt „Kunst am Bau“. Er wirkte zeitweise als Kunsterzieher und Werklehrer in Duisburg sowie auch als Dozent an der VHS Neuwied. 1991 erhielt er den 3. Preis bei der Landeskunstausstellung Rheinland-Pfalz. Seine Werke präsentierte Wienss in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Seine „Kunst am Bau“-Projekte befindet sich in Bad Hönningen, Dierdorf, Linz/Rhein, Puderbach, Rengsdorf, Rheinbrohl, Straßenhaus und Thalhausen. Mit dem Roentgen-Museum ist der Künstler schon Jahrzehnte sehr verbunden. Dort präsentiert er immer wieder seine Werke in der Jahreskunstausstellung und in den Ausstellungen der Neuwieder Gruppe 93.

„Für mich ist Malen ein Nachdenken über die Schöpfung, weniger in Worten, sondern in Formen und Farben.“, so spricht der Künstler Gerhard Wienss über seine Malerei. In der Ausstellung sind rund 60 Werke, überwiegend Gemälde, aber auch Zeichnungen und Grafik, ausgestellt. 

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Schichten – Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne

Roentgen-Museum Neuwied 20. Jul 2018

Das Roentgen-Museum Neuwied rückt bis zum 04.11.2018 mit der Ausstellung „Schichten. Möbeldesign vom Klassizismus bis zur Moderne“ ein Material in den Fokus, das häufig, jedoch fälschlicherweise als minderwertig abqualifiziert wird: Es geht um Sperrholz beziehungsweise Schichtholz.

„Der französisch-belgische Kunsttischler Jean-Joseph Chapuis und Michael Thonet waren die ersten, die das Potential dieses Materials erkannten. Sie experimentierten mit verschiedenen Herstellungsverfahren, gebogene Möbelteile aus Schichtholz herzustellen. Wenn sie sich auch überwiegend noch an dem klassizistischen oder biedermeierlichen Formen-Repertoire ihrer Zeit orientierten, so weisen ihre technischen Lösungen weit in das 20. Jahrhundert voraus“, erklärt Wolfgang Thillmann, der Kurator der Ausstellung.  Die Schau nimmt mehr als 150 Jahre Designgeschichte in den Blick. „In den 1920er Jahren wurden von Entwerfern wie Alvar Aalto oder Marcel Breuer im 19. Jahrhundert entwickelte Verfahren wieder aufgenommen und in eine material- und zeitgemäße Formensprache übersetzt“, sagt Bernd Willscheid, Leiter des Roentgen-Museums. Die Verwendung von Sperrholz war innovativ und ermöglichte die Etablierung einer neuen Formensprache.  

Ab der Mitte der 1920er Jahre beschäftigen sich Entwerfer intensiver mit den gestalterischen Möglichkeiten von Sperrholz und gelangen zu ganz neuen Lösungen. In Deutschland sind dies die Gebrüder Rasch, in Finnland Alvar Aalto, in England Gerald Summers. Die Londoner Firma Isokon war 1931 mit dem Ziel der „Herstellung und dem Verkauf von Möbeln aus Sperrholz“ gegründet worden. Der wichtigste Entwerfer für Isokon war der Marcel Breuer, der von 1936 bis 38 für Isokon arbeitete und eine Reihe von Möbeln schuf, in welchen die gestalterischen Möglichkeiten dieser modernen Materialien sichtbar wurden. Neben Alvar Aalto ist Marcel Breuer sicher einer der für die Moderne wichtigsten Entwerfer; beide verwenden erstmals Schichtholz und Sperrholz in einer dem Material gemäßen Form und bauen Möbel, die zu der neuen Architektur und Lebensumwelt passen und unsere Wohnungen bis heute prägen

In der Ausstellung werden repräsentative Möbel aus der Zeit vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zu den 1930er Jah...ren zu sehen sein. Zahlreiche Leihgaben aus bedeutenden privaten Sammlungen, wie der Löffler Collection, dem Museum Vleeshuis, Antwerpen, den Koninklijke Musea voor Kunst en Geschiedenis in Brüssel, dem Landesmuseum Koblenz und Möbel aus eigenen Beständen des Roentgen-Museums/Museums-Stiftung Krüger geben einen repräsentativen Einblick in die Geschichte dieses faszinierenden Materials.

Zu der Ausstellung erschien im Hirmer Verlag ein 224 seitiger, reich bebilderter Katalog.

Führungen durch die Ausstellung
Sonntag, 15.07.2018, 14.30 Uhr
Sonntag, 19.08.2018, 14.30 Uhr
Sonntag, 16.09.2018, 14.30 Uhr
Sonntag, 21.10.2018, 14.30 Uhr

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Kunstausstellung „Vielfalt“ der Gruppe 93

Roentgen-Museum Neuwied 25. Apr 2018

Die Ausstellung trägt den Titel „Vielfalt“. Mit ihr feiert die Gruppe 93 ihr 25jähriges Bestehen. Die Einführungsrede übernimmt die Kunstkennerin Charlotte Fichtl-Hilgers. Die Veranstaltung wird von András Orbán am Klavier und von Viktória Nyulász mit Querflöte musikalisch umrahmt.

Diese Jubiläumspräsentation gibt einen guten Einblick in das künstlerische Wirken in unserer Region, ist doch die seit 25 Jahren bestehende Gruppe 93 eine der bedeutendsten Künstlervereinigungen in und um Neuwied.

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Kunstausstellung: „Lois Michele Wetzel – The dance from Africa to Europe“

Roentgen-Museum Neuwied 06. Mar 2018

Am Sonntag, 11. März 2018, wird um 11.30 Uhr im Festsaal des Roentgen-Museums in Neuwied die Kunstausstellung „Lois Michele Wetzel – The dance from Africa to Europe“ eröffnet. Landrat Achim Hallerbach lädt hierzu ein. Die Einführungsrede übernimmt die Kunsthistorikerin  Dr. Heidrun Wirth. Die musikalische Umrahmung erfolgt am Klavier durch Thomas Huber.

Die in Südafrika geborene und heute in Ohlenberg im Kreis Neuwied lebende Malerin Lois Michele Wetzel hat Kunst und Design an der University of Johannesburg studiert und arbeitet seit 40 Jahren als Künstlerin. In Südafrika betrieb sie über fünf Jahre ihr eigenes Atelier und später auch eine Galerie. In Deutschland unterrichtet sie Kunst zusätzlich zu ihrer Tätigkeit als freischaffende Künstlerin.

Auf ihren Leinwänden hält Lois Michele Wetzel Menschen in Bewegung fest: Ballerinas, Handwerker, Weber und andere bewegte und bewegende Menschen. Insbesondere interessieren sie Tänzer in diversen Formen. Als Migrantin verkörpert Lois Wetzel aber das Thema Bewegung auch im übertragenen Sinne als ein Strom zwischen den Kontinenten.

"Ich bin zwar schon knapp 25 Jahre in Deutschland zuhause, dennoch fließen meine Eindrücke und Gefühle aus Südafrika immer wieder in meine Arbeit ein. Meine Kunst lebt und atmet von diesen vielen kleinen, intimen Momenten und Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend. Die Distanz zu Afrika gibt mir den Freiraum, Ideen zu thematisieren, an die ich mich sonst nie herangewagt hätte. Durch den Abstand fühle ich mich befreit. Als Künstlerin, als Südafrikanerin, als Frau."

 

Die Ausstellung dauert bis 08. April 2018. An diesem Sonntag findet um 15.00 Uhr eine Finissage statt, bei der die Künstlerin durch die Ausstellung führt. Die musikalische Umrahmung der Finissage erfolgt ebenfalls durch den Pianisten Thomas Huber

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Jahreskunstausstellung 2017

Roentgen-Museum Neuwied 22. Nov 2017

Am Samstag, 25. November 2017, eröffnet Landrat Rainer Kaul um 16 Uhr im Roentgen-Museum Neuwied die Ausstellung „Gemälde, Grafiken und Plastiken zeitgenössischer mittelrheinischer Künstler“. Zur musikalischen Umrahmung der Veranstaltung spielen Yoel Cantori mit Cello und Milica Vickovic-Reffgen am Klavier.

Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler aus der Mittelrhein-Region präsentieren in dieser bekannten, traditionellen Ausstellung rund 70 Gemälde, Grafiken, Fotografien sowie Skulpturen und Objekte. Die ausgestellten Arbeiten wurden von einer Fachjury ausgewählt.

Da es sich bei der „Jahreskunstausstellung“ des Roentgen-Museums nicht um eine Themenausstellung handelt, sind hier unterschiedliche Motive, von der Landschaft über das Portrait bis zu ungegenständlichen Arbeiten, in den unterschiedlichsten Techniken und Materialien vertreten. Die Ausstellung gibt einen Einblick in das aktuelle Kunstschaffen im Mittelrheingebiet zwischen Boppard und Bad Honnef wieder. Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Werke der Künstler aus der Neuwieder und Koblenzer Region.

Ausstellungsdauer:
25.11.-18.02.2017

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Ausstellung - Prinz Maximilian zu Wied (1782-1867) - Ein rheinischer Naturforscher in der Alten und Neuen Welt

Roentgen-Museum Neuwied 08. Sep 2017

Vor 150 Jahren verstarb in Neuwied der bedeutende Naturforscher und Völkerkundler Prinz Maximilian zu Wied. 1782 als jüngerer Sohn des Erbgrafen und späteren Fürsten Friedrich Carl zu Wied-Neuwied und der Gräfin Luise zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg auf Schloss Neuwied geboren, widmete er sich schon in jungen Jahren neben der Jagd und seinem Militärdienst als preußischer Offizier dem Selbststudium der Geographie, Naturgeschichte und Völkerkunde. Ein kurzes Studium 1811/12 an der Universität in Göttingen vertiefte seine Kenntnisse.

Seine erste Forschungsreise brachte ihn 1808 in die Schweiz, nach Norditalien und Savoyen. 1815 begab sich Prinz Maximilian, wohl auf Empfehlung von Alexander von Humboldt und begleitet von dem Jäger David Dreidoppel und dem Gärtner Christian Simonis, über Holland und London mit dem Schiff nach Rio de Janeiro. Dort begann seine zweite, fast zweijährige Expedition von über 1.400 km durch Brasilien. Über die Bucht von Rio de Janeiro ging es nordwärts durch die Urwälder und Gebiete der Indianerstämme der Puris, Coroados und Coropos, der Botokuden, Pataxó, Machacarias und Camacáns. Von Salvador da Bahia aus kehrte Prinz Maximilian 1817 nach Neuwied zurück.

Viele Sammlungsstücke brachte er mit. Seine zahlreichen Zeichnungen dienten als Vorlage für die Kupferstiche, die mit seinem für die Wissenschaft bedeutenden brasilianischen Reisewerk 1820/21 veröffentlicht wurden.

Eine dritte Expedition brachte den Prinzen 1832-1834 nach Nordamerika, wo er gemeinsam mit seinem Jäger David Dreidoppel und dem Schweizer Maler Karl Bodmer entlang des Mississipi auf zahlreiche Indianerstämme traf und Gelegenheit hatte, sich mit deren Kulturen auseinanderzusetzen. Bodmers Aquarelle waren Vorlage für die Kupferstiche in Maximilians Nordamerika-Reisewerk, einem „Prachtwerk, dem Ähnliches in Deutschland nicht vorausgegangen ist“ (Brockhaus 1853).

In späteren Jahren publizierte der Prinz zahlreiche natur- und völkerkundliche Beiträge und erhielt eine Fülle von in- und ausländischen Ehrungen. Viele Tiere und Pflanzen wurden nach ihm benannt. Die Korrespondenz und der Besuch von bedeutenden Wissenschaftlern ließen Neuwied zu einer Anlaufadresse der gelehrten Welt werden.

Prinz Maximilian zu Wied starb 84jährig am 3. Februar 1867 in Neuwied. Die bereits ein Jahr später in Erwägung gezogene Errichtung eines Denkmals konnte erst Ende des 20. Jahrhunderts neben dem Neuwieder Schloss verwirklicht werden. Allgemein bekannt ist, dass sein Nordamerika-Reisewerk zur Standardlektüre Karl Mays bei der Vorbereitung seiner Indianerromane zählte. Karl Bodmers Indianerbilder dienten später sogar als Vorlage für Hollywood-Verfilmungen.

Die in der Ausstellung im Roentgen-Museum präsentierten Objekte konnten dank des großzügigen Entgegenkommens der Leihgeber zusammengetragen werden, darunter das Fürstliche Haus Wied, die Brasilien-Bibliothek der Robert Bosch GmbH Stuttgart, das Linden-Museum Stuttgart, das Schlossmuseum Braunfels sowie einige Privatsammler.

Mit diesen ausgestellten Kostbarkeiten erinnert das Roentgen-Museum an die beeindruckenden Reisen des Prinzen Maximilian zu Wied, dessen Forschungsergebnisse bis auf den heutigen Tag immer wieder bei natur- und völkerkundlichen Fragen herangezogen werden.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie auf www.roentgen-museum-neuwied.de.

 

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