Im Jahr 1245 von Graf Diether von Katzenelnbogen in St. Goar erbaut, stellt die Rheinfels heute einer der größten Burg- und Festungsruinen Europas dar. Unter den Grafen von Hessen zu einem Renaissanceschloss ausgebaut und später zu einer weitläufigen Festungsanlage erweitert, schwingt Rheinfels sich zu den bedeutendsten Orten am Mittelrhein auf. Als eines der wenigen Bollwerke am Rhein wurde sie während des Dreißigjährigen Krieges und des Pfälzischen Erbfolgekrieges jeweils erfolglos belagert und nicht zerstört.
Besichtigungen der imposanten Ruine, verschiedene Führungen sowie der Besuch des Burgmuseums mit seinen Ausstellungen zur historischen Burggeschichte, zu Romantik & Revolution rund um den zeitweisen Wahl-Sankt Goarer Ferdinand Freiligrath sowie mit diversen Exponaten der Stadtgeschichte Sankt Goars, sind möglich. Zudem ist Burg Rheinfels ein „Ort der Demokratiegeschichte“ worüber man sich auf zwei Informationstafeln auf dem Schlossplatz informieren kann: 1948 tagte auf Burg Rheinfels der sogenannte „Sankt Goar-Kreis“ und beriet sich zu praktischen Aspekten der Staatsorganisation. Seine Empfehlungen gingen schließlich an den Parlamentarischen Rat, der 1949 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands verantwortete.
Eine niveauvolle Übernachtungsmöglichkeit findet man im angrenzenden Schlosshotel. Wanderer erreichen Burg Rheinfels direkt über den RheinBurgenWeg.