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[9] Kulturzentrum Franck-Haus

Beschreibung

Das Franck-Haus ist neben der Pfarrkirche St. Laurentius die bedeutendste kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeit Marktheidenfelds. Der reiche Weinhändler Franz Valentin Franck ließ das Anwesen 1745 durch den Umbau zweier Fachwerkhäuser errichten. Besonders markant ist die smalteblaue Schaufassade, deren Farbe bereits zur Erbauungszeit als kostbares Statussymbol diente.

Historische Details & Architektur Das Gebäudeensemble zeugt von der Weinbautradition der Stadt. In der Hofzufahrt huldigen Deckengemälde den Göttern Ceres und Bacchus. Die Fassade besticht durch detailreiche Symbolik: Von den Jahreszeiten und Erdteilen über die Löwen mit den Initialen des Bauherrn bis hin zur zentralen Sandsteinfigur der Maria Immaculata. Der alte Weinkeller, dessen Zugang die Jahreszahl 1620 trägt, gilt als ältester Teil des Anwesens. Eine lokale Überlieferung besagt zudem, dass hier die Sektherstellung in Deutschland erfunden wurde.

Vom Bürgerhaus zum Kulturzentrum Nachdem die Stadt das Haus 1987 erwarb, wurde es in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz umfassend saniert und 1998 als Kulturzentrum eröffnet. Heute ist das Franck-Haus das kulturelle Herz der Stadt:

  • Ausstellungen: Auf drei Ebenen werden regelmäßig wechselnde Kunstausstellungen präsentiert.
  • Veranstaltungen: Der prunkvolle Festsaal mit seinen historischen Wandbespannungen und Deckengemälden bietet einen exklusiven Rahmen für Konzerte, Lesungen und Empfänge. Zudem ist er ein beliebter Ort für Trauungen.
  • Ambiente: Der Innenhof und der Garten laden zum Verweilen ein, während der historische Gewölbekeller, die sogenannte „Sektwiege“, heute für besondere kulturelle Ereignisse genutzt wird.

Das Franck-Haus verbindet lebendige Stadtgeschichte mit einem Kulturprogramm und ist ein unverzichtbarer Anlaufpunkt für jeden Besuch in Marktheidenfeld.