Seit 1231 war Driedorf eine eigenständige Pfarrei. Zwischenzeitlich gab es in Driedorf vier Kirchen: den Vorgängerbau der evangelischen Kirche, die Kapelle im Junkernschloß, die Schloßkirche in der Oberen Burg/Residenzschloß und die Liebfrauenkirche außerhalb der Stadtmauern auf dem Pestfriedhof, der der heutige Friedhof von Driedorf ist. Sie waren zum großen Teil der Jungfrau Maria geweiht. Heute gibt es außer der evangelischen Kirche auch noch eine katholische Kirche Maria Himmelfahrt im Rosengarten. Maria war bis zur Einführung der Reformation 1525 die Schutzpatronin des Ortes und deshalb auch auf dem Siegel zu finden. Nachdem beim Stadtbrand 1819 der gesamte Ort zerstört war, wurde die evangelische Kirche 1822 als klassizistische Stadtkirche mit über 1000 Sitzplätzen wieder aufgebaut. Charakteristisch für die Kirche ist der kurze Mittelgang und die Ausrichtung sämtlicher Sitzplätze auf die Kanzel, wie es in reformierten Kirchen üblich ist. An den Seitenwänden befinden sich Gemälde des Driedorfer Künstlers Wilhelm Pfeiffer (1918-1991).