Die im Norden befindlichen Seen („Pfaffensee“ und „Teufelssee“) erinnern als rekultivierte Tagebaurestlöcher an
den Braunkohleabbau in der Heuchelheimer Gemarkung. 1942 wurde in Heuchelheim eine Tiefbaugrube eröffnet.
Unter der fruchtbaren Erde wurde im Untertagebau Braunkohle abgebaut und gefördert. Der Untertageabbau wurde 1962 beendet und ab 1963 durch den Tagebau ersetzt. Die geförderte Kohle wurde im Wölfersheimer Kraftwerk „verstromt“.
Im Bergbau fanden viele Kleinbauern und nach dem 2. Weltkrieg auch Flüchtlinge einen nicht immer ungefährlichen Arbeitsplatz.
Das in nordöstlicher Richtung befindliche Anwesen war das frühere „Steigerhaus“, von dem aus die Arbeiten koordiniert wurden, die Baracken gegenüber dem Friedhof sind Teil der früheren Unterkünfte der türkischen Gastarbeiter.
Auf dem Gelände des heutigen Bauhofes der Stadt Reichelsheim befanden sich früher die Werkstätten der „PREAG“ (Preussische Elektrizitäts-AG).