Station: [20] Importe und Zahlungsmittel

  • Oldenburger Wallmuseum

Die hier ausgestellten Güter sind in Berlin-Spandau und Wollin gefunden worden, aber auch für Oldenburg sind viele Importe belegt: • Mühlsteine aus der Basaltlava des Eifelgebirges • Wetzsteine aus norwegischem Schiefer • Schüssel und Kochkessel aus norwegischem Speckstein • Geschliffene Steinperlen aus kaukasischem Bergkristall und aus Karneol • Spinnwirtel aus dem rosa Tonschiefer aus der Ukraine sowie • Glasierte Keramikeier aus Kiew Die finanzielle Abwicklung des Handels im frühen Mittelalter zeigt die Vitrine Nr. 22. Bezahlt wurde mit Barren, arabische Münzen, Schmuckstücken oder Teilen davon, dem sogenannten Hacksilber. Dazu hackte der Kaufmann den entsprechenden Gegenwert der Ware von einem Silberstück ab. Das Silber wurde nach Gewicht bewertet, von daher hatte jeder Fernhändler eine zusammenklappbare Feinwaage mit genormten Gewichten. Etwa um 1100, zu Zeiten des Abodritenkönigs Heinrich, gab es auch eine Münzwährung. Sie wurde in Lübeck geprägt und diente als Zahlungsmittel im gesamten nordwestslawischen Raum.