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[17] Wasserturm Rötha

Beschreibung

Der Wasserturm in Rötha ist fester Bestandteil im nördlichen Versor­gungsgebiet des ZBL-Trinkwasser­netzes. Um dies auch für die Zu­kunft abzusichern, war nicht nur eine bauliche Sanierung erforder­lich, sondern auch die Erneuerung der technischen Anlagen.

Der Originalpreis des Wasserturms in Rötha lag bei rund 74.000 Reichsmark. Das war im Jahr 1913, als das 35,1 m hohe Bauwerk in Stahlbetontechnolo­gie und mit einer Klinkerfassade errich­tet wurde. 105 Jahre später hat sich ei­niges bei den Baupreisen getan. Rund 1,2 Mio. Euro und insgesamt anderthalb Jahre Bauzeit waren nötig, um das weit­hin sichtbare Wahrzeichen der Stadt zu sanieren.

Das Warten hat sich durchaus gelohnt! Der Turm hat sich herausgeputzt, wobei man viele Neuerungen von außen gar nicht sieht. So wurde der innere Hoch­behälter abgerissen und komplett neu gebaut. Auch die Druckerhöhungsan­lage, Elektroinstallationen, Fernwirk-und Blitzschutzanlagen sowie Fenster, Türen und Dach sind nun auf dem neu­esten Stand. Besonders viel Mühe hat man sich mit der Erneuerung der Zink­blechabdeckung gegeben. Davon kann sich jeder überzeugen, der bei schö­nem Wetter die silbrigen Reflexionen des sich im Winde drehen­den Wet­territters be­obachtet.

Für den Austausch von beschädigten Steinen waren Sonderan­fertigungen nötig, damit das Ge­bäude nach denkmalschutzrechtlichen Vorgaben saniert werden konnte. Doch nicht nur der Wasserturm selbst, auch das umliegende Gelände wurde baulich überarbeitet. Im Eingangsbereich liegt neues Granitpflaster. Außerdem hat der Turm einen mit Tiefbord eingefassten.

Rie­selstrei­fen von 70 cm erhalten, damit die Ameisenlöwen – eine hier ansässige In­sektenart – den Weg zurück in ihre alte Heimat finden. Unter dem Dach wurden Einflugmöglichkeiten für Vögel geschaf­fen, die sich dort nun neue Nistplätze erobern können – ungestört und mit un­schlagbarer Aussicht über die Stadt.