Im Lüner Stadtteil Brambauer vermittelt das Bergarbeiterwohnmuseum Einblicke in den Alltag von Bergarbeiterfamilien des frühen 20. Jahrhunderts. Es liegt in der Neuen Zechenkolonie der ehemaligen Zeche Minister Achenbach und entstand 1994 im Zuge einer umfangreichen Sanierung der Siedlung.
Besetzt ist eine Hälfte eines Zechenhauses, das 1904/05 erbaut wurde; die Wohnung ist in der Lebensform um 1930 eingerichtet. Träger des Museums ist ein örtlicher Förderverein der früheren Wohnungsbaugesellschaft, ergänzende Unterstützung kommt von einer Stiftung. Die ersten Exponate stammten aus dem Bestand eines ortsansässigen Antiquitätenhändlers und wurden später von Anwohnern sowie Besuchern aus der Region und darüber hinaus ergänzt. Zu den Sammlungsbeständen gehören Küchengeräte, Möbel, Dekorationsgegenstände und ähnliche Hausratstücke.
Die Wohnräume zeigen typische Ausstattungselemente jener Zeit: Leitungen auf Putz, geweißte Wände, roter Dielenboden und ein Plumpsklo. Keller und Hof sind so gestaltet, dass bei Bedarf Bewirtung möglich ist. In der sogenannten Guten Stube finden neben der Ausstellung auch standesamtliche Trauungen statt. Das Bergarbeiterwohnmuseum ist Teil der Route der Industriekultur.