Im Duisburger Stadtteil Rumeln-Kaldenhausen präsentiert das Bienenmuseum des Kreisimkerverbandes Duisburg e. V. die Kulturgeschichte und Wissenschaft rund um die Imkerei. Das Museum ist in einem Pavillon auf dem Gelände des Albert-Einstein-Gymnasiums untergebracht und nutzt eine Ausstellungsfläche von etwa 400 m².
Die Einrichtung geht auf ein 1959 gegründetes Museum in Duisburg-Wedau zurück, das bis 1996 in der Schule „Am See“ stattfand. Wegen Wachstum von Sammlung und Besucherzahlen zog das Museum 1997 in Räume an der Kirchfeldstraße um, bevor es 2013 an den heutigen Standort verlegt wurde. Ehrenamtliches Engagement trägt bis heute den Betrieb; 2023/2024 erfolgte eine umfassende Renovierung und Neugestaltung der Präsentation.
Inhaltlich widmet sich das Haus der Honigbiene als Nutztier sowie der Geschichte, Technik und Forschung der Imkerei. Zu sehen sind Werkzeuge, Gerätschaften und eine große historische Sammlung an Behausungen von ausgehöhlten Baumstämmen über Strohkörbe bis zu modernen Magazinbeuten, darunter rekonstruierte Besonderheiten. Ein gläserner Schaubienenkasten macht das Leben im Bienenvolk und die Eiablage der Königin unmittelbar beobachtbar. Der Schwerpunkt umfasst auch Bienenprodukte, Verhaltensforschung, die Varroamilbe und Ursachen des Bienensterbens.
Als Aus- und Fortbildungsbetrieb des Deutschen Imkereiverbandes dient das Museum zugleich als Schulungs- und Begegnungsstätte für angehende Imker; Seminarräume bieten Platz für praktische Übungen und Sonderausstellungen. Im Außenbereich ergänzt ein insektenfreundlich gestalteter Garten mit Bienenlehrpfad, Lehrbienenstand und vielfältigen Wildbienen-Niststätten die Umweltbildung. Forschungsarbeiten und Versuchskästen im Hof verweisen auf Kooperationen mit Hochschulen und Forschungsinstituten.