Die Carl-Julius-Weber-Gedenkstube im Rathaus von Langenburg an der Jagst nimmt Besucher mit in die Lebenswelt des Schriftstellers und Satirikers Karl Julius Weber; sein Geburtshaus ist hier durch eine Gedenktafel vermerkt. Das Zimmer wurde 1987 als Erinnerungsraum eingerichtet und fügt sich in die historische Atmosphäre des Rathauses ein.
Die Einrichtung enthält zeittypische Möbel und eine Sammlung von Werken Webers. Dazu gehören unter anderem Briefe eines in Deutschland reisenden Deutschen (Stuttgart 1826–1828) sowie Demokrit oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen (Stuttgart 1832–1840) neben weiteren historischen und anthropologischen Schriften. Ergänzt wird die Präsentation durch einige persönliche Gegenstände aus Webers Besitz.
Zusätzlich werden Bücher und Bilder der Schriftstellerin Agnes Günther gezeigt; sie lebte von 1891 bis 1907 als Dekansfrau in Langenburg und verfasste in diesem Haus den Roman Die Heilige und ihr Narr. Heute dient der Raum zugleich dem Standesamt als Trauzimmer und verbindet literarische Erinnerung mit aktueller Nutzung.