In Gelsenkirchen widmet sich die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ der Erforschung und Vermittlung der städtischen Geschichte in der NS-Zeit. Träger der Einrichtung ist das Institut für Stadtgeschichte der Stadt Gelsenkirchen.
Die Dokumentationsstätte befindet sich in Gelsenkirchen-Erle, Cranger Straße 323. Untergebracht ist sie in einem 1907 errichteten ehemaligen Polizeigebäude, dessen historische Substanz die räumliche Atmosphäre prägt.
Eröffnet wurde die Einrichtung am 8. Mai 1994; eine überarbeitete Fassung der Dauerausstellung ist seit dem 8. Mai 2015 zu sehen. Die Präsentation thematisiert das Alltagsleben in Gelsenkirchen zwischen 1933 und 1945 und setzt dabei auf eine lokale Perspektive der nationalsozialistischen Herrschaft.
Zum Angebot gehören eine Dauerausstellung, eine Präsenzbibliothek und die Durchführung von Seminaren. Die Ausstellung richtet sich unter anderem an Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 7 und ist als Lernort zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft konzipiert.