In Leipzigs Seeburgviertel nimmt die Grieg-Begegnungsstätte die Rolle eines biografischen Museums und Treffpunkts ein, das dem Komponisten Edvard Grieg gewidmet ist. Gegründet wurde die Einrichtung 2005 zum Gedenken an Grieg; die Eröffnung der Dauerausstellung erfolgte am 7. November 2005 und widmet sich Leben und Werk des Künstlers.
Das Haus steht an der Talstraße; die Begegnungsstätte liegt im ersten Obergeschoss eines 1874 errichteten Gebäudes. In früheren Jahrzehnten beherbergte das Gebäude die Edition Peters, einen der bedeutenden Musikverlage der frühen 20. Jahrhunderts. Grieg pflegte dort enge Kontakte zu Max Abraham, der ihm als Mentor zur Seite stand. Bis 1858 hatte Grieg im Alter von 15 Jahren in Leipzig ein Studium am Konservatorium aufgenommen, das einige Jahre zuvor von Felix Mendelssohn begründet worden war.
Das Museumsprogramm konzentriert sich auf die Ausstellung sowie auf musikalische Aktivitäten im Musiksaal, der den räumlichen und inhaltlichen Mittelpunkt bildet und regelmäßig für Konzerte und Veranstaltungen genutzt wird. Das denkmalgeschützte Gebäude weist außen Gedenktafeln für Grieg und Abraham auf; im Garten steht eine Skulptur des Komponisten. Die Grieg-Begegnungsstätte ist zudem Station 3 der UNESCO-Initiative „Leipziger Notenspur“.