Im historischen Ortskern von Oedt fungiert das Heimatmuseum Oedt als Sammlung der lokalen Geschichte und als Bildungsort zur Vergangenheit der ehemaligen Gemeinde.
Träger des Museums ist der Heimatverein Oedt; seit 1989 werden die Ausstellungen in den Kellerräumen des ehemaligen Rathauses präsentiert. Ergänzend unterhält der Verein eine Dauerausstellung in der Burg Uda.
Die Ausstellungsräume sind thematisch gegliedert. In einem Raum werden die frühere Gemeindeverwaltung und soziale Einrichtungen vorgestellt; Dorfmodelle von Oedt, der Honschaft Hagen und des Heimers Hof zeigen den Siedlungsstand nach dem Kataster von 1825. Ein weiterer Raum widmet sich Militär- und Kriegsdiensten sowie den Opfern der Kriege von 1870/71, 1914–1918 und 1939–1945.
Weitere Bereiche behandeln die ur- und frühgeschichtliche Entwicklung der Region von der Steinzeit bis zur Frankenzeit sowie das Mittelalter, wobei zahlreiche Funde aus der Ausgrabung von 1961 präsentiert werden. Ein separater Raum dokumentiert Aspekte der lokalen Familie Mooren, das Vereinsleben in Oedt und die bedeutende Textilindustrie, darunter die Betriebe P. Mertes Söhne und Girmeswerke AG. Abschließend zeigt ein Raum die bauliche und sakrale Entwicklung der Kirche St. Vitus.
Das Heimatmuseum Oedt verknüpft regionale Alltagsgeschichte, Wirtschafts- und Kirchenentwicklung und ermöglicht so einen kompakten Überblick über die Entwicklung der ehemaligen Gemeinde.