Kunstmuseum Ahrenshoop

Weg zum Hohen Ufer 36, 18347 Ostseebad Ahrenshoop, Deutschland

Wo Sie uns finden:

Straße
Weg zum Hohen Ufer 36
PLZ/Ort
18347 Ostseebad Ahrenshoop
Land
Deutschland
Telefon
038220 66790
Web
http://www.kunstmuseum-ahrenshoop.de
Tags
#Kunst #Galerie

Beschreibung

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst nimmt das Kunstmuseum Ahrenshoop eine zentrale Rolle in der Erinnerung an die dort entstandene Künstlerkolonie ein; das Haus wird von der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop getragen und eröffnete am 30. August 2013.

Das Museum liegt in Ahrenshoop an der Ostseeküste und versteht sich als privat geführte Einrichtung, die aus bürgerschaftlichem Engagement von Stiftung und Freundeskreis hervorging. Seine Vermittlungsarbeit richtet den Blick auf die politischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Entwicklungen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert und verknüpft lokale Tradition mit gesamtdeutschen Kontexten.

Die Entstehung des Museums geht auf eine Initiative aus dem Jahr 2005 zurück; bereits 2008 wurde eine Infobox als Dokumentationszentrum in Betrieb genommen. Der Neubau wurde mit Landesmitteln und Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Träger ist die Stiftung bürgerlichen Rechts „Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop“, getragen wird der Betrieb durch Eigenmittel, Fördergelder, Spenden und die Unterstützung eines Fördervereins. Seit September 2024 obliegt die geschäftsführende Leitung einer langjährigen Mitarbeiterin des Hauses.

Architektonisch verbindet das Museum regionale Bautradition mit zeitgenössischer Ausstellungsarchitektur: fünf Kuben, die von außen wie Einzelhäuser wirken, gehen innen in einen zusammenhängenden Gebäudekomplex über und bieten variable Ausstellungsräume. Besonders auffällig sind lichtdurchflutete Räume mit Oberlichtsystemen und Prismen, die eine gleichmäßige, nahezu schattenfreie Beleuchtung ermöglichen.

Die Sammlung umfasst mehr als 800 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern, die in Ahrenshoop oder der nahen Küstenregion wirkten. Bestände aus der Gründergeneration der Künstlerkolonie treffen auf Werke der klassischen Moderne, Positionen der 1920er–1940er Jahre, Kunst aus der DDR und zeitgenössische Arbeiten. Wichtige Namen der Sammlung sind unter anderem Elisabeth von Eicken, Paul Müller-Kaempff, Anna Gerresheim, Cesar Klein, Alfred Partikel, Ernst Wilhelm Nay, Karl Hofer, Edmund Kesting und Wolfgang Mattheuer. Sammlungsergänzungen erfolgen durch Ankäufe, Zustiftungen und Leihgaben; eine Spezialbibliothek und ein wachsendes Archiv stehen auch externen Forschenden offen.

Neben der Dauerausstellung zeigt das Haus ein wechselndes Ausstellungsprogramm und veranstaltet Führungen, Vermittlungsprojekte, Lesungen und Konzerte. Veröffentlichungen in Form von Ausstellungs- und Sammlungskatalogen dokumentieren die inhaltliche Arbeit des Museums.

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