Stadtgeschichte erleben
Im September 2004 wurde das stadtgeschichtliche Museum eröffnet. Besonders spannend ist dabei der Ort des Museums. Es wurde in einem denkmalgeschützten ehemaligen Pfarrhausensemble, bestehend aus einem barocken Pfarrhaus (1753/54), einer Pfarrscheuer (1751/52), einer Drittelscheuer (1457/58), einem großen historischen Pfarrgarten mit Wasch- und Backhaus (1811) und einer idyllischen Gartenlaube, eingerichtet.
Nach umfassenden Sanierungsarbeiten konnte die stadtgeschichtliche Sammlung in einem ersten Schritt im barocken Pfarrhaus ausgestellt werden. Die Exponate zeigen das Leben seit dem Mittelalter in drei sehr unterschiedlichen Stadtteilen, dem früh württembergisch gewordenen Städtchen Wendlingen, dem Rittergut Bodelshofen sowie der kleinen Landgemeinde Unterboihingen. Wie ein roter Faden zieht sich die Frage nach der Bedeutung von Verkehrswegen durch die Ausstellung. Ob Römerstraße, Pilgerweg, Flößerei auf dem Neckar, Eisenbahn oder Autobahn, diese Faktoren waren eng mit der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt verbunden. In diesem Zusammenhang finden die Besucher auch zahlreiche Ausstellungsstücke der weit über Württemberg hinauswirkenden Textil- und Möbelindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts in Wendlingen.
Vor- und Frühgeschichte - Drittelscheuer
Nach umfassenden Sanierungsarbeiten bietet die Drittelscheuer aus dem Jahr 1457/58 den Besucherinnen und Besuchern eine Dauerausstellung zum Thema Vor- und Frühgeschichte in Wendlingen am Neckar. Zu sehen sind dort verschiedene archäologische Fundstücke und Erklärungen aus den Zeitepochen von der Steinzeit über die Bronzezeit und Eisenzeit bis zu den Römern und Alemannen.
Stadtgeschichtliche Sammlung – Ehemaliges Pfarrhaus
Die Exponate im barocken Pfarrhaus von 1753/54 zeigen das Leben seit dem Mittelalter in drei sehr unterschiedlichen Stadtteilen, dem früh württembergisch gewordenen Städtchen Wendlingen, dem Rittergut Bodelshofen sowie der kleinen Landgemeinde Unterboihingen.
Die Besucherinnen und Besucher finden auch zahlreiche Ausstellungsstücke der weit über Württemberg hinauswirkenden Textil- und Möbelindustrie des 19. und 20.
Jahrhunderts in Wendlingen. Auf der obersten Etage finden sich zwei weitere Räume für Sonderausstellungen.
Schmiedescheuer
In der ehemaligen Pfarrscheuer sind viele unterschiedliche Arbeitsgeräte und Werkzeuge aus früheren Zeiten zu sehen. Diese wurden aus umliegenden Schmieden, wie Köngen und Oberboihingen zusammengetragen. Eine fahrbare Bandsäge zeigt beispielsweise, wie früher in Wendlingen am Neckar Brennholz gesägt wurde. Zu sehen sind außerdem noch eine Drechselbank mit Fußantrieb, eine Hobelbank, verschiedene Sägen und Handbohrmaschinen. Unter der Scheune befindet sich ein alter Gewölbekeller, in dem wie zu Omas Zeiten noch eingemachtes Obst und Gemüse steht.