Die weltweit größte Sammlung islamischer Bronzen (7.–13. Jh.) befindet sich in einem historischen Bürgerhaus inmitten der Altstadt von Bamberg. Neben Metallarbeiten umfasst das Museum auch eine bedeutende Kollektion an Keramik, Glas. Die Objekte stammen vor allem aus dem Iranischen Raum (heutiges Iran, Turkmenistan und Afghanistan) und geben einen faszinierenden Einblick in die Lebenswelt an der Seidenstraße. Schreibgeräte, medizinische und kosmetische Utensilien, aber auch Alltagsgegenstände wie Öllampen, Räuchergefäße, Kessel, Kannen bis hin zu Amuletten und Schmuck zeigen, wie ein damaliger Haushalt ausgestattet war. Verzierungen aus vegetabilen und abstrakten Ornamenten sowie Abbildungen von Natur und Tieren zeigen den hohen Standard der Handwerkskunst. Ausgeführt sind sie in meisterhaften Herstellungs- und Dekor-techniken der Metallurgie wie Repoussé, Punzierung, Ziselierung, Tauschier- und Durchbruchsarbeiten.