Doris Lenz: "KINDSEIN – SPURENSUCHE"
Am Samstag, 25. April 2026, um 15 Uhr eröffnen Landrat Achim Hallerbach und Museumsleiterin Jennifer Stein die neue Sonderausstellung „Kindsein – Spurensuche“ der Rheinbreitbacher Künstlerin Doris Lenz im RoentgenMuseum Neuwied.
In eindringlichen Bildern, Installationen und Objekten legt Doris Lenz offen, was ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Kindheit zutage fördert: Kindheit zeigt sich in der heutigen Gesellschaft als ein Spannungsfeld voller Gegensätze und widersprüchlicher Erwartungen. Sie bewegt sich zwischen glitzernder Fantasiewelt und dem oft grauen Alltag vieler Familien, zwischen Förderdruck und Bildungslücken, zwischen Machtmissbrauch und Mitbestimmung, zwischen nostalgischer Verklärung und wachsenden Zukunftsanforderungen.
Dabei bedient sich die Künstlerin bewusst keiner festen Stilrichtung, sondern nutzt vielfältige künstlerische Ausdrucksformen. Mit großer Sensibilität gelingt es ihr, ein emotional vielschichtiges Thema offen und zugleich zugänglich zu behandeln. Ihre Arbeiten machen deutlich: Kindsein bedeutet, intensiv zu erleben. Erfahrungen, soziale Prägungen, Bildungswege sowie gesellschaftliche und historische Einflüsse wirken ein Leben lang nach – im Positiven wie im Negativen.
Die Ausstellung geht zentralen Fragen nach: Was macht Kindheit aus? Wie prägen Familie, Gesellschaft, Tradition und Religion unser Aufwachsen? Welche Spuren hinterlassen Erfahrungen von Autorität, Macht und Ohnmacht? Auf eindrückliche Weise macht „Kindsein – Spurensuche“ diese Aspekte sichtbar und erfahrbar und lädt zu einem offenen, generationenübergreifenden Austausch über gelingende Kindheit ein.
Begleitend zur Ausstellung bietet die Künstlerin ein umfangreiches Bildungsprogramm für unterschiedliche Altersgruppen an.
Die Vernissage wird musikalisch von Leo Zaric an der Harfe gestaltet. Die Einführung hält die Museumspädagogin Irina Wistoff.
Ausstellungsdauer:
25.04. – 14.06.2026

