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[10] Bärenbrunnen

Beschreibung

Bärenbrunnen in Espenhain
Der Bärenbrunnen ist eine Brunnenanlage mit einer Figurenkomposition aus zwei Bären, die zu einer auf einer Säule sitzenden Bärin mit ihrem sitzenden Jungen aufblicken. Gefertigt ist die Plastik aus Werkbeton und befindet sich in einem achteckigen Brunnenbecken. Die Skulptur wird auf etwa 1900 datiert, was sie älter macht als viele der später errichteten Brunnenanlagen in Espenhain.

Vermutlich stammt der Brunnen ursprünglich aus dem Villenpark des Landhauses von Georg Stöhr, dem Besitzer der Leipziger Kammgarnspinnerei in Großdeuben. Dieser ältere Villenpark wurde Anfang der 1950er Jahre durch die Ausweitung des Tagebaus Zwenkau zerstört, wodurch die Plastik an einen neuen Standort umgesetzt werden konnte.
Nach dem Verlust ihres ursprünglichen Standortes wurde der Bärenbrunnen in die Parkanlage des Kulturhauses „Clara Zetkin“ in Espenhain versetzt, das damals ein zentraler Treffpunkt im Ortsteil war. Die Brunnenanlage befand sich dort in einem öffentlich zugänglichen Park direkt vor dem Kulturhaus – nahe der heutigen Grundschule Espenhain und im Bereich der damaligen Bundesstraße 95.

Dieser Standort besitzt heute historische Bedeutung, da die Fernverkehrsstraße 95 hier verlief, bevor sie in den 1970er Jahren im Zuge des Tagebaus Espenhain verlegt wurde.
Durch die Aktivitäten des Tagebaus Espenhain in den späten 1970er Jahren (ca. 1976–1978) kam es zu einer Verlegung der Bundesstraße 95 und zu einer deutlichen Verkleinerung der Parkanlage des Kulturhauses. In diesem Zusammenhang wurde auch der Bärenbrunnen abgebaut und in die Kleingartenanlage „Wiesengrund“ umgesetzt, wo er sich bis heute befindet. Die Anlage ist öffentlich zugänglich und Teil der Gestaltung der Kleingartensparte „Wiesengrund“, die seit 1946 auf dem Gelände einer ehemaligen Tongrube existiert und sich heute als beliebter Ort für Gartenfreunde und Naherholung etabliert hat.