Pergamonmuseum

Am Kupfergraben 5, 10117 Berlin, Deutschland

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Straße
Am Kupfergraben 5
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10117 Berlin
Land
Deutschland
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Web
http://www.smb.museum

Beschreibung

Auf der Museumsinsel in Berlin‑Mitte nimmt das Pergamonmuseum einen zentralen Platz innerhalb des UNESCO‑Welterbes ein; es vereint bedeutende Sammlungen antiker, vorderasiatischer und islamischer Kunst unter einem Dach.

Ursprünglich entstand an derselben Stelle Ende des 19. Jahrhunderts ein Vorgängerbau, dessen Ausstellungen bereits große Architekturteile zeigten; dieser Bau wurde 1908 abgerissen. Ein neuer, in neoklassizistischen Formen geplanter Dreiflügelbau wurde zwischen 1910 und 1930 in vereinfachter Form errichtet. Die Arbeiten wurden durch den Ersten Weltkrieg, die Revolution 1918 und die Inflation Anfang der 1920er Jahre verzögert; mehrere ursprünglich vorgesehene Bauteile blieben ungefertigt. Die Anlage ist als tiefe, zur Spree orientierte Drei‑Flügel‑Architektur konzipiert: ein hoher, fensterloser Mittelbau am Vorhof und flankierende Seitenflügel mit dorischen Pilastern und halbkolossalen Säulenreihen. Die Fassaden kombinieren verschiedene Natursteine und steinimitierenden Putz, entsprechend den historischen Baustoffen.

Der Zweite Weltkrieg richtete schwere Schäden an; zahlreiche Exponate wurden ausgelagert, monumentale Teile teils verschalt. 1945 erfolgten großflächige Transporte in die Sowjetunion. In den 1950er Jahren kehrten große Teile der Bestände zurück, erste Säle der Antikensammlung konnten wieder eröffnet werden, und der Pergamonaltar wurde weitgehend in der früheren Inszenierung rekonstruiert. Andere Sammlungen blieben im geteilten Berlin und wurden zum Teil in westlichen Häusern übernommen; einige Objekte verbrannten oder befinden sich weiterhin in Museen in Moskau und Sankt Petersburg. Ein bilaterales Rückführungsabkommen von 1990 wurde bislang durch politische und institutionelle Hürden blockiert.

Heute beherbergt das Gebäude drei Museen: die Antikensammlung mit dem Pergamonaltar, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst. Zu den herausragenden Exponaten gehören neben dem Pergamonaltar das Markttor von Milet, das Ischtar‑Tor mit der Prozessionsstraße aus Babylon sowie die Mschatta‑Fassade. Teile der Antikensammlung sind zusätzlich im Alten und im Neuen Museum untergebracht.

Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird das Pergamonmuseum seit 2013 umfassend instand gesetzt und in ein übergreifendes Besuchskonzept integriert; die James‑Simon‑Galerie dient dabei als einer der Zugänge. Die Sanierung führte zu stark steigenden Kosten (von etwa 250 Millionen Euro im Jahr 2000 auf rund 1,507 Milliarden Euro im Jahr 2023) und verlängerte die Bauzeit erheblich. Nach phasenweiser Sperrung ist das Museum seit dem 23. Oktober 2023 vollständig geschlossen; eine Teilöffnung wird für 2027, die endgültige Wiedereröffnung für 2037 angepeilt. 2019 besuchten rund 804.000 Menschen das Haus.

Das Pergamonmuseum tritt außerdem als Schauplatz im deutschen Spielfilm Ich bin dein Mensch (2021) in Erscheinung.

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