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DAS BEMBEL EXPERIMENT! Ein Apfelweinkrug im Spiegel anderer Kulturen

15. Apr 2015
Keramikmuseum Westerwald

DAS BEMBEL EXPERIMENT – AUSSTELLUNG IM KERAMIKMUSEUM WESTERWALD

 

Zum ersten Sonntag im April zu Höhr-Grenzhausen Brennt –KERAMIK, - 2015 am Ostermontag,

gibt es wie immer eine Sonderausstellung. 2015 lautete der Titel "DAS BEMBEL – Experiment“!

 

ERÖFFNET wurde die Ausstellung am Ostermontag um 11.30 durch den Bürgermeister der Stadt Höhr-Grenzhausen, M. Thiesen, D. Romanazzi und J. Stier aus Frankfurt und Monika Gass, KMW.

 

Zweck dieser Ausstellung ist es neue, kreative Formen des Apfelweinbembels zu präsentieren.

Apfelsaft und Apfelwein als klassische Getränke der Region Westerwald nutzen Bembel in diversen Größen und Formen, die im Salzbrand gefertigt und massenhaft z.B. in den Großraum Frankfurt geliefert wurden.

 

In Kooperation mit der Stadt Höhr-Grenzhausen, den Förderern des Apfelweinmuseums in Frankfurt, den Firmen Rastal, Sibelco Deutschland und der Töpferei Girmscheid stellen geladene Gäste aus, - mitmachen konnte aber Jeder und Jede mit einer guten gestalterischen Idee.

 

In der internationalen Präsentation haben 44 Personen teilgenommen, darunter 3 Gemeinschaftsarbeiten:

Atelier Hasenberg, Siegburg / I. Badeck – W. Worch, Höhr-Grenzhausen / Werkstatt Margarethenhöhe, Essen.

Insgesamt gab es 67 Einreichungen mit 95 Stücken, von 20 Frauen und 24 Männer aus 13 Nationen.

Vertreten waren die Nationalitäten:

Österreich / 2

Deutschland    / 19                            

Finnland / 1                           

Großbritannien / 2                             

Italien  / 1                             

Japan   / 1                              

Niederlande     / 2       

Polen / 1                     

USA / 6                      

Türkei  / 1

Ungarn / 1                              

Schweiz / 1                            

Spanien /1                       

 

Drei Preise wurden vergeben: 

an Beate Thiesmeyer für ihr Zitat auf das Thema – mit HEIMWEH -BEMBEL,

an Joachim Ermert für dessen neuen Klassiker im Bereich des nutzbaren und seriell neu umsetzbaren BEMBELS. Beide Deutschland, und  an Robert Lawarre, Florida, für dessen kreative, farbenfrohe und freie Interpretation des BEMBEL – Experimentes. .

Traditionell wurden und werden Bembel seit Jahrhunderten im Westerwald im Kannenbäckerland in Handarbeit hergestellt. Die Westerwälder Salzglasur ergibt im Reduktionsbrand die typische graue Farbe, Dekor ist in Kobaltblau aufgemalt.  

 

1893 wurde von Johann Jacob Frieß in der Schrift „Humoristische Memoiren eines alten Frankfurters“ der BEMBEL erstmals beschrieben, - wobei die Herkunft des Namens BEMBEL bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Ob sich der Begriff vom Wort „Bombe“ ableitet, (aufgrund der Form),  oder sich der Name vom Begriff des „bambelns“ herleitet ist unklar. Der Name könnte auch abgeleitet sein vom lat. „pampinus“, zu „Pampel“,

einem im 17. Jahrhundert gängigen Begriff für Weinausschankgefäße.

Höhr-Grenzhausen ist mit seinem größten Bembel der Welt auch 2012 in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden, einem von Künstlern und Handwerkern vor Ort gefertigten Großgefäß mit 670 Liter Fassungsvermögen und 300 Kilogramm Gewicht.

Die Ausstellung ist zu sehen im Keramikmuseum in Höhr-Grenzhausen bis zum  3. Mai 2015.

Im August 2015 wird voraussichtlich eine Folgeausstellung in Frankfurt stattfinden.

Für Frankfurt dürfen sich gerne weitere Künstlerinnen und Künstler mit ihren Beteiligungen anschließen.

 

KERAMIKMUSEUM WESTERWALD, Lindenstrasse 13, 56203 Höhr-Grenzhausen http://www.keramikmuseum.de

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