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Keramische Vielfalt im Kleinformat - Miniaturen aus der Sammlung W.& G.Bickel

30. Nov 2015
Keramikmuseum Westerwald

Pressemitteilung zur Weihnachtsausstellung                                         

im Keramikmuseum Westerwald 2015

 

Einladung zur ERÖFFNUNG der Ausstellung:

 

Miniaturen aus der Sammlung W. und G. Bickel

Keramische Vielfalt im Kleinformat

Eröffnung Donnerstag   -    3. Dezember 2015 -  17:00 Uhr

Vorinformationen zu „Keramische Vielfalt im Kleinformat“ von Wolfgang Bickel

Gäste der Ausstellung „Keramische Vielfalt - im Kleinformat - Miniaturen aus der Sammlung W. u. G. Bickel“ werden auf zweierlei Weise überrascht: durch die Fülle der Objekte und durch ihr Format.

Zwölf Vitrinen im großen Vortragsraum des Museums mit rund 450 Mini-Exponaten zeigen die ganze Bandbreite der keramischen Arbeiten des späten 20. Jahrhunderts vor Augen: von der in langer Tradition stehenden Irdenware bis zu den Formexperimenten in Steinzeug und Porzellan aus den Jahrzehnten um 2000. Hier zeigen sich Marburger Töpfertradition ebenso wie klangvollen Namen der Meister der gegenwärtigen Keramik Volker Ellwanger etwa oder Gerald und Gotlind Weigel. Es fehlen auch die nicht, die den gegenwärtigen Ruf Höhr-Grenzhausens als Töpferzentrum in der Gegenwart neu begründeten.

 

Besucher und Besucherinnen sehen neben den großen keramischen Arbeiten im „Normalformat“ vor allem keramischen Miniaturen für die Kinderwelt oder für Galerien im Zwergenformat. Alle diese Töpfermeister und Keramiker hatten sich bitten lassen, für diese Miniaturensammlung Bickel zu arbeiten oder als Gastgeschenk etwas zur Sammlung beizusteuern. Vieles konnte noch bei alten Töpfern, die traditionell auf Weihnachten hin Kindergeschirr brannten, gekauft werden.

Diese Begegnung mit dem Miniaturformat ist die zweite Überraschung. Die Freude an kleinen und kleinsten Gegenständen begleitet die Kulturgeschichte seit ihren Anfängen; es muss für den Betrachter und für den Handwerker ein besonderer Reiz darin liegen, im Zuge der Verkleinerung den Punkt zu suchen, wo der praktische Sinn sich in einen symbolischen verwandelt. Kinder spielten sich mit den kleinen Dingen in die Erwachsenenwelt hinein, Erwachsene in die Kinderwelt zurück. Aber das mag nur einer der vielen Beweggründe sein, die zur Entwicklung der Miniaturwelt in allen Kulturen führte. Von allen gibt es eindrucksvolle Belege in der Sammlung Gisela und Wolfgang Bickel, wenn sich auch die Ausstellung auf den deutschen Raum beschränkt.

Die Ausstellung ist darauf angelegt, den Betrachter etwas von dieser Überraschung spüren zu lassen, wenn er plötzlich der Miniaturausgabe des Gewohnten begegnet. Um diese Irritation zu verstärken, haben die Leihgeber, die auch die Präsentation gestalteten, zu etlichen Beispielen auch die Räume zitiert, in denen die Arbeiten entstanden oder die Art, wie sie auf Töpfermärkten oder in Galerien für den Kunden und Liebhaber präsentiert wurden: Fotos bilden dann die Kulissen des Spiels.

Dabei kommt es zu einem Spiel im Spiel, denn vor den Häusern oder vor den Marktständen erscheinen nun die Miniaturen überdimensioniert, wie von Riesen vor einem Hause abgestellt. 

Wie viele Spielsteine im Feld stehen?

Man kommt mit dem Zählen nicht durch, es mögen an die 450 sein…

Wir laden herzlich ein zu dieser ganz besonderen Ausstellung, die sich dem Unikat und der Miniatur im Kleinformat widmet: – passend zur Weihnachtszeit in der früher die Miniatur und das Spielzeug einen festen Platz hatte.

Begrüßung Bürgermeister Michael Thiesen

Einführung Dr. Wolfgang Bickel

Musikalische Begleitung Peter Bongard & Benjamin Gail / Flügel & Gesang

Im Anschluss gibt es einen kleinen Umtrunk mit weihnachtlichem Gebäck

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