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Neue Sonderausstellung zur Wende: Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit

17. Jul 2020
Museum Alte Lateinschule

30 Jahre ist es her, dass sich das Leben in Ostdeutschland fast von einem Tag auf den anderen völlig veränderte: neues Geld, neue Autos, neue Parlamente, neuer Staat. Das Museum erinnert jetzt in einer neuen Doppelausstellung an den historischen Umbruch. Die Plakatausstellung der bundesdeutschen Stiftung Aufarbeitung erzählt die gesamtdeutsche Entwicklung 1989–1990: die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, die Massenflucht im Sommer und die Massenproteste im Herbst, die zum Mauerfall führten. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur deutschen Wiedervereinigung. Die Ausstellung ist auch hervorragend für den Schulunterricht geeignet. Es gibt eigenes Unterrichtsmaterial und eine Handreichung für Lehrer.

 

Das Museum hat die Ausstellung erweitert und erzählt die Großenhainer Geschichte: die Abrüstung des Panzerregiments, das Solaris-Konzert in der Marienkirche am 26. Oktober, die Donnerstags-Demonstrationen, die Gründung des Neuen Forums, Flugplatz-Proteste, Einführung der D-Mark und die ersten freien Wahlen. Zu sehen sind die Transparente mit den Forderungen nach freien Wahlen und ökologischer Erneuerung, die alten und neuen Straßennamen (Dr-.-Salvador-Allende-Straße, Öhringer Straße), (Vita-) Cola Ost und (Coca-) Cola West. Eine eigene Vitrine ist der Einführung der D-Mark gewidmet. Das Archiv der Ostdeutschen Sparkassenverbands hat dazu Geldsätze Ost und West und Dokumente zur Verfügung gestellt, die den organisatorischen Kraftakt des Geldumtauschs beleuchten. Im Museumskino läuft der Großenhainer „Wendefilm“ mit den bewegenden Aufnahmen der Protestdemos im Herbst 1989.

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