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Ausstellung: Die Reform der Reform - Ein Streifzug durch die Geschichte der medizinischen Ausbildung

Historische Sammlung Bethel 16. Feb 2022

Die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten und die Inhalte der Ausbildung haben sich immer wieder gewandelt. Wer sich in der Antike für Medizin interessierte, ging bei einem Arzt in die Lehre und erwarb sein medizinisches Wissen, indem er ihn beobachtete und assistierte. Die Wissensvermittlung wurde vereinheitlicht, als Ärzte wie Hippokrates begannen ihre Erkenntnisse niederzuschreiben. Im arabischen Raum entstanden bald Akademien, wo die Studenten nicht nur von einem Arzt, sondern von mehreren Lehrkräften unterrichtet wurden. In Europa wurde das medizinische Wissen lange in Klöstern bewahrt und von Nonnen und Mönchen an die Novizen weitergegeben. Es kam allerdings auch zum Aufbau erster Medizinschulen und Universitäten, die die Theorien antiker Ärzte an die Studenten weitergaben. Neue Krankheiten, naturwissenschaftliche Erkenntnisse, technische Entwicklungen und nicht zuletzt gesellschaftliche Veränderungen erzwangen dann ein infrage stellen der alten Autoritäten und eine Anpassung der medizinischen Ausbildung an diese Veränderungen. Die Auswirkungen betrafen auch Einrichtungen wie Bethel.

 

Die Ausstellung macht diese Veränderungen sichtbar und ist zugleich ein Streifzug durch die Geschichte der Medizin von der Antike bis heute. Man sieht, wie früher Narkosen und Bluttransfusionen durchgeführt wurden und kann eine Amputation eines Unterschenkels im Jahr 1902 verfolgen. Wie die sich die medizinischen Fachrichtungen entwickelt haben, ist ebenso Thema wie der Einzug der Frauen in die Medizin und die Offenheit vieler Ärzte für die Ideologie der Nationalsozialisten.

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