Stadt.Land.Kultur. > Schaufling >

Naturdenkmal Dorflinde Schaufling

Beschreibung

Im Zentrum von Schaufling, direkt vor der Pfarrkirche, befindet sich eine uralte Linde, die „Dorflinde“. Sie ist mit ihrer beeindruckenden Größe Natursehenswürdigkeit und -denkmal sowie der markante Wiedererkennungswert des Schauflinger Dorfbildes. Die Verwendung als Namensgeber für den Schützenverein „Dorflinde“, die Kindergruppe „Lindenkinder“ sowie das Gemeindeinformationsblatt „Rund um unsere Dorflinde“ zeigt wie verbunden die Schauflinger mit ihrer Dorflinde sind und wie wertvoll diese für das gesellschaftliche Leben unserer Gemeinde ist. Sie gilt als Wahrzeichen der Gemeinde Schaufling und steht für die gelebte Gemeinschaft und das Miteinander aller Schauflinger. Nahezu alle Einwohner unserer Gemeinde identifizieren sich mit der Dorflinde und halten sie als Symbol der Heimat bis heute in Ehren. Auch das Kriegerdenkmal hat seinen Platz im Schatten des beeindruckenden Baumes. Bereits auf den Ansichtskarten zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Dorflinde zu sehen und wird dort als repräsentierend für die Ortschaft Schaufling dargestellt. In den Wirren den 2. Weltkrieges sollte sie gefällt werden um dadurch mit einer natürlichen und, der Größe wegen, unumgänglichen Wegsperre den Einzug der amerikanischen Besatzungsmächte zu verhindern. Gottseidank kam es vorher noch zum Kriegsende, wodurch die Schauflinger Dorflinde erhalten bleiben konnte. Die Linde an sich gilt seit je her als Baum des Volkes der einen Platz kennzeichnet an dem man sich trifft. Schon Martin Luther sagte: „Unter den Linden pflegen wir zu singen, trinken und tanzen und fröhlich zu sein, denn die Linde ist ein Friede- und Freudenbaum.“ Auch als sogenannten Gerichtsbaum bezeichnet man den Lindenbaum. Bereits seit germanischen Zeiten bis hinein ins Mittelalter versammelten sich bei Rechtsstreitigkeiten die Gegner unter einer Linde. Man glaubte, unter ihr käme die Wahrheit ans Licht, sie würde den Richter milde und die Streitenden versöhnlich stimmen. Auch als Symbol der Liebe wird sie wegen ihrer weichen, herzförmigen Blätter bezeichnet. Dadurch fand sie auch schon früh Eingang in die Dichtung. Ein idyllisches Ruhebänkchen unter der Schauflinger Dorflinde lädt ein zum verweilen und genießen des schattigen Platzes.