Ursprünglich war die Kerker - Christi - Kapelle ein Teil der Wehranlage, die im 15. Jahrhundert zum Schutz der Bevölkerung errichtet wurde. Der nördliche Turm und Teile der Mauer wurden 1521 beim Neubau der Kirche abgebrochen. Der bestehende Turm war um 1740 eine Ruine. In ihn wurden „die totgeborenen und ungetauft gestorbenen Kinder geschoben und mit Steinen bedeckt“.
Um den unwürdigen Zustand zu beheben, ließ Dekan Rösner (1741-1781) den Turm zu einer „Kapelle des Gefängnisses oder Kerkers Christi“ aufbauen und umgestalten. Seit den beiden Weltkriegen beherbergt die Kapelle auch die Erinnerungstafeln für die Gefallenen.








