Station: [5] Marina Schreiber, Polyflore Mikrofauna, 2023


Das Werk vor Ihnen besteht aus dicht verzwirbelten elektronischen Widerständen, die sich zu einem senkrecht stehenden, organisch wirkenden Körper formen. Ergänzt wird die skulpturale Netzstruktur mit dem Titel „Polyflore Mikrofauna“ durch zahlreiche rosa melierte Perlen und rosa Hörnchen aus Polyacryl. Diese wachsen tentakelartig seitlich aus der Struktur hervor. Die Arbeit ist feingliedrig und dennoch stabil. Durch die Verbindung aus technischen Materialien und organisch wirkenden Formen imaginiert die Bildhauerin Marina Schreiber mögliche Entwicklungsstufen der Schöpfung. Gleichzeitig erinnert sie mit den vertraut wirkenden Formen ihrer Objekte an archaische Mikroorganismen aus dem Meer – dem Ursprung allen Lebens.
Davon zeugen auch weitere Kleinplastiken, die in den Schaukästen der Ausstellung zu sehen sind. Obwohl sich diese vielfältig in Form und Fabpalette unterscheiden, entstehen sie allesamt auf der Basis von polyamiden Schläuchen, gespritzter Polyacryl-Paste, elektronischen Widerstände sowie Kondensatoren und viel Fingerspitzengefühl der Künstlerin.