In den Jahren 1973 bis 1975 wurden die Ortschaften Neuhausen, Hamberg, Schellbronn und Steinegg zur Gemeinde Neuhausen zusammengeschlossen.
Hamberg
Im 11. und 12. Jahrhundert ist Hamberg während der Rodung des Höhenrückens zwischen Würm und Nagold entstanden. Im Laufe der Zeit wuchs die Siedlung immer mehr den Hang hinauf. Es entstand ein Straßendorf von ungewöhnlicher Länge. Neben einem kleinen Laden, der Postfiliale und dem Kindergarten findet man dort auch Handwerk und Industrie.
Neuhausen
Neuhausen wird urkundlich 1150 erstmals erwähnt, ist aber viel älter. Auf der Gemarkung wurden Funde aus der Jungsteinzeit und der Römerzeit gemacht. Seine Blütezeit erlebte das Dorf im 15. und 16. Jahrhundert, als die Herren von Gemmingen das "Gebiet" übernahmen.
Neben verschiedenen Gaststätten, einer Apotheke, einem Haus- und Zahnarzt, der Theaterschachtel und einem Kindergarten findet man auch eine Backfiliale mit kleinem Café, eine Metzgerei sowie zwei Banken. Im Industriegebiet (Sägewerk) ist ein Lebensmittel-Discounter samt einer Bäckereifiliale, ein Getränkemarkt und eine Selbstbedienungstankstelle zu finden. Weitere kleinere Einzelhandelsbetriebe runden das Angebot ab.
Schellbronn
Die Ortschaft wird 1075 im Hirsauer Codex erwähnt. Sie wurde wahrscheinlich, wie die Dörfer in der Umgebung, als Waldhufensiedlung von den Grafen von Calw angelegt. Schellbronn war durch die karge Beschaffenheit seiner Gemarkung eine arme Gemeinde. Wohlstand kam erst durch die Pforzheimer Industrie auf. Bei einer Höhenlage von 525 Metern besitzt Schellbronn das Prädikat „Erholungsort“. Seit langem hat Schellbronn, durch seinen von Campern aus allen europäischen Ländern besuchten Campingplatz „Schwarzwald“ und die sichdaran anschließenden 185 Ferienhäuser, einen guten Ruf als Ferienort. Das Freizeitwellenbad und das am Campingplatz befindliche Fitness-Studio sind weitere Anziehungspunkte für sportliche Erholungssuchende. Ein Erlebnis für die ganze Familie bietet außerdem der schön gelegene WaldKlimaPfad.
Ein breit gefächertes öffentliches Leben spiegelt sich in einer Vielzahl von Vereinen wider. Daneben gibt es ein Lebensmittelgeschäft, das auch frische Backwaren anbietet, und für die Kleinsten einen Kindergarten.
Steinegg
Die Namensgebung geht auf das Rittergeschlecht Stein von Rechtenstein-Cannstatt und später auf die den Reichsfreiherren von Gemmingen gehörende Burg Steinegg zurück. Im 11. und 12. Jahrhundert sind Burg und Dorf während einer Waldrodung als „Steineck“ oder „Steinekke“ entstanden. Die Gemeinde, die einst Mittelpunkt des so genannten Gemmingenschen Gebietes war, ist vielen besonders wegen der bereits genannten Burg bekannt. Die Ruinenanlage in einem Seitental der Würm wurde von 1933 an teilweise wiederaufgebaut. Heute ist die Burg eine Begegnungsstätte christlicher Jugendgruppen aus nah und fern. Steinegg verfügt über ein breit gefächertes öffentliches Leben. Neben der Burg, dem Seniorenheim St. Josef ist hier auch die Verbandsschule im Biet zu finden. Das neu erbaute Kinderbildungszentrum rundet das Angebot des Bildungscampus Biet ab und schafft für Groß und Klein optimale Bildungsvoraussetzungen. Im kleinen Dorfladen sowie der Poststelle an der Liebenzeller Straße findet man neben frischen Backwaren auch weitere regionale Produkte.