Das Deuerlinger Hammerwerk war eine wasserbetriebene Schmiede an der Schwarzen Laber und zählt heute zu den geschützten Baudenkmälern der Gemeinde Deuerling. Die erhaltenen Gebäude gehen im Kern auf das 16. Jahrhundert zurück und dokumentieren die lange (früh-)industrielle Nutzung des Standorts.
Gegründet wurde das Werk im späten 16. Jahrhundert als Kupferhammer. Am 29. August 1580 erwarb der Regensburger Bürger Paul Meisinger vom Pfalzgrafen Philip von Pfalz-Neuburg das Recht, ein Kupferhammerwerk mit Schmelzwerk in Deuerling zu errichten. Der Betrieb nutzte die Wasserkraft der Laber, wobei die Stauhöhe genau geregelt war, um benachbarte Mühlen nicht zu beeinträchtigen. In den folgenden Jahrzehnten wechselten mehrfach die Besitzer; zeitweise wurde der Hammer um technische Einrichtungen wie einen Drahtzug erweitert. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten schließlich zur Aufgabe des Kupferhammers, und das Werk kam nach dem Dreißigjährigen Krieg in andere Hände.
Im 17. Jahrhundert entwickelte sich das Hammerwerk zu einem Eisenverarbeitungsbetrieb, der vor allem Alteisen und Schlacken weiterverarbeitete. Über eineinhalb Jahrhunderte blieb es im Besitz der Familie Michl, die den Betrieb fortführte und modernisierte. Trotz behördlicher Genehmigungen für neue Feuer und Produktionsweisen verlor das Hammerwerk im 19. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung.
1853 endete die Nutzung als Eisenhammer. Der Standort wurde zu einer Spiegelglasschleife umgebaut, die ebenfalls mit Wasserkraft betrieben wurde. Diese Nutzung prägte das Gelände bis ins 20. Jahrhundert; technische Neuerungen wie der Einbau einer Turbine sicherten den Weiterbetrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude gewerblich umgenutzt. Heute erinnern die denkmalgeschützten Bauten an die jahrhundertelange handwerkliche und industrielle Tradition des Deuerlinger Hammerwerks.




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