Als Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2019“ ist am Dienstag, den 11. Februar 2020 die Umweltwissenschaftlerin Yanna Badet im Deutschen Pferdemuseum in Verden zu Gast. Unter dem Titel „Naturschutz ist Klimaschutz – Wie die Natur betroffen und gleichzeitig die Lösung sein kann“ spricht sie über die globalen und lokalen Auswirkungen des Klimawandels sowie naturbasierte Lösungsansätze. Yanna Badet studierte an der Universität Lüneburg Umweltwissenschaften und arbeitet seit 17 Jahren als Beraterin und Umweltplanerin für Städte und Gemeinden und Umweltorganisationen. 14 Jahre lang hat sie in Kalifornien gelebt und gearbeitet, bevor sie 2016 zurück nach Norddeutschland kam. Aktuell arbeitet sie mit der internationalen Firma Silvestrum Climate Associates, die sich auf Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsplanung spezialisiert hat. Die Firma konzentriert sich dabei auf Natur-basierte Lösungen, die generell einen Mehrwert für die Natur schaffen und die Widerstandsfähigkeit von natürlichen Systemen fördern. So schützt beispielsweise die Restaurierung der Mangrovenwälder an der Nordostküste Südamerikas das Land vor Erosion und dem steigenden Meeresspiegel und speichert gleichzeitig CO2. Gleichzeitig schafft die Maßnahme u.a. wichtigen Lebensraum für Fische und hilft damit die lokale Fischindustrie aufrechtzuerhalten. Solche natürlichen Küstenschutzmaßnahmen haben Vorteile, denn sie halten oft länger als Barrieren aus Beton und können mehr Wasser aufnehmen und damit Sturmfluten ‚abdämpfen‘. Die Ökosystemdienstleistungen der Natur sind sehr wertvoll und größtenteils sogar unbezahlbar, da unersetzlich, sobald sie zerstört sind. Yanna Badet weiß, dass solche Maßnahmen immer mehr Wertschätzung genießen, je mehr die Bevölkerung darüber lernt. Dies gilt auch für hiesige Moorlandschaften, die wertvolle Biotope und wichtige CO2-Speicher sind. „In Moorlandschaften und im Torf speichern etwa ein Drittel der terrestrischen Kohlenstoffvorräte, obwohl sie nur 3% der weltweiten Landmasse bedecken,“ weiß Badet und betont damit die Wichtigkeit, die Moore zu renaturieren und feucht zu halten, als Option, Klimaschutz zu betreiben und gleichzeitig die Natur zu schützen. Eintrittspreise (inklusive Museumseintritt): Abendkasse: 10 € pro Person, 8 € pro Person für DPM-Mitglieder und PMs Sitzplatzreservierung unter Tel: 04231/807140
11. Feb 2020 - 19:30
Holzmarkt 9
Verden (Aller)
27283
Deutschland

Aktueller Termin von "Deutsches Pferdemuseum"

Vortrag: "Naturschutz ist Klimaschutz"

11. Feb 2020 - 19:30 – 11. Feb 2020 - 21:00
Deutsches Pferdemuseum

Als Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2019“ ist am Dienstag, den 11. Februar 2020 die Umweltwissenschaftlerin Yanna Badet im Deutschen Pferdemuseum in Verden zu Gast. Unter dem Titel „Naturschutz ist Klimaschutz – Wie die Natur betroffen und gleichzeitig die Lösung sein kann“ spricht sie über die globalen und lokalen Auswirkungen des Klimawandels sowie naturbasierte Lösungsansätze.

Yanna Badet studierte an der Universität Lüneburg Umweltwissenschaften und arbeitet seit 17 Jahren als Beraterin und Umweltplanerin für Städte und Gemeinden und Umweltorganisationen. 14 Jahre lang hat sie in Kalifornien gelebt und gearbeitet, bevor sie 2016 zurück nach Norddeutschland kam. Aktuell arbeitet sie mit der internationalen Firma Silvestrum Climate Associates, die sich auf Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsplanung spezialisiert hat. Die Firma konzentriert sich dabei auf Natur-basierte Lösungen, die generell einen Mehrwert für die Natur schaffen und die Widerstandsfähigkeit von natürlichen Systemen fördern. So schützt beispielsweise die Restaurierung der Mangrovenwälder an der Nordostküste Südamerikas das Land vor Erosion und dem steigenden Meeresspiegel und speichert gleichzeitig CO2. Gleichzeitig schafft die Maßnahme u.a. wichtigen Lebensraum für Fische und hilft damit die lokale Fischindustrie aufrechtzuerhalten.

Solche natürlichen Küstenschutzmaßnahmen haben Vorteile, denn sie halten oft länger als Barrieren aus Beton und können mehr Wasser aufnehmen und damit Sturmfluten ‚abdämpfen‘. Die Ökosystemdienstleistungen der Natur sind sehr wertvoll und größtenteils sogar unbezahlbar, da unersetzlich, sobald sie zerstört sind. Yanna Badet weiß, dass solche Maßnahmen immer mehr Wertschätzung genießen, je mehr die Bevölkerung darüber lernt.

Dies gilt auch für hiesige Moorlandschaften, die wertvolle Biotope und wichtige CO2-Speicher sind. „In Moorlandschaften und im Torf speichern etwa ein Drittel der terrestrischen Kohlenstoffvorräte, obwohl sie nur 3% der weltweiten Landmasse bedecken,“ weiß Badet und betont damit die Wichtigkeit, die Moore zu renaturieren und feucht zu halten, als Option, Klimaschutz zu betreiben und gleichzeitig die Natur zu schützen.

Eintrittspreise (inklusive Museumseintritt):

Abendkasse:
10 € pro Person,
8 € pro Person für DPM-Mitglieder und PMs

Sitzplatzreservierung
unter Tel: 04231/807140

Infos:
http://www.dpm-verden.de