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[5] Altes Haus - Museum für Stadtgeschichte

Beschreibung

Das „Alte Haus“ in Pfullendorf gehört zu den ältesten Wohnhäusern Süddeutschlands. Als kleinadliger Wohnturm wurde es 1317 gebaut und am Anfang des 15. Jh. zu einem Fachwerkhaus ausgebaut. Eine architektonische Besonderheit ist die radiale Balkenführung. Damit ist das "Alte Haus" das einzige noch bestehende Fachwerkgebäude in Deutschland mit dieser Baustruktur. Seit 1983 befindet sich das historische Denkmal im Besitz der Stadt Pfullendorf und beheimatet das Museum der Stadtgeschichte. Auf thematisch geordneten Tafeln erfahren Sie mehr über die Geschichte der Reichsstadt Pfullendorf von den Anfängen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Ein kleines Modell zeigt die Burg des Grafen Rudolf im mutmaßlichen Zustand aus dem 12. Jh. Diese ist der Ausgangspunkt einer Marktsiedlung, die sich zur Reichsstadt Pfullendorf entwickelte. Einen Rundumblick auf das Pfullendorf um etwa 1830 bekommt man anhand eines weiteren Stadtmodells, welches alle Stadttore und die Stadtmauer zeigt. In Vitrinen werden verschiedene Objekte aus der Geschichte Pfullendorfs ausgestellt, wie zum Beispiel in Kopie die Stadterhebungsurkunde von 1220 und die Zunftverfassung von 1383. Im Original gezeigt wird eine Münze (Brakteat) des Grafen Rudolf aus dem 12. Jh. und das älteste in Pfullendorf verbliebene Siegel der Reichsstadt von 1379. Betrachten können Sie auch ein Original der berühmten Stadtchronik des Benefiziaten Andreas Rogg von 1774. 

Ein weiterer Museumsbereich zeigt die Pfullendorfer Zunftverfassung von 1383. Ausgestellt werden unter anderem einzigartige historische Zunftlaternen, die die enorme Bedeutung der Handwerkszünfte der Reichsstadt darlegen. Im Keller des Alten Hauses erwartet die Besucher eine Ausstellung zur Verteidigung der Stadt und zur Gerichtsbarkeit.

Im Museum werden ebenfalls wechselnde Sonderausstellungen gezeigt.