„Wie Melodien zieht es / Mir leise durch den Sinn“: so lauten die ersten beiden Zeilen aus dem titelgebenden Lied von Johannes Brahms. Die Melodien vor allem der drei Violinsonaten von Brahms ziehen am 11. Juni durch die klassizistische Villa Brahms und durch ein offenes Fenster vielleicht auch weiter in den sommerlichen Eschenburgpark. Geigerin Anna Melkonyan wird von Arash Rokni am historischen Blüthner-Flügel von 1856 begleitet. Mezzosopranistin Juliane Sandberger ergänzt das Programm um Lieder, die in engem Zusammenhang zu den Violinsonaten stehen. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger geht in seiner Moderation auf die vielfältigen Bezüge ein. Der »Abend mit Johannes Brahms« wird dank einer Förderung der Possehl-Stiftung als »Kulturfunke« in Kooperation mit dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) realisiert.   Zur G-Dur-Sonate op. 78, dem ersten eigenständigen Werk für Geige und Klavier von Brahms, ist ein wertvolles Autograf des Komponisten im Brahms-Institut erhalten: Auf einem Albumblatt an Clara Schumann notiert Brahms 1879 die ersten Takte des langsamen Satzes, die Rückseite dient für intime Zeilen an die Lebensfreundin, deren Sohn Felix – Brahms‘ Patenkind – schwer erkrankt ist: „Wenn Du Umstehendes recht langsam spielst sagt es Dir vielleicht deutlicher als ich es sonst könnte wie herzlich ich an Dich u. Felix denke – selbst an seine Geige, die aber wohl ruht.“ „Regenlied-Sonate“ wird das Werk auch genannt. Sein gleichnamiges Lied hat Brahms im Finale der Sonate aufgegriffen. Eine „Liebes- und Lieder-Sonate“ nennt der Brahms-Biograf Max Kalbeck die zweite, die A-Dur-Violinsonate. Zahlreichen Erinnerungen des Komponisten an Hermine Spies lassen sich in der Musik ausmachen. Zwei Lieder, die er eigens für die Sängerin komponierte, sind darin verwoben: »Wie Melodien zieht es« und »Immer leiser wird mein Schlummer«. Auch sie erklingen am 11. Juni in der Villa Brahms. Die letzte Violinsonate schließlich hat zahlreiche Anklänge an die ungarische Volksmusik, der Brahms bereits mit seinen ungarischen Tänzen ein Denkmal gesetzt hat. Das Finale der viersätzigen d-Moll-Sonate ist ein furioser Abschluss des Abends. Das Programm dauert inklusive ausführlicher Pausen etwa drei Stunden. Rosemarie Sellmann sorgt mit ihrem Catering vor Ort für kulinarische Stärkungen. Tickets gibt es bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck Ticket und online: www.luebeck-ticket.de. In der Villa Brahms wird das tragen einer medizinischen Maske empfohlen. Bitte beachten Sie auch ggf. aktualisierte Hygieneregeln.
11. Jun 2022 - 18:00
Jerusalemsberg 4
Lübeck
23568
Germany

Current event for "Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck"

"Wie Melodien zieht es" - Ein Abend mit Johannes Brahms

11. Jun 2022 - 18:00 – 11. Jun 2022 - 21:00
Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck

„Wie Melodien zieht es / Mir leise durch den Sinn“: so lauten die ersten beiden Zeilen aus dem titelgebenden Lied von Johannes Brahms. Die Melodien vor allem der drei Violinsonaten von Brahms ziehen am 11. Juni durch die klassizistische Villa Brahms und durch ein offenes Fenster vielleicht auch weiter in den sommerlichen Eschenburgpark. Geigerin Anna Melkonyan wird von Arash Rokni am historischen Blüthner-Flügel von 1856 begleitet. Mezzosopranistin Juliane Sandberger ergänzt das Programm um Lieder, die in engem Zusammenhang zu den Violinsonaten stehen. Prof. Dr. Wolfgang Sandberger geht in seiner Moderation auf die vielfältigen Bezüge ein. Der »Abend mit Johannes Brahms« wird dank einer Förderung der Possehl-Stiftung als »Kulturfunke« in Kooperation mit dem Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL) realisiert.

 

Zur G-Dur-Sonate op. 78, dem ersten eigenständigen Werk für Geige und Klavier von Brahms, ist ein wertvolles Autograf des Komponisten im Brahms-Institut erhalten: Auf einem Albumblatt an Clara Schumann notiert Brahms 1879 die ersten Takte des langsamen Satzes, die Rückseite dient für intime Zeilen an die Lebensfreundin, deren Sohn Felix – Brahms‘ Patenkind – schwer erkrankt ist: „Wenn Du Umstehendes recht langsam spielst sagt es Dir vielleicht deutlicher als ich es sonst könnte wie herzlich ich an Dich u. Felix denke – selbst an seine Geige, die aber wohl ruht.“ „Regenlied-Sonate“ wird das Werk auch genannt. Sein gleichnamiges Lied hat Brahms im Finale der Sonate aufgegriffen.

Eine „Liebes- und Lieder-Sonate“ nennt der Brahms-Biograf Max Kalbeck die zweite, die A-Dur-Violinsonate. Zahlreichen Erinnerungen des Komponisten an Hermine Spies lassen sich in der Musik ausmachen. Zwei Lieder, die er eigens für die Sängerin komponierte, sind darin verwoben: »Wie Melodien zieht es« und »Immer leiser wird mein Schlummer«. Auch sie erklingen am 11. Juni in der Villa Brahms. Die letzte Violinsonate schließlich hat zahlreiche Anklänge an die ungarische Volksmusik, der Brahms bereits mit seinen ungarischen Tänzen ein Denkmal gesetzt hat. Das Finale der viersätzigen d-Moll-Sonate ist ein furioser Abschluss des Abends.

Das Programm dauert inklusive ausführlicher Pausen etwa drei Stunden. Rosemarie Sellmann sorgt mit ihrem Catering vor Ort für kulinarische Stärkungen.

Tickets gibt es bei allen Vorverkaufsstellen des Lübeck Ticket und online: www.luebeck-ticket.de. In der Villa Brahms wird das tragen einer medizinischen Maske empfohlen. Bitte beachten Sie auch ggf. aktualisierte Hygieneregeln.

Infos:
www.brahms-institut.de

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