Im Rahmen der umfangreichen städtebaulichen Maßnahmen zur Um- und Neugestaltung von Stavenhagen wurde auch das Eckgebäude in der Neuen Straße 15 nach einer langen Zeit des Leerstands abgebrochen. Leider konnte auch das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Neuen Straße 17 nicht vor Leerstand bewahrt werden und musste im Jahr 2013 ebenfalls abgerissen werden. Dadurch kam es zu einem städtebaulichen Missstand im Kreuzungsbereich der Neuen Straße und der Wallstraße aufgrund der nun fehlenden Bebauung.
Beide Grundstücke wurden 2015 von einer privaten Bauherrengemeinschaft erworben. Ihr Bauvorhaben wird durch die Städtebauförderung unterstützt. Letztendlich konnte die bisherige Lücke von einem Haus gefüllt werden, welches das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs im Rahmen der Initiative “Neues Wohnen in der Innenstadt” ist. Mit dem Projekt sind elf neue Wohnung entstanden, davon drei sogar barrierefrei.
Die Neubebauung ist natürlich, wie auch im Rest der Stadt, immer unter Berücksichtigung der historischen Altstadt geplant und durchgeführt worden. Straßenseitig findet man eine zurückhaltende Bauweise vor. Eine typische Lochfassade mit stehenden Fenstern und mit kleinen Dachgauben auf den Satteldächern fügt sich perfekt in das Stadtbild ein.
Nur eine freiere Gestaltung und damit leichtere Betonung der Eingangszonen bricht diese Bauweise ein wenig, was aber keineswegs der Stimmigkeit des Gesamtbildes Abstriche verleiht.
Durch freistehende Giebel in Blickachse der Neuen Straße wird die Ecksituation hervorgehoben. Komplett fertiggestellt wurde das Projekt im Dezember 2017. Mittlerweile sind alle Wohnungen belegt und die Bewohner können Neues Wohnen in einem Gebäude, mit zum historischen Umfeld passendem Charme, genießen.
In der Neuen Straße 9-13 bzw. an der Ecke zur Wallstraße konnte eine weitere Baulücke durch Neubebauung geschlossen werden. Hier entstand ein Wohn- und Geschäftshaus mit vierzehn Wohnungen und einer Gewerbeeinheit. Die Neubebauung dient hier, wie auch in anderen Teilen der Stadt, zum Erhalt der historischen Stadtstruktur. Die großen Baulücken sind verschwunden und die Raumkanten der Bebauung sind wieder hergestellt.
