Die gesamte Schlossanlage auf dem Schlossberg mit dem Barockschloss aus dem Jahr 1740, dem Schlosshof, dem Park und der Schlossmauer prägt das Stadtbild der Reuterstadt. Von diesem Standort ging im 13. Jhd. die Stadtgründung aus. Nachdem in den Jahren 1997 bis 1999 das Schloss für 3 Mio. Euro saniert wurde, wurden in den Jahren 2001 bis 2007 für weitere 1,74 Mio. Euro die Schlossbergstraße samt Parkplatz, der Schlosspark und die Parkmauern erneuert. Dabei wurde sich an den geschichtlichen Überlieferungen über die alte Anlage orientiert. Auch in Reuters Roman „Ut de Franzosenlid“ spielt der Schlosspark Stavenhagen eine bedeutende Rolle.
Mit großem Aufwand wurde es geschafft, das historisch bedeutungsvolle Ensemble aus Schloss, Schlosspark und Mauern wieder als harmonisches Ganzes erlebbar zu machen. Seither lädt die Schönheit des Parks Einheimische und Touristen wieder zum ausgiebigen Verweilen ein. Während sich die Kleinen auf dem großen Spielplatz austoben können, finden die Großen gewiss einen schönen Sitzplatz, um die herrliche Natur zu genießen. Schon von Weitem ist es möglich einen Blick auf den Schlossberg und das Schloss zu erhaschen. Zusätzlich lockt die Stadt Stavenhagen Besucher und Bürger auch regelmäßig zu kulturellen Veranstaltungen in den Park, der inzwischen auch als Festwiese genutzt wird.
Neben der Neugestaltung des Schlossparks, lag ein besonderes Augenmerk auf der Sanierung der Parkmauer. Diese wurde aus Städtebaufördermitteln und Eigenmitteln der Stadt Stavenhagen mit einer Gesamthöhe von 365,-T Euro finanziert.
Im April 2017 wurden im Bereich neben dem nordöstlichen Parkeingang noch einmal Bauarbeiten begonnen. Zunächst wurde die vorhandene Bepflanzung entfernt. Die auf 35 m schiefstehende Mauer wurde abgebrochen und nach Erneuerung des Fundamentes wieder neu aufgemauert. Leider wurden durch die zu harte Zementverfugung viele der Steine zerstört, so dass nur noch ca. 30 % der alten Ziegel wieder verwendet werden konnten. Deshalb mussten – in Absprache mit der Denkmalpflege – für die restlichen 70 % Mauerwerk neue Ziegel verwendet werden, die aber in Form und Farbe den Alten entsprechen. Nachdem die Mauer wieder gerade stand, konnten im Juli und August 2017 die Verfugung mit Muschelkalk und die Malerarbeiten ausgeführt werden. Die abschließenden Arbeiten wurden dann bis Ende November 2017 umgesetzt. Vor der alten Mauer in Ihrer neuen Standhaftigkeit wurden an der Seite zum Ernst-Lübbert-Weg wieder Kletterrosen, Clematis, Stauden und Zwiebelblüher eingebracht. Die bepflanzte Fläche wurde abgemulcht und bereits im Mai 2018 sprossen die ersten Rosen, Salbei und Lilien. Die Seite zum Franzosenweg hingegen war und wurde nicht bepflanzt. Stattdessen wurden dort neue Holzpoller aufgestellt, die dazu dienen, die Verkehrslasten von der Mauer fernzuhalten und ein erneutes Absacken zu verhindern.
Zusätzlich zur Erneuerung des Schlossparks und der Parkmauer wurde schließlich noch die Schlossbergstraße für insgesamt 325,-T Euro saniert. Die Schlossbergstraße führt vom wichtigsten Platz der Reuterstadt – dem Marktplatz – zum nunmehr wichtigsten Gebäude – dem Schloss als Bürger- und Verwaltungszentrum. In diesem Bereich liegt der Ursprung der Stadt. Bei der Sanierung wurde darauf geachtet, dass die historischen Strukturen des Straßenraumes beibehalten wurden. Entlang der Schlossparkmauer wurde kleinteiliges Pfindlingspflaster verlegt, an das wiederum Granitplatten als Gehsteig angefügt wurden. Anschließend wurde auf der Fahrbahn Granitgroßpflaster verlegt, ebenso wie auf dem erweiterten Eingangsbereich zum Schlosspark. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen, wurde auf der Südseite der Straße ein Parkplatz mit 47 Stellplätzen angelegt.
