Samstag 18. Januar 2020 15 Uhr Villa Brahms, Jerusalemsberg 4 mit Violetta Khachikyan Klavier Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung) Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320 Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn   Im Rahmen der Reihe »Musik im Museum« präsentiert die Pianistin und MHL-Dozentin Violetta Khachikyan ihr neuestes CD-Projekt »Fugenpassion«. Es ist das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung der Interpretin mit der romantischen Fuge, die als höchste Kompositions-Aufgabe im 19. Jahrhundert galt. Violetta Khachikyan hat ein Programm mit ausdrucksvollen, lebendigen Werken zusammengestellt, die sich von der ›klassischen‹ Fuge emanzipieren. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die Bedeutung des Fugenschaffens in der Romantik und spannt den Bogen zum ›Fugenmeister‹ Johann Sebastian Bach, der Vorbild für die nachfolgenden Komponistengenerationen war. Ihm ist die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts gewidmet ist. Ludwig van Beethoven als Wegbereiter der Romantik lässt seinen Klavierzyklus op. 110 noch auf eine Fuge enden, die die Idee des Werkes zusammenfasst. Für Robert Schumann schon ist die Beschäftigung mit Bachs Fugen eine Art Heilmittel und gibt ihm Gelegenheit, »eine völlig neue Art des Komponierens« kennenzulernen. In seinen Vier Fugen op. 72 verleiht er ganz unterschiedlichen Stimmungen und Gefühlen mit Hilfe diese Struktur Ausdruck. Bereits im Alter von 16 Jahren gelingt es Felix Mendelssohn seine Fuge in cis-Moll zum Konzertstück zu ›formatieren‹. Sergei Iwanowitsch Tanejew schafft in seinem Opus 29 eine solch stilistische Unabhängigkeit der Sätze (Präludium und Fuge), dass sein einziges großes Klavierwerk heute zum Standard-Repertoire der Pianisten gehört. Die Verkörperung des romantischen Konzepts ist schließlich Karol Szymanowskis Präludium und Fuge in cis-Moll: Hier sind die Emotionen nicht mehr abhängig von der Form, sie werden größer und deutlicher als die Form selbst. Die neue CD von Violetta Khachikyan, die offiziell erst im März 2020 erscheint, ist im Umfeld des Konzertes bereits zu erwerben. Im Anschluss an das Konzert bietet Wolfgang Sandberger eine Führung durch die aktuelle Ausstellung »Bach – Beethoven – Brahms« an, die parallel zum Konzert geöffnet ist. Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms mit Kaffee und hausgemachten Kuchen zum Verweilen ein.
18. Jan 2020 - 15:00
Jerusalemsberg 4
Lübeck
23568
Germany

Current event for "Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck"

Musik im Museum – Fugenpassion

18. Jan 2020 - 15:00 – 18. Jan 2020 - 16:00
Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck

Samstag 18. Januar 2020
15 Uhr
Villa Brahms, Jerusalemsberg 4

mit

Violetta Khachikyan Klavier
Prof. Dr. Wolfgang Sandberger Moderation
Eintritt 10 / 7 Euro (keine Ermäßigung)
Vorverkauf: Die Konzertkasse (im Hause Hugendubel) Königstr. 67 a, 23552 Lübeck, 0451-702320
Restkarten und Catering eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn

 

Im Rahmen der Reihe »Musik im Museum« präsentiert die Pianistin und MHL-Dozentin Violetta Khachikyan ihr neuestes CD-Projekt »Fugenpassion«. Es ist das Ergebnis einer intensiven Beschäftigung der Interpretin mit der romantischen Fuge, die als höchste Kompositions-Aufgabe im 19. Jahrhundert galt. Violetta Khachikyan hat ein Programm mit ausdrucksvollen, lebendigen Werken zusammengestellt, die sich von der ›klassischen‹ Fuge emanzipieren. Institutsleiter Prof. Dr. Wolfgang Sandberger beleuchtet in seiner Moderation die Bedeutung des Fugenschaffens in der Romantik und spannt den Bogen zum ›Fugenmeister‹ Johann Sebastian Bach, der Vorbild für die nachfolgenden Komponistengenerationen war. Ihm ist die aktuelle Ausstellung des Brahms-Instituts gewidmet ist.

Ludwig van Beethoven als Wegbereiter der Romantik lässt seinen Klavierzyklus op. 110 noch auf eine Fuge enden, die die Idee des Werkes zusammenfasst. Für Robert Schumann schon ist die Beschäftigung mit Bachs Fugen eine Art Heilmittel und gibt ihm Gelegenheit, »eine völlig neue Art des Komponierens« kennenzulernen. In seinen Vier Fugen op. 72 verleiht er ganz unterschiedlichen Stimmungen und Gefühlen mit Hilfe diese Struktur Ausdruck. Bereits im Alter von 16 Jahren gelingt es Felix Mendelssohn seine Fuge in cis-Moll zum Konzertstück zu ›formatieren‹. Sergei Iwanowitsch Tanejew schafft in seinem Opus 29 eine solch stilistische Unabhängigkeit der Sätze (Präludium und Fuge), dass sein einziges großes Klavierwerk heute zum Standard-Repertoire der Pianisten gehört. Die Verkörperung des romantischen Konzepts ist schließlich Karol Szymanowskis Präludium und Fuge in cis-Moll: Hier sind die Emotionen nicht mehr abhängig von der Form, sie werden größer und deutlicher als die Form selbst.

Die neue CD von Violetta Khachikyan, die offiziell erst im März 2020 erscheint, ist im Umfeld des Konzertes bereits zu erwerben. Im Anschluss an das Konzert bietet Wolfgang Sandberger eine Führung durch die aktuelle Ausstellung »Bach – Beethoven – Brahms« an, die parallel zum Konzert geöffnet ist. Bereits ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms mit Kaffee und hausgemachten Kuchen zum Verweilen ein.

Infos:
http://www.brahms-institut.de