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[10] Palais des Kommandanten der Parforcejagd

Beschreibung

Die sogenannten Rundflügel, welche die Schlossanlage halbkreisförmig säumen, wurden bereits 1737/38 unter der Leitung von J. C. Knöffel gebaut. In dieser Zeit änderte man auch die anschließenden Eckgebäude. Diese waren während der Jagden und höfischen Feste dem Oberjägermeister (heute Gebäude 12) und dem Kommandanten der Parforcejagd vorbehalten. 

Schloss Hubertusburg war voll und ganz auf die Bedürfnisse der sächsischen Hofjagd eingerichtet. August der Starke zeigte großes Interesse an den umliegenden Wäldern, die vor allem als “Kulisse” für die Jagd dienen sollten. 1696 beauftragte August der Starke seinen Statthalter Fürst Egon von Fürstenberg, den Wermsdorfer Wald für die aus Frankreich übernommene Parforcejagd (Hetzjagd) einzurichten. Zahlreiche Alleen wurden in die waldreiche Umgebung geschlagen. 

Ebenfalls in diesem Gebäude erwirkte der Verwalter der Jagdresidenz Schloss Hubertusburg - Georg Samuel Götze - am 28. Januar 1761 beim preußischen Frei-Kommandeur Quintus Icilius die Bewahrung der Schlosskapelle vor Plünderung und Zerstörung.