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[15] Vöhlinstraße

Beschreibung

Neben der Ulmer Straße und der Memminger Straße ist die Vöhlinstraße die dritte wichtige Durchgangsstraße der Vöhringer Innenstadt. Sie trägt ihren Namen erst seit 1921, benannt nach dem Memminger Patriziergeschlecht Vöhlin, das seit 1520 die Herrschaft Illertissen und damit auch Vöhringen durchgehend in Besitz hatte. Vom Gasthaus Lepple nach Westen führt die Vöhlinstraße über die Illerstraße bis zur Kanalbrücke auf die württembergische Seite nach Illerrrieden. Als mit der Teerung der Ortsstraßen in den 1930er-Jahren begonnen wurde, war sie nach der Bahnhofstraße die zweite, die den neuen Oberflächenbelag erhielt.

Auf der um 1950 entstandenen Fotografie bietet die Nordseite ein beinahe malerisches, ländliches Idyll. Im Vordergrund rechts ist die Metzgerei Sailer (Nr. 6) zu erkennen, dahinter entstand 1967 in der Vöhlinstraße 12 der Zweigstellen-Neubau der Kreissparkasse Illertissen.

Ebenfalls in der 1960er-Jahren trat auf der südlichen Seite an die Stelle des landwirtschaftlichen Anwesens Xaver Erdt, Vöhlinstraße 7, ein viergeschossiger Neubau, in dem im Erdgeschoss die Postbetriebsräume untergebracht waren, darüber befanden sich Wohnungen. Ein markantes Gebäude der Vöhlinstraße – das Transformatorenhaus – musste dem Neubau weichen.

Anfang April 2000 hatte die Stadt Vöhringen den ersten Schritt für die Neugestaltung des innerstädtischen Bereichs getan. Der Stadtrat hatte einen Realisierungswettbewerb für die Vöhlinstraße sowie einen Ideenwettbewerb für das weitere Umfeld beschlossen. Abgeschlossen wurde der Umbau der Vöhlinstraße im Jahr 2003.