Vortragsveranstaltung im Archäologischen Museum: Ein Asyl für Obdachlose? Das Institut für Sozialforschung im amerikanischen Exil
Referent: Prof. Dr. Philipp Lenhard, München
Die Veranstaltung ist aus der Reihe "Jenseits der Stadtgrenzen: Gespräche über bekannte und weniger bekannte Frankfurter".
„Ein Asyl für Obdachlose“ überschreibt Philipp Lenhard in seinem Buch Café Marx die Zeit des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) im Exil in den Jahren 1933 bis 1949.
Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen und mit welchen Forschungsschwerpunkten Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Franz L. Neumann, Friedrich Pollock und andere Mitarbeiter das IfS im Exil weiterführten.
Als das Institut im Juli 1933 von der Gestapo wegen „staatsfeindlicher Bestrebungen“ geschlossen wurde, war mit der Genfer Außenstelle bereits ein Zufluchtsort etabliert. Von dort aus konnte die Emigration der Mitarbeiter organisiert werden.
1934 kam das Institut in den Räumen der Columbia University in New York unter. Auch hier nahm die Flüchtlingshilfe großen Raum im Institutsalltag ein, aber auch die Forschung zu Autoritarismus und Antisemitismus.
In dieser Zeit entstanden die Dialektik der Aufklärung (1944) und andere wegweisende Werke der Kritischen Theorie.
Dem Vortrag folgt ein gemeinsames Gespräch mit Dr. Sylvia Asmus, Direktorin Deutsches Exilarchiv, Frankfurt. Es moderiert Uwe Paulsen.
Termin: Mittwoch, 11. Februar 2026, Beginn: 18:00 Uhr, Einlass: 17:30 Uhr
Veranstaltungsort: Archäologisches Museum, Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main
Bitte beachten Sie: Der Vortrag ist für Mitglieder der Kooperationspartner (Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V., Freunde des Archäologischen Museums, Frankfurter Historische Kommission) ermäßigt – bitte Mitgliedsausweis nicht vergessen.
Nichtmitglieder zahlen EUR 6,00/ermäßigt EUR 3,00 (Schüler/Studenten/Frankfurt- und Kulturpass).
Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe:
Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V.
Frankfurter Historische Kommission
Freunde des Archäologischen Museums

