Stadt.Land.Kultur. > Vöhringen >

[6] Das Elektrizitätswerk in Illerzell, früher Mahl-, Säg- und Kunstmühle

Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung
Ohne Titel
Ohne Beschreibung

Beschreibung

Das Gründungsdatum dieser Mühle steht fest, denn im Urbar von Illerzell aus dem Jahr 1737 steht geschrieben: „… Die Mühl zuerst ao 1690 angelegt und erbauet worden…“ 

Der erste Besitzer ist der Müller Johannes Haag und sechs Jahrzehnte bleibt die Mühle in der Familie, bis 1749 Johannes Sailer in die Familie Haag einheiratet und nun wiederum sechs Jahrzehnte von der Familie Sailer betrieben wird. 

1815 wird die Mühle an den Müller Anton Kling verkauft. Anton Kling erweitert den Mühlenbetrieb und erbaut südlich es Mühlbaches eine Sägemühle. Kling verkauft den Mühlbetrieb im Jahr 1840 an den Müller und Bäcker Franz Joseph Eberle. Eberle lässt das alte Gebäude 1845 abreißen und erstellt ein neues Mühl- und Wohngebäude.

Die nächsten Jahrzehnte ist die Mühle als „Eberle-Mühle“ bekannt. 1855 geht die Mühle an den Sohn Joseph Eberle, nach dem Ableben des Müllers an die Erbengemeinschaft Eberle.

Die Geschwister Eberle verkaufen 1891 das Anwesen mit der dazugehörigen Wasserkraft, dem Wasserbau und allen auf die Wasserkraft bezogenen Anlagen und Rechte an den Ulmer Fabrikanten Philipp Wieland.

Wieland baut in den Folgejahren die Wasserkraft und die Mühle zum Elektrizitätswerk ausbauen, um Ulm über eine Fernleitung mit Strom zu versorgen. 1898 lief eine Turbine, dann wurde noch eine zweite dazugeschaltet. 

1899 wird die Sägemühle südlich des Baches abgebrochen und nur das Turbinenhaus mit dem ehemaligen Mahlmühlenhaus bleibt stehen.

Im selben Jahr verkauft Philipp Wieland das E-Werk an die Stadt Ulm, diese verpachtet das Werk an die Betreiberfirma „E-Werk und Straßenbahn Ulm“. 1905 wurde eine dritte Turbine eingebaut und zugeschaltet. 1968 baute die Stadt Ulm das Turbinengebäude um und installierte eine vierte Turbine. 

1969 verkaufte die Stadt Ulm das E-Werk, seither ist Werk und Wasserrecht in Privatbesitz. Genutzt wird nur das Turbinenhaus, das ehemalige Mühlenhaus steht leer. Derzeit beträgt die Gesamtleistung der Anlage 190 kWh. Der Strom wird heute ins Netz der LEW eingespeist.