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Keltisches Schmiedehandwerk - Aktionswochenende

29. Jul 2022
Archäologisches Museum Frankfurt

Keltisches Schmiedehandwerk

Aktionswochenende im Rahmen der Sonderausstellung „Kelten Land Hessen – Kelten in Hessen?“

Samstag, 30. Juli 2022 und Sonntag, 31. Juli 2022, jeweils 10:00 Uhr – 18:00 Uhr

Vorführungen, Mitmachaktion, Workshops und Führungen

Die Metallhandwerkerinnen und -handwerker der Eisenzeit haben die Kunst der Metallbearbeitung, das Bearbeiten von Kupfer, das Gießen von Bronze nicht nur fortgeführt, verfeinert und verbessert - nein sie haben auch ein "neues" Metall verarbeitet! Die Verhüttung von Eisen-Erzen zu metallischem Eisen bot den Menschen erstmalig die Möglichkeit Werkzeuge, Schmuck und Gegenstände aus einem härteren Metall (als alle bis dahin bekannten Metalle!) herzustellen.

So konnte ab der Eisenzeit neben dem „neu entwickelten“ Werkstoff Eisen, Kupfer und Bronze erstmalig mit Eisenwerkzeugen bearbeitet werden. Auch heute noch arbeiten Schmiede und Goldschmiede in aller Welt mit denselben Werkzeugtypen aus Eisen wie vor über 2500 Jahren!

Vorführung keltischen Schmiedehandwerks
Wie kommt man den keltischen Schmieden am besten auf die Spur? Das Studium der archäologischen Forschung, von Objekten und Grabungsbefunden helfen sicher weiter. Aber am nächsten kommt man einer Handwerkskunst durch das Ausprobieren!

Der Archäotechniker Frank Trommer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit heute größtenteils schon verlorengegangenen handwerklichen Techniken. Bei Vorführungen stellt er das hohe handwerkliche Können und die Fertigkeiten damaliger Schmiede und Gießer dar. Ziel der Arbeit von Frank Trommer ist die Wiederentwicklung verlorener handwerklicher Techniken und deren Vermittlung an interessierte Menschen aus allen Bereichen, sowohl einem Museumsbesucher als auch wissenschaftlich arbeitenden Studenten und Professoren. Daher ist er seit vielen Jahren in den verschiedenen Bereichen der experimentellen Archäologie unterwegs und arbeitet mit vielen Museen und Universitäten zusammen.

 

Die Vorführungen finden auf der Freifläche neben dem Museumseingang statt und können kostenlos besucht werden.

Workshops und Mitmachangebot für Erwachsene, Jugendliche und Kinder
Während der Schmied die heißen Eisen im Feuer hat und man einen Blick über seine Schulter werfen darf, kann man sich ebenfalls in der Kunst Eisen zu hämmern und zu biegen probieren!
An beiden Aktionstagen können kleine und große Handwerkerinnen und Handwerker in Workshops und Mitmachangeboten in Kaltbearbeitung unter der Anleitung der Archäologen Sayuri de Zilva und Josef Engelmann weiches Eisen oder Kupfer hämmern, biegen, schleifen und verzieren.

Samstag, 30. Juli 2022, Workshops 11:00 – 13:00 Uhr, 14:30 – 16:30 Uhr

Für Erwachsene, Jugendliche und Familien mit Kindern ab 8 Jahren

Teilnamekosten: 15 € pro Teilnehmer

In diesem Workshop kann man sich in der Bearbeitung von Kupfer mit Eisenpunzen und Eisen-Hammer und der Herstellung von dreidimensionalen Eisenobjekten aus Eisendraht versuchen. Als Vorlage dienen bronze- und eisenzeitliche Fundstücke oder man verwirklicht eigenen Ideen.

 

Hinweis für die Workshops am Samstag:

  • Teilnahme von Kindern unter 12 Jahren bitte nur in Begleitung von Erwachsenen.
  • Teilnehmer*innen arbeiten mit spitzen, scharfkantigen und zum Teil schweren Werkzeugen.
  • Teilnahme pro Workshop max. 12 arbeitende Personen. Eine Anmeldung unter fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de wird daher empfohlen.

 

Sonntag, 31. Juli 2022
Mitmachangebot 11:00 – 17:00 Uhr
Für Erwachsene, Jugendliche und Familien mit Kindern ab 6 Jahren
Materialkosten: 5 € pro Werkstück

Herstellen eines Eisen-Anhängers für Schlüsselbund oder Kette

Hinweis für die Mitmachaktion:
• Dauer zur Herstellung eines Anhängers: ca. 30 Minuten.
• Teilnahme von Kindern unter 12 Jahren bitte nur in Begleitung von Erwachsenen.
• Teilnehmer*innen arbeiten mit spitzen, scharfkantigen und zum Teil schweren Werkzeugen.
• Es gibt eine begrenzte Anzahl an Werkplätzen, dadurch können Wartezeiten entstehen.
• Eltern tragen die Aufsichtspflicht.

Copyright Foto: Frank Trommer

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