Aktuelle Museums-News von: "Fritz-Reuter-Literaturmuseum"

Reuterstädter Literaturtage finden Resonanz

05. Oct 2018
Fritz-Reuter-Literaturmuseum

Die Rückmeldungen von Besuchern, Teilnehmern und auch aus der Literaturszene M-V waren durchweg positiv, als hätten die Literaturtage in und für Stavenhagen und Umgebung längst „erfunden“ sein müssen. Plattdeutsch und Hochdeutsch gleichberechtigt nebeneinander darf wohl schon als „Alleinstellungsmerkmal“ gelten.
Aber auch die inhaltliche Mischung und das Miteinander von „Profis“ und „Amateuren“ schienen zu gefallen. Die Veranstalter – das Fritz-Reuter-Literaturmuseum und der Förderverein Reutermuseen e. V. – danken herzlich allen Helfern, sei es in Stavenhagen oder in Ivenack, Thalberg, Altentreptow und nicht zuletzt in Siedenbollentin.
Die Macher konnten sich in mehrfacher Hinsicht freuen: Gab es doch treue Besucher, die die Veranstaltung an allen vier Tagen besuchten. Auffällig war zudem, dass Besucher teils weite Wege zurücklegten. Erwähnt sei auch die breite mediale Präsenz der Reuterstadt und der Reuterstädter Literaturtage in Zeitungen, bei Agenturen, Print- und Onlinemedien wie auch im Hörfunk. In Erinnerung bleiben vor allem die intensiven Momente der Begegnung mit Literatur.
Mit Autoren und Interpreten und dem interessierten Publikum. Da steht Reuters „Reis` nah Konstantinopel“ mit Renate Drefahl neben Reuters „Festungstid“ und Fontanes „Stechlin“ mit Friedhelm Ptok. Die Stavenhagener Institution der Mittwochslesung bekam die gebührende Aufmersamkeit.
Der Vortrag durch den großen Schauspieler Ptok vor großem Publikum in Siedenbollentin dürfte viele Gäste auch durch die kluge Auswahl der Textpassagen beeindruckt haben – beide große Realisten des 19. Jahrhunderts eng verwandt, hoch aktuell und voller direkter Ansprache an uns Heutige! Die als Mix aus Musik, Vortrag und Lesung angelegte Veranstaltung im Saal des Schlosses bot viele berührende Momente, führte die große Welt ins Kleine und hinterließ auch Fragezeichen.
Der Donnerstagabend im Museum war dem „Bestsellerautor“ Jakob Hein und seinem jüngsten Buch gewidmet. Der Berliner mit heimatlichen Gefühlen im äußersten Südosten Vorpommerns, bekannt von Funk und Bühne, vermochte zu überraschen. Dazu trug seine engagierte Vortragsweise bei, schnell war man über eine vermeintlich alte Geschichte mit starken komischen Zügen im Hier und Heute angelangt – und mitten im Gespräch.

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