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Sonderausstellung: RÖMISCHE DONAUPERLEN

02. Aug 2019
RömerMuseum Kastell Boiotro - Passau

Römische Donauperlen
Kastelle, Wachttürme und Zivilsiedlungen am Donaulimes auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Sonderausstellung im Römermuseum Kastell Boiotro, 25.7. – 29.9.2019

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Wie Perlen an einer Schnur – versinnbildlicht durch den Begriff DONAUPERLEN – waren römische Militäranlagen und zugehörige Siedlungen am rechten Ufer der Donau aufgereiht. Vom 1. Jahrhundert n. Chr. bis in die Spätantike bildete dieser „nasse Limes“ auf über 2500 km Länge von Süddeutschland bis zum Schwarzen Meer die Nordgrenze des Imperium Romanum. Aufgabe des dort stationierten Militärs war es einerseits, die Flussgrenze gegen Einfälle der Barbaren auf das Gebiet der Provinzen Raetia, Noricum, Pannonia und Moesia zu verteidigen, andererseits Handel und Verkehr auf dem Fluss und der begleitenden Straße zu sichern bzw. zu kontrollieren. Passau war mit mehreren römischen Kastellen über vier Jahrhunderte ein integraler Bestandteil des Donaulimes.

Anlass für die Ausstellung „Römische Donauperlen“ bildet die Initiative der Anrainerstaaten Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn, durch einen gemeinsamen Antrag die Aufnahme des westlichen Abschnitts des Donaulimes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes zu erreichen. Die 2018 eingereichte Nominierung wird z. Zt. reevaluiert und voraussichtlich Mitte 2020 dem UNESCO-Welterbe-Komitee zur Entscheidung vorgelegt.

Die Ausstellung wurde am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege konzipiert und im September 2018 in Regensburg zum ersten Mal gezeigt. Vorgestellt wird eine Auswahl der insgesamt 98 „Römerorte“ von Bayern bis nach Südungarn, die Teilstätten des potentiellen Welterbes sind. Diese Auswahl illustriert die große Vielfalt römischer Bauwerke und Siedlungen am Donaulimes. Thematisiert werden die unterschiedlichen Typen von Militäranlagen (Legionslager, Auxiliarkastelle, Wachttürme), die Vielfalt an militärischen Einheiten aus (fast) aller Herren Länder sowie die Alltags- und Freizeitaktivitäten römischer Soldaten, die von der Körperpflege im „Erlebnisbad“ über Götterverehrung bis hin zum Besuch von Kampfspielen im Amphitheater reichten.

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