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[20] Amtsgericht

Amtsgericht
Amtsgericht als Internat zu DDR-Zeit.
Amtsgericht
Amtsgericht mit Gemeindeschule am Hindenburgplatz, 1920.
Amtsgericht
Amtsgericht um 1900.

Beschreibung

Amtsgericht

Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz vom Januar 1877 änderte sich im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz die Gerichtsstruktur. Es endete die Privatgerichtsbarkeit in Form der dem Magistrat unterstehenden Stadtgerichte und die Patrimonialgerichtsbarkeit der Gutsherren auf den Gutsdörfern. In der Stadt wurde ein Amtsgericht gebildet, die Tätigkeit der Richter wurde an einen durch Prüfungen erworbenen Fähigkeitsnachweis gebunden. Sie wurden landesherrliche Beamte.

Zur vollständigen Trennung der städtischen Gerichtsbarkeit vom Magistrat wurde im Jahre 1879 ein neues Amtsgerichtsgebäude eingeweiht. Damit verlegte man die Gerichtssitzungen aus dem magistratlischen Bereich des Rathauses in ein selbstständiges Gebäude. 

Das ehemalige Großherzogliche Amtsgerichtsgebäude, das das Amtsgericht mit angeschlossenen Haftzellen beherbergte blieb bis zum Ende des II. Weltkrieges als solches in Betrieb. 

Nach 1945 diente das Gebäude zunächst als Unterkunft für verschiedene Verwaltungen. Ab 1950 befand sich im Gebäude das Internat für die Mittelschule, die auch von Schülern aus dem weiteren Territorium besucht wurde.

Mit Schuljahresbeginn 1992/93 wurde das Objekt nach entsprechendem Umbau als Grundschule übergeben. Heute ist das Gebäude ein Teil der Förderschule am August-Bebel-Platz.

 

J. Sch. Museum Friedland 2026