Rathaus, ehemalige Knaben-Bürgerschule
Im Oktober 1902 fand die Einweihung des in roten Backsteinmauern erbauten Schulgebäudes am Anklamer Tor statt. Die Stadt Friedland hatte seit dieser Zeit zwei, nach Geschlechtern getrennte, Bürgerschulen. Die Mädchen konnten nun die gesamte Schule in der Wollweberstraße nutzen.
Rund 400 Kinder wurden in der neuen Knabenschule in 7 Klassen mit Stärken von 34 bis 59 Schülern unterrichtet. Ab 1918 war sie Volksschule und in der Weimarer Republik achtklassige Bürgerschule. Während des II. Weltkrieges wurde das Schulgebäude als Lazarett genutzt.
Am 1. Oktober 1945 begann in der Schule am Anklamer Tor der Schulbetrieb wieder. Bei der Eröffnung gab es einen Rektor, einen Konrektor, eine Lehrerin, einen Lehrer, einen Eisenbahningenieur und eine Apothekenhelferin sowie einige junge Leute, die man in wenigen Tagen auf den Lehrerberuf vorbereitet hatte. Kreide war wenig vorhanden, es gab keine Tinte und Schreibhefte.
An einen neuen Namen mussten sich Schüler und Lehrer ab 1950 gewöhnen. In der nunmehrigen „Mittelschule" gab es jetzt auch 9. Klassen. Von 10. Klasse wird erstmals 1953 berichtet. 1954 hieß die Schule „Oberschule Friedland", ein Jahr später sprach man von der „Zehn-jahresschule Friedland". Im Jahre 1956 wurde der in der DDR übliche Name „Zehnklassige Allgemeinbildende Polytechnische Oberschule" (POS) eingeführt. Am 1. Juni 1964 erhielt die POS den ehrenden Beinamen „Friederike Krüger". Diesen schmückenden Titel legte die Schule auch nach der Wende nicht ab, als sie zunächst 1990 „Realschule mit Hauptschulteil" und ab 1992 „Verbundene Haupt- und Realschule" wurde. Im Jahre 2005 wurde die Schule wegen Schülermangel geschlossen.
Heute befindet sich hier die Stadtverwaltung der Stadt Friedland einschließlich der vielen Ortsteile.
J. Sch. Museum Friedland 2026
































